Die dänische Molkerei Dragsbaek produziert pro Woche rund 400 t Margarine. Da die Verpackungsanlage bereits seit 17 Jahren läuft, war eine Nachrüstung erforderlich. Zusammen mit Picca Automation und Rockwell Automation hat Dragsbaek das Steuerungssystem der Anlage modernisiert. Lösungen wie eine integrierte Sicherheits-SPS mit CMX/CLX-Steuerung führten unter anderem dazu, dass die Anlage besser ausgenutzt werden kann und das Risiko ungeplanter Ausfallzeiten gesunken ist.
Das Unternehmen Dragsbaek, 1923 in der Stadt Thisted gegründet, stellt Margarine für gewerbliche und private Kunden in Dänemark und weiteren Ländern her. Beliefert werden Großbäckereien, Supermärkte und Gastronomiebetriebe. Die Verpackungsanlagen in der Fabrik in Thisted laufen seit 17 Jahren rund um die Uhr und produzieren jede Woche etwa 400 t Margarine.
Seit der Installation der Produktionssysteme vor 17 Jahren hat sich viel geändert. Heute wollen Unternehmen ihre Produktion vernetzen. Dadurch können sie nicht nur die Kosteneffizienz und die Sicherheit ihrer Anlagen steigern, sondern erhalten auch zusätzliche Einblicke in die Produktion sowie einen genauen Überblick über entscheidende Kennzahlen.
Für den Produktionsleiter von Dragsbaek, Karsten Rokkedahl, war es wichtig, dass das Unternehmen mit den Entwicklungen in der Branche Schritt hält und die Produktion mit dem geeigneten Rüstzeug für die Zukunft ausstattet. Während das bestehende Steuerungssystem der Verpackungsanlage dem Unternehmen zuverlässig die gewohnten Dienste leistete, begann Rokkedahl, einige Stellschrauben für Verbesserungen zu bemerken. So hatten die Mitarbeiter, die im Umfeld der Verpackungsanlage tätig waren, kaum Möglichkeiten die spezifischen Kennzahlen der Linie einzusehen. In der Folge wurden die verfügbaren Ressourcen nicht optimal genutzt. Zudem sorgte die schiere Größe der Maschine dafür, dass die Fabrikhalle zu Produktionshochzeiten überfüllt war, was potentielle Sicherheitsrisiken nach sich zog. Für die Zukunft der Produktion noch besorgniserregender war jedoch, dass viele Maschinenkomponenten veraltet waren und teilweise keinerlei Ersatz mehr beschaffbar war. Neue Teile und Ersatz für ausgefallene Komponenten konnten immer schwerer aufgetrieben werden, die Zukunft für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten war ungewiss.
Nachrüstung erforderlich
Um diesen Umstand zu ändern, begann Rokkedahl schließlich Ende 2019 damit, gemeinsam mit seinem Systemintegrator Picca Automation Gespräche über die Zukunft der Anlage zu führen. Zentral war dabei die Frage, wie das alte Steuerungssystem modernisiert werden könnte. Basierend auf diesen ersten Gesprächen wurden dem Produktionsleiter zwei Optionen vorgestellt. Die erste beinhaltete den Plan, die bestehende Anlage zu demontieren und eine neue Produktionslinie zu installieren. Dabei würde es sich um einen kompletten Neuaufbau handeln, der mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wäre. Die zweite Option, die sich schlussendlich auch als deutlich attraktiver erwies, basierte auf der Zusammenarbeit mit Picca Automation und Rockwell Automation. Hierbei sollte die Anlage komplett renoviert und an entscheidenden Stellen des Steuerungssystems mit moderner Technologie umgerüstet werden. So sollten moderne und neue Komponenten die bestehende Anlage ergänzen, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Auf dem neuesten Stand wäre es dann möglich, die Anlage mit fortlaufenden Upgrades zu versorgen, sobald neue Funktionen auf dem Markt verfügbar wären. Zudem sollte durch die Modernisierung auch der benötigte Platz reduziert werden.




