Der Übergang vom Distributor zum preisgekrönten OEM ist normalerweise eher langwierig. Genau das schaffte jedoch das Unternehmen Prospection Solutions aus Kearney, Missouri, in nur zwei Jahren. Gleich eine der ersten Eigenentwicklungen für die Lebensmittelinspektion wurde mit einem Branchen-Award ausgezeichnet. Für das optische Fremdkörperdetektionssystem kommt EtherCAT- und PC-basierte Steuerungstechnik zum Einsatz.
Prospection ist darauf spezialisiert, die Inspektion verpackter und unverpackter Fleischprodukte, Milcherzeugnisse und anderer Lebensmittel zu automatisieren. Als das Unternehmen 2017 mit dem Maschinenbau begann, war eine der ersten Entwicklungen das IP-69K-geschützte Low-Density-Foreign-Material-Detection-and-Removal-System. Auf der Process Expo 2019 wurde die Maschine mit dem Innovation Showcase Award in der Kategorie Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchte ausgezeichnet. „Dieses Detektionssystem ermöglicht es unseren Kunden, Fremdkörper mit einem wesentlich höheren Grad an Konsistenz, Genauigkeit und einer viel höheren Geschwindigkeit als andere Inspektionslösungen zu erkennen und aus dem Produktstrom zu entfernen“, sagt CEO Jeff Youngs. „Das System hat sich zum Aushängeschild von Prospection entwickelt und das Interesse der größten Konsumgüterhersteller der Lebensmittelindustrie erregt. Diese Aufmerksamkeit half uns auch, unsere anderen Produktlinien auszubauen.“ Zudem bietet das Unternehmen weitere Inspektionssysteme sowie Kontrollwaagen an.
Automatisierter Prüfprozess
Das Fremdkörperdetektionssystem scannt und inspiziert aus mehreren Kamerawinkeln die gesamte Oberfläche von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Tiernahrung, geriebenem Käse, Nudeln und anderen Lebensmitteln. Erkannt wird eine breite Palette von Verunreinigungen, darunter Teilchen aus harten und weichen Kunststoffen, von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und anderen Gegenständen, die in Produktionsbetrieben häufig vorkommen. Alle verunreinigten Produkte werden automatisch ausgeworfen und somit aus der Lieferkette zum Verbraucher entfernt. Ausschlaggebend ist dabei, dass das System die zu prüfenden Produkte nicht wenden muss, da die Kameras die Ober- und Unterseite gleichzeitig prüfen. Deshalb benötigt das System eine viel kleinere Stellfläche als Wettbewerbssysteme, wie Kyle Knudsen, Vice President of Technology von Prospection, berichtet.
Entwicklungsziele für die Maschine waren neben der geringeren Stellfläche ein größerer Durchsatz und eine höhere Zuverlässigkeit als andere Maschinen auf dem Markt. Die proprietäre Bildverarbeitungssoftware muss außerdem in Echtzeit mit der Maschinensteuerung kommunizieren können, um die sofortige Entfernung von Verunreinigungen aus der Produktionslinie sicherzustellen. Für die Erfüllung dieser Anforderungen entschied sich Prospection, die EtherCAT- und PC-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff einzusetzen.




