Aspartam wird aus zwei Aminosäuren hergestellt. Diese Eiweißbausteine sind von Natur aus in Eiern, Fleisch, Fisch und Obst enthalten. Verschiedene Geschmackstests haben belegt, dass sich Aspartam und Zucker vom Geschmack her so ähnlich sind, dass viele Verbraucher in Wasserproben praktisch keinen Unterschied zwischen den beiden Süßungsmitteln erkennen können. Darüber hinaus dient Aspartam der Fruchtgeschmacksverstärkung, was insbesondere bei der Herstellung von Fruchtsaftgetränken und Fruchtzubereitungen für Jogurts von großem Nutzen ist.
Es bestehen bedeutende Synergien nicht nur zwischen Aspartam und Zucker, sondern auch zwischen Aspartam und anderen Arten von Süßstoffen. Diese Synergien können für Kostenersparnisse ausgenutzt werden, ohne dass Kompromisse beim Geschmack eingegangen werden müssen. In Verbindung mit anderen Intensivsüßungsmitteln trägt Aspartam beispielsweise dazu bei, den metallischen bzw. bitteren Nachgeschmack verschiedener Süßstoffe wie Saccharin oder Acesulfam-K zu verdecken.
Aspartam wird – entweder als alleiniger Süßstoff oder in Verbindung mit Zucker oder anderen Süßungsmitteln – in fast allen Arten von Getränken einschließlich kohlesäurehaltigen Getränken, Nektars, Fruchtsäften, Sirupen und Eistees eingesetzt. Seine besonderen Qualitäten hat Aspartam jedoch bisher besonders im Bereich kalorienarme Lebensmittel und Getränke unter Beweis gestellt.
Aspartam ist praktisch kalorienfrei und kann den Kaloriengehalt von alkoholfreien Erfrischungsgetränken daher um bis zu 99% reduzieren. Alkoholfreie, mit Aspartam gesüßte Erfrischungsgetränke haben einen frischen, zuckerähnlichen Geschmack, der in Getränken vieler verschiedener Geschmacksrichtungen, insbesondere aber bei Zitrusfruchtsäften, zur Geltung kommt.
Ein durchschnittliches alkoholfreies Erfrischungsgetränk (0,3 l) mit vollem Zuckergehalt enthält 35 g Zucker. Im Gegensatz dazu befinden sich in der selben Menge eines kalorienarmen, alkoholfreien Erfrischungsgetränks weniger als 1 g Zucker. Die Bedeutung dieses Unterschiedes wird in einer an der Universität Burgund durchgeführten Studie (Short-term Effects of the Flavour of Drinks on Ingestive Behaviour in Man; M. Beridot-Therond, I. Arts and M. Fantino, Group Nutrition et Métabolisme Humaine, Université de Bourgogne, Dijon, France, Appetite, 1998, 31, 67-81 Article Number ap970153) deutlicher herausgestellt. Anhand dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Kaloriengehalt von Getränken, die während einer Mahlzeit zu sich genommen werden, keinerlei reduzierende Auswirkung auf den Appetit oder die Menge der eingenommenen Mahlzeit bzw. Kalorien hat und dass Verbraucher beim Genuss von zuckerhaltigen Getränken daher täglich mindestens 600 Kalorien (ca. 2,513 kJ) mehr zu sich nehmen, als Verbraucher, die mit Aspartam gesüßte Getränke oder Wasser trinken.




