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    Syntegon entwickelt Papierverpackungen
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Syntegon entwickelt Papierverpackungen

    Im Rahmen eines vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) finanzierten Projekts hat Syntegon papierbasierte Schalen und Becher für
    Veröffentlicht
    05. Januar 2022
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Ziel des Projektes ist es, selbst empfindliche Produkte mit hohen Barriereanforderungen in nachhaltigeren Materialien zu verpacken. Syntegon nutzt dafür ein spezielles Papier, das dank langer Zellulosefasern besonders dehnbar und reißfest ist. So lassen sich versiegelte Schalen und Becher mit einer Tiefe von bis zu 30 mm herstellen.

    Für optimalen Produktschutz sorgt außerdem eine gut recyclebare Barriereschicht, die zu 95 % aus Mono-Materialien besteht. Damit die Recyclingfähigkeit voll ausgeschöpft werden kann, sind sowohl das Papier als auch die Barriereschicht und die Deckfolie einfach voneinander trennbar.

    Dieser Vorteil in Sachen Nachhaltigkeit birgt gleichzeitig Herausforderungen für Verpackungshersteller: Konsumenten sollen zur Mülltrennung alle Bestandteile trennen können, Papier und Folie dürfen sich aber nicht ungewollt voneinander lösen. Um das zu verhindern, formt die TPU-Papierform- Füll- und Verschließmaschine von Syntegon Papier und Barriereschicht in einem gemeinsamen Prozess durch Tiefziehen und Pressen. „Die papierbasierten Schalen des Pack4Sense-Projektes sind eine Weiterentwicklung unserer bisherigen Papierverpackungslösungen, beispielsweise der Shaped Paper Pods, Strukturschalen aus Papier für die Verpackung von Kosmetika oder Süßwaren“, erklärt Matthias Klauser, Projektleiter und Nachhaltigkeitsexperte bei Syntegon.

    Maschine führt Papier und Barriereschicht zusammen

    Die Füll- und Verschließmaschine TPU wurde 2020 bereits mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet und ist das Flaggschiff von Syntegon für die Papierformung. Für die Pack4Sense-Schalen und -Becher läuft das Papier direkt von der Rolle in die Zuführung – die zum Siegeln benötigte Barriereschicht wird ohne weiteren Konvertierungsschritt aufgebracht und mit dem Papier zusammengefügt. Alternativ können Hersteller einen Converter nutzen, um das Papier und die schützende Schicht aus Mono-Material ohne Aufheizen zu verbinden. Eine Formstation presst die Materialien anschließend in Form, bevor die Schalen befüllt und versiegelt werden. Neben einem besonders dehnbaren Papier, das auch die Faltenbildung während des Formprozesses unbeschadet übersteht, gilt es vor allem die Trennbarkeit der Materialien zu erhalten: Eine speziell angepasste Geometrie der Formwerkzeuge verringert dafür den Zug auf die Materialien während des Herstellungsprozesses.

    Syntegon arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Papierform-Technologie. EIT Food ermöglicht es dabei, eng mit wichtigen Partnern zusammenarbeiten und Produkte gemeinsam mit Konsumenten und Lebensmittelherstellern zu testen. So werden Prototypen und Lösungen erarbeitet, die den Produktanforderungen gerecht werden und die Nachhaltigkeit der Verpackung Schritt für Schritt verbessern.

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