Würstchen zählen zu den Klassikern im Fleisch- und Wurstwarensegment. Handtmann hat für die Produktion von Roh-, Brüh- und Kochwürsten verschiedene Systemlösungen entwickelt. Diese ermöglichen sowohl die handwerkliche Herstellung als auch die voll automatisierte, industrielle Hochleistungsproduktion. Seit Anfang 2021 ergänzt eine digital unterstützte Aufhängetechnologie das Sortiment des schwäbischen Maschinenbauers.
Die Fleisch- und Wurstwarenherstellung hat mit knapp 30 % in der allgemeinen Lebensmittelverarbeitung einen bedeutenden Anteil. Im Segment Fleisch- und Wurstwaren bilden geklippte Stangenware, Schinken und Würstchen den Hauptanteil. Neben den Klassikern gibt es eine immer größere Auswahl an Trendprodukten wie Salami-Snacks und vegane oder vegetarische Würstchen aus Fleischersatzmasse.
Basis für eine effektive Würstchenproduktion ist der Handtmann-Vakuumfüller, der je nach Produktionskapazität ausgewählt wird. So kann mit dem Vakuumfüller VF 608 plus und einer Darmhaltevorrichtung zum automatischen Abdrehen der Würstchen die gesamte, handwerkliche Würstchenvielfalt produziert werden. Für die automatisierte Würstchenproduktion im mittleren und industriellen Produktionssegment eignen sich die Vakuumfüller der Generation VF 800 in Verbindung mit modularen Würstchenfüllsystemen. Ihre Flügelzellenfördertechnik gewährleistet eine hohe Produktqualität und eine hohe Portioniergenauigkeit. Das schonende Förderprinzip des Flügelzellenförderwerks und die digitale Produktqualitätsüberwachung garantieren ebenso eine sehr gute und reproduzierbare Produktqualität. Die Füllmaschine kann an die jeweiligen Produkte und die jeweiligen Produktionsbedingungen angepasst werden.
Integrierte Füllwolftechnologie
Bei der Herstellung von Roh- und Frischwürstchen führt die Integration der Füllwolftechnologie zu einer Produkt- und Kostenoptimierung, denn für die Qualität der Produkte ist unter anderem die Art der Zerkleinerung entscheidend. Gleichzeitig lassen sich durch die Füllwolftechnologie herkömmliche Produktionsverfahren optimieren. Durch die Kombination des Endzerkleinerns mit dem Füllvorgang können Prozessschritte reduziert werden. Dabei wird in einem Prozessschritt auf Endkörnung gewolft und gleichzeitig portioniert. Wesentliche Vorteile sind auch, dass sehr kalte Produkte verarbeitet werden können und bei kleinkörnigen Endprodukten eine hohe Füllleistung möglich ist. Während bei der konventionellen Rohwursttechnologie hohe Anteile an gefrorenen Rezepturbestandteilen notwendig sind, braucht man beim Füllwolfprozess nur geringe Kältereserven. Werden hohe Anteile an frischen, nicht gefrorenen Rezepturbestandteilen eingesetzt, sinkt der Energieaufwand zur Konditionierung des Rohmaterials und vor allem zum Temperaturangleich der gefüllten Würstchen während der Reifung. Handtmann setzt ein Standardförderwerk für alle Produkte ein, unabhängig von der Schnittgröße der Endlochscheibe. Somit muss der Anwender bei Produktwechseln keine Förderwerksteile austauschen. Die große Auswahl an Schneidsatzteilen garantiert eine bestmögliche Anpassung an das Produkt. Für zusätzliche Produktsicherheit sorgt die Integration eines Hartteilseparators, der im Füllwolfprozess effizient Hartteile ausschleust.




