Bereits 1892 wurden von Becker & Schmidt, die später in Bodeta umbenannt wurde, Pralinen und Tafelschokoladen produziert. Nach der 1991 erfolgten Abwicklung des ehemaligen VEB-Süßwarenkombinat-Betriebs durch die Treuhand übernahm 1992 die Indawisa Holding aus der Schweiz das Unternehmen. Heute ist Bodeta Süßwaren einer der größten Süßwarenhersteller Sachsen-Anhalts mit einem Umsatz von knapp 13 Mio. Euro.
Damit die Spezialitäten auf dem schnellsten Weg in die Verkaufsregale kommen, setzt das Unternehmen auf eine weitere Zutat: ein leistungsfähiges Enterprise Resource Planning-System. Informationen zu rund 1 000 Materialpositionen, 900 Verkaufsartikel sowie mehr als 1 200 Halbzeugen müssen ständig aktuell gehalten werden. Mit dem veralteten proprietären System, das weder über eine relationale Datenbank noch Schnittstellen zu Lieferanten und Kunden verfügte, konnte Bodeta die immer komplexeren Anforderungen nicht mehr erfüllen. „Die Prozesse in der Auftragsbearbeitung waren zu aufwändig, die Bürokommunikation war nicht integriert“, blickt Cornelia Frank, verantwortlich für die IT bei Bodeta, zurück. „Wir konnten weder eine Chargenrückverfolgung durchführen noch die Ansprüche unserer Kunden an die Kommunikation und Auswertung entsprechen. Zudem war jede Änderung am System mit viel Aufwand verbunden, ein Datenexport sogar nur über Umwege und mit hohem Papierverbrauch möglich. Darüber hinaus benötigten wir aktuelle und transparente Kalkulationen sowie eine gesicherte Ergebnisrechnung.“
Innerhalb des Auswahlprozesses bei der Suche nach einer integrierten Software konnte SelectLine Software unter verschiedenen Anbietern punkten. So überzeugte neben der Möglichkeit eines problemlosen Übergangs vom Altsystem auf die neue Lösung insbesondere auch die Art und Weise, wie sich SelectLine positionierte: „Wir haben ein zukunftssicheres System gefunden, das die erforderlichen Prozesse integrativ und schlank abbildet“, so Cornelia Frank. „Ein weiterer Aspekt bei der Wahl des Software-Anbieters war für uns außerdem, als Anwender mit unseren Anforderungen ernst genommen zu werden.“
Letztendlich zeichnete sich das Angebot durch hohe Funktionalität für die Lebensmittelbranche aus: Rezepturverwaltung mit Produktspezifikationen nach EU-Lebensmittelrecht, Chargenrückverfolgung über alle Produktionsstufen, Produktionsplanung und -steuerung, EDI-Anbindung zu Handelspartnern und Lieferanten, Provisionsabrechnung für den Außendienst sowie Nachkalkulation einzelner Produktionsaufträge oder Erzeugnisse im Zeitbereich können umgesetzt werden. Ein letzter Entscheidungsgrund war die fachliche Kompetenz des Partners PC Point, der die Anpassung und Implementierung der Programme übernahm.
„Selbstverständlich geht es bei einer Entscheidung für eine neue Informationstechnik immer auch um das Ausschöpfen von Einsparungspotenzialen – zum Beispiel durch eine effizientere Ausnutzung der Rohstoffe und eine Optimierung der Lagerbestände, also der direkten Kapitalbindung“, so Magda Fehlert, zuständig für das Controlling. „Aber ebenso wichtig war für uns, dass wir mit der neuen Unternehmenslösung auch in der Administration das Qualitätsniveau widerspiegeln, das wir zuvor bei der Modernisierung unserer Produktion erzielt haben.“




