Oliver Kugler, Geschäftsführer der Kugler Feinkost GmbH ist begeistert: „Unser neues Produktionsgebäude in Parsdorf zählt zu den modernsten der Branche – angefangen bei der Architektur über die eingesetzten Anlagen und die Informationstechnologie bis hin zu zahlreichen Maßnahmen für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.“ Der Umzug war notwendig, weil Kugler in den letzten 20 Jahren immer weiter gewachsen ist. Allein seit 2004 haben sich Mitarbeiterzahl und Produktionsvolumen mehr als verdoppelt: Heute produzieren gut 260 Beschäftigte jährlich knapp 10 650 t Feinkostsalate, Antipasti, Frischkäsemischungen und Convenienceprodukte. Dabei ordnet der IFS-zertifizierte Betrieb alles seiner Frische- und Qualitätsmaxime unter, denn das sensible Sortiment wird ohne Konservierungsstoffe hergestellt. Deshalb kommt es auf reibungslos funktionierende Produktions- und Logistikprozesse an: Rohwaren und Zutaten müssen bedarfsgerecht und pünktlich von Erzeugern und Lieferanten eintreffen, damit sie zügig verarbeitet und an die Kunden ausgeliefert werden können. Zudem muss eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sichergestellt sein.
Für all diese Anforderungen nutzt Kugler das CSB-System. „Die Software unterstützt und optimiert unsere Prozesse seit 1995. Sie sorgt dafür, dass wir unsere Ware schnell, sicher und flexibel produzieren und ausliefern können“, betont Oliver Kugler.
Primärer Vertriebskanal für die gut 350 Artikel ist der Telefonverkauf, viele Kunden bestellen aber auch über EDI, E-Mail oder Fax. Die 1500 Kunden perfekt zu bedienen und just in time zu beliefern, ist eine Herausforderung für die internen und externen Abläufe des Feinkostspezialisten. Das CSB-System unterstützt die Mitarbeiter in der Auftragserfassung, denn über die Software haben sie alle relevanten Informationen über Kunden, Bestellverhalten, Produkte, Mengen, Preise und Lagervorräte auf ihrem Bildschirm im Blick. Die Bestellungen werden direkt ins System eingegeben und müssen nur noch für die Produktion freigegeben werden. Bald wird Kugler auch einen Webshop betreiben, der ebenfalls an die Warenwirtschaft angebunden wird.
Die notwendigen Rohstoffe für die Produktion werden direkt über die Software bei den Lieferanten bestellt. Alle Informationen über die Bestellungen sind auch bei den Mitarbeitern am Wareneingang abrufbar, die darauf beim Eintreffen der Ware zurückgreifen. Über Liefermenge und -gewicht hinaus sind hier Qualitätsabfragen hinterlegt, die beim Einpflegen der Ware ins System erfasst werden müssen. Darunter fallen u. a. die Temperatur, Restlaufzeiten und artikelspezifische Prüfparameter. Das System gibt jeden Prüfschritt vor und sorgt durch Eskalationsstufen dafür, dass alle Parameter exakt eingehalten werden.
Sollte es vorkommen, dass beispielsweise die tolerierte Temperatur des eingetroffenen Rohstoffs überschritten ist, werden automatisch die Mitarbeiter der Qualitätssicherung via E-Mail informiert und die Ware wird gesperrt. „Natürlich nutzen wir diese Daten auch zur Lieferantenbewertung“, sagt Geschäftsführer Gerhard Schrittenlocher. Und er fügt hinzu: „Stellen wir am Wareneingang fest, dass statt der bestellten 500 kg einer Rohware nur 480 geliefert wurden, dann wird auch nur diese Menge bezahlt – ohne dass jemand manuell eingreifen muss. Das heißt: Die Gewichtsdaten werden sofort an die Rechnungsstellung weitergeleitet.“




