Vom 7. bis 13. Mai 2026 wird Düsseldorf wieder zum globalen Treffpunkt der Processing- und Packaging-Industrie. Kurz vor Interpack-Start laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Im Zentrum des Geschehens: Verpackungsmaschinen für Lebensmittel und Tierfutter. Lesen Sie, wie sich der Markt bis 2029 entwickelt und welche Lösungen auf der Interpack zu sehen sind.
Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und verändertes Konsumverhalten treiben die Nachfrage nach effizienten Verarbeitungs- und Verpackungslösungen weiter an. Gleichzeitig verschärfen Rohstoffknappheit, geopolitische Unsicherheiten, regulatorische Vorgaben wie die europäische PPWR sowie Fachkräftemangel den Handlungsdruck in den Unternehmen. „Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld braucht die Branche einen Ort für Austausch und Orientierung“, betont Interpack Director Thomas Dohse. Investitionsentscheidungen müssten heute fundierter vorbereitet werden als je zuvor – mit Blick auf Technologie, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Schließlich sei eine Welt ohne Verpackung nicht vorstellbar, so Dohse.
Vor diesem Hintergrund setzt die Messe klare inhaltliche Schwerpunkte: Smart Manufacturing, Innovative Materials und Future Skills bilden die drei Hot Topics 2026. Sie spiegeln die zentralen Transformationsfelder einer Industrie wider, die zunehmend datengetrieben, automatisiert und kreislauforientiert agiert.
Wachsende Nachfrage nach verpackten Lebensmitteln
Nach Angaben des VDMA-Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen prognostiziert das Marktforschungsinstitut Euromonitor International eine Steigerung des weltweiten Absatzes von verpackten Lebensmitteln zwischen 2024 und 2029 um insgesamt 11 % auf 968 Mio. t im Jahr. Im Jahr 2024 belief sich der weltweite Absatz von verpackten Lebensmitteln auf
rund 872 Mio. t.
Die Nachfrage entwickelt sich jedoch von Region zu Region unterschiedlich. In Entwicklungsregionen und Ländern mit geringerem Pro-Kopf-Verbrauch wächst die Nachfrage überdurchschnittlich stark. Dies gilt insbesondere für den Nahen Osten/Afrika und auch für Asien. Asien macht mit 305 Mio. t im Jahr 2024 fast ein Drittel des Gesamtverbrauchs an verpackten Lebensmitteln aus. Für den Zeitraum 2024 bis 2029 wird hier ein Wachstum von 14 % erwartet. Für die Region Naher Osten/Afrika wird ein noch stärkeres Wachstum von fast 21 % erwartet. Der Trend zu einem Anstieg des Absatzes von verpackten Lebensmitteln ist auch in Lateinamerika und Osteuropa zu beobachten.
Rekordnachfrage nach Maschinen
„Der Maschinenbau hatte 2025 insgesamt mit einem Minus von etwa 5 % ein sehr schwieriges Jahr. Demgegenüber verzeichnete der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbau ein Plus von 2-3 %“, sagt Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA-Bereiches Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. „Damit stehen wir eher auf der sonnigen Seite des Maschinenbaus.“ Kein Wunder, schließlich ist die globale Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie einer der dynamischsten Wachstumssektoren.




