Gerade bei der Vorklärung des Mostes, beim Abstich bzw. Schönungstrub oder auch nach der Kristallisierung erweisen sich dynamische Crossflow-Filtersysteme (NDCF) als besonders vorteilhaft. Gegenüber Vakuumdrehfiltern oder Kammerfilterpressen kommen sie ohne Hilfsmittel wie Perlite, Zellulose oder Kieselgur raus. Die vollautomatische Arbeitsweise erlaubt zudem einen personalfreien 24-h-Betrieb. Auch Abfallmengen und Entsorgungsaufwand der Weinkellereien werden verringert und somit Betriebskosten reduziert.
Die Kellereien stehen teils unter enormem Druck die Qualität ihrer Produkte zu erhöhen, da deutsche Discounter vermehrt hochwertige Weine aus aller Welt günstig anbieten. Auch verschärfte Vorschriften machen es nicht leichter, wirtschaftlicher zu produzieren. Mit der Einführung des dynamischen Cross-Flow-Filters stellte sich Novoflow der Herausforderung eine Lösung zu entwickeln, um die Trubfiltration effektiver und wirtschaftlicher zu machen. Das System dient nicht nur nach der Lese zur Filtration des Mosttrubs, sondern bietet Flexibilität über die nahezu gesamte Periode der Weinherstellung.
NDCF-Anlagen kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein flüssiges Medium mit einem hohen Feststoffgehalt zu klären ist. Das ist bei der Mostklärung vor der Gärung der Fall. Die Klärung mit keramischen Membranen befreit den Most von Bestandteilen, die eine Trübung verursachen bzw. von Mikroorganismen und anderen Ablagerungen, die sich beispielsweise auf der Haut der Trauben befinden. Auf diese Weise werden eine unkontrollierte Gärung und das Auftreten von unerwünschten Gerüchen und Aromen vermieden.
Darüber hinaus lassen sich die Filtersysteme zur Aufbereitung für folgende Sedimente/Rückstände einsetzen:
- Zentrifugenausträge aus der Mostklärung
- Sedimente nach der Gärung, Hefe aus erster und zweiter Selbstklärung (Feinhefe)
- Schönungsbehandlungssedimente
- Rückstände aus der Cross-Flow-Mikro-Filtration (Retentate)
- Sedimente aus der Weinsteinbehandlung
- Sedimente aus Entsäuerungsschritten
Insgesamt sind 10 % der gewonnenen Weine im Sediment enthalten und bedürfen einer weiteren Behandlung. Die traditionell für diese Zwecke genutzten Systeme sind Drehfilter und Filterpressen. Die dynamische Cross-Flow-Filtration mit rotierenden Keramikmembranen zeigt jedoch wesentliche Vorteile, auch mit dem Ziel die Sauerstoffaufnahme zu reduzieren und damit die Qualität der filtrierten Produkte zu verbessern. So muss beispielsweise der Wein nicht mehr in minderwertigen Qualitäten verschnitten werden, sondern kann den werthaltigen Originalchargen zugeführt werden.




