Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Überall einsetzbar
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Überall einsetzbar

    Die hybriden Trockenkühler von Jäggi/Güntner stellen eine interessante Alternative zu anderen, geschlossenen Rückkühlsystemen dar, bei denen der
    Veröffentlicht
    15. Juni 2003
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Dipl.-Ing. (FH) Gert Dierks

    Prinzipiell sind hybride Trockenkühler wie herkömmliche Trockenrückkühler aufgebaut. Durch zusätzliche Spezialkomponenten entstehen dann die hybriden Anlagen. Bei den Hybridkühlern sind zwei gerippte Wärmetauscherelemente (Lamellenwärmeaustauscher) V-förmig in einem tragenden Stahlgestell angeordnet. In Abhängigkeit von der Anlagengröße und Baureihe sind oberhalb dieser V-förmigen Konstruktion ein bis vier Axialventilatoren (saugend) montiert. Am Boden des Trockenkühlers ist eine Wasserwanne angebracht. In dieser ist eine Pumpe für die äußere Benetzung der Wärmetauscherelemente untergebracht. Über den Wärmetauscherelementen befinden sich Wasserüberlaufkanäle, die mit Hilfe der Pumpe über ein Kunststoffrohrsystem mit Benetzungswasser gespeist werden. Werkstoffe und Korrosionsschutz sind auf eine lange Lebensdauer ausgerichtet.

    Der Wärmeträger bzw. das zu kühlende Medium fließt durch die gerippten Rohre der Wärmetauscherelemente. Die Ventilatoren saugen die Kühlluft von der Außenseite durch die Wärmetauscher. Bei tiefen Umgebungstemperaturen beispielsweise bis 15 °C erfolgt die Abführung der Wärme ausschließlich konvektiv. Steigt die Lufttemperatur über die genannte Temperatur, wird die gerippte Oberfläche der Kühlelemente mit Wasser benetzt und die Wärme wird sowohl konvektiv als auch durch Verdunstung abgeführt. Mit steigender Lufttemperatur nimmt der Benetzungsgrad in der Anlage stetig zu. Ist der höchstmögliche Benetzungsgrad erreicht, arbeitet die Anlage ausschließlich als Verdunstungskühler. Die Benetzung der Wärmetauscher-elemente erfolgt mit Wasserüberschuss, wobei die Wanne unterhalb der Kühlelemente die überschüssige Wassermenge geräuscharm auffängt. Der Wasserüberschuss dient einerseits zur Sicherstellung einer vollkommenen Benetzung und andererseits zur Ausspülung möglicher Verschmutzungen aus der Luft. Das in der Wanne aufgefangene Wasser wird im Kreislauf geführt. Erst wenn ein bestimmter Verschmutzungs-und Aufsalzungs-grad erreicht ist – er wird über Leitfähigkeitsmessungen erfasst –, verlässt das Wasser automatisch die Anlage.

    Die freie Bewitterung sowie der Kontakt mit Luftsauerstoff und Wasser macht den Einsatz von korrosionsfesten, nichtrostenden Werkstoffen notwendig. Die berippten Wärmetauscherelemente sind am stärksten korrosionsgefährdet. Deshalb stattet man sie standardmäßig mit einer Einbrennlackierung (elektrophoretisch) aus. Diese dünne, absolut porenfreie Lackschicht behindert den Wärmeaustausch nur geringfügig, schützt aber die Lamellen und Rohre zuverlässig vor Korrosion. Fester Bestandteil der hybriden Trockenkühler ist eine Steuerung. Sie reguliert die Anlagenleistung und überwacht gleichzeitig die für die Benetzung notwendige Wassermenge. Die Regulierung der Kühlerleistung erfolgt normalerweise über die Drehzahl der Ventilatoren. Letztere wird über Frequenzumrichter an den Motoren eingestellt. Außerdem lässt sich die Kühlerleistung mit Hilfe von zu- oder abschaltbaren Benetzungspumpen steuern. Die Steuerung und Überwachung des Benetzungswasserhaushaltes basiert auf der Messung der Leitfähigkeit und des Füllstandes. In die Steuerung mit einbezogen sind die Wasserbehandlung, das Ausschleusen des verschmutzen Wassers, die Frischwasserzufuhr, der Trockenlaufschutz und gegebenenfalls eine Beckenheizung. Generell gilt: Die Anlagensteuerung ist auf Betriebssicherheit und sparsamen Wasser- und Stromverbrauch ausgerichtet.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Die Kombination aus konvektiver Kühlung und Verdunstungskühlung erfordert zwar weniger Zusatzwasser, allerdings muss der Anlagenbetreiber höhere Ansprüche an die Wasserqualität stellen. Die Kontrolle des Benetzungskreislaufs, in dem sich etwa 0,3 bis 0,9 m³ Wasser befinden, ist problemlos und einfach möglich.

    Hybride Trockenkühler werden in der Prozessindustrie besonders im Bereich der Kältetechnik eingesetzt. Bei der kostenseitigen Betrachtung dieser Anlagen sollte man neben den durch den Rückkühler verursachten Wasser- und Stromkosten auch die Investitionskosten für Kältemaschinen und andere Komponenten einbeziehen. Mit der hybriden Trockenkühlung kann sehr wirtschaftlich eine Kaltwassertemperatur von 4 bis 5 °C oberhalb der Feuchtkugeltemperatur erreicht werden. Deshalb fallen im Vergleich zu herkömmlichen Trockenkühlern – hier liegen die Kaltwassertemperaturen üblicherweise zwischen 38 und 40 °C – die Investitions- und Stromkosten für die Kältemaschine deutlich geringer aus.

    Halle 4.0, Stand N15-N16

    http://www.jaeggi-hybrid.ch/unternehmen/guentner-group/

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.