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    Unkomplizierte Performance
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    Technik

    Unkomplizierte Performance

    Transparente Objekte ohne Reflektor sicher detektieren – diese anspruchsvolle Aufgabe meistert der Lichttaster Transpatect von Sick. Die ihm zugrunde
    Veröffentlicht
    05. März 2014
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Verfügbarkeit trotz Verschmutzung, keine Dejustage durch Vibrationen, eine stabile Schaltschwelle ohne Drift im Zeitverlauf – der Transpatect überzeugt in Verpackungsanlagen durch seine unkomplizierte Performance. Den Maschinenbauern beschert der Sensor und der jetzt mögliche Verzicht auf einen Reflektor mehr Freiheit im Maschinendesign sowie Zeit- und Kostenersparnis bei der Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung. Die Endkunden profitieren von höchster Betriebs- und Prozesssicherheit sowie Verfügbarkeit – auch im Fall einer plötzlichen Verschmutzung im Einsatzumfeld.

    Der Transpatect ist vom Sensortyp her eine Multitask-Lichtschranke mit Pin-Point-LED als Lichtquelle und einem Schaltabstand von 0 bis 400 mm bei transparenten und bis 550 mm bei nicht transparenten Objekten. Auch Oberflächen mit optisch verzerrenden oder ablenkenden Eigenschaften können sicher detektiert werden. Untergebracht sind Optik, Elektronik und Auswertung im industriebewährten Gehäuse der Produktfamilie W12-3 von Sick. Damit bietet der Transpatect u. a. auch eine aus allen Richtungen gut sichtbare 360°-Status-LED sowie einen um 270° drehbaren Anschlussstecker.

    Um bei der Detektion transparenter Objekte, z. B. transparenter Trays, Glas- oder PET-Flaschen, auf einen Reflektor als Referenzfläche verzichten zu können, haben die Entwickler verschiedene neue ASIC- und Auswertetechnologien in den Sensor integriert. Ein matter und stabiler Maschinenhintergrund, beispielsweise in Form einer glasperlengestrahlten Edelstahlwandung oder -verkleidung, reicht hierfür völlig aus. Daraus ergeben sich – neben der erhöhten konstruktiven Freiheit im Maschinendesign – eine Reihe von Vorteilen. So muss kein Reflektor angeschafft, montiert, gewartet oder ersetzt werden. Die Referenzfläche, auf die die Empfindlichkeit intuitiv per Drücken der Teach-In-Taste eingelernt wird, ist in der Regel deutlich größer als ein Reflektor, was weniger Genauigkeitsanforderungen an die Ausrichtung des Sensors stellt und so Zeit spart. Zudem bleibt bei Vibrationen oder mechanischen Schockeinwirkungen die Ausrichtung auf den Hintergrund erhalten. All dies sind Argumente, mit denen Maschinenbauer bei ihren Endkunden punkten und so hinsichtlich der innovativen Detektionslösung eine Differenzierung zum Wettbewerb erreichen können.

    Während undurchsichtige Gegenstände den Lichtweg einer Lichtschranke zu 100 % unterbrechen, dämpfen saubere PET-Flaschen den Signalpegel, der durch sie hindurch zurückkommt, um gerade einmal 10 %. Bei Glasflaschen sind es 18 % und selbst Grün- und Braunglas schwächt das reflektierte Licht nur zu 40 % ab. Bezogen auf Lichttaster bedeutet das: Je transparenter Objekte sind, desto geringer sind ihre Remissionen, die empfangen, ausgewertet und zur Signalausgabe genutzt werden können.

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    Dass solche Clear-Material-Sensoren auch bei einsetzender Verschmutzung nicht in der Detektionsleistung entscheidend beeinträchtigt werden, ist auf die Auto-Adapt-Technologie von Sick zurückzuführen, die in den Transpatect integriert ist. Durch sie passt sich der Sensor bei einer Verschmutzung der Optik durch Staub, Produktreste etc. zeitgesteuert den neuen Detektionsverhältnissen an und stellt so ein zuverlässiges Schaltverhalten sicher. Hierzu wird die Schaltschwelle wenige Millisekunden nach einer vom Sensor erkannten Dämpfung des Signalpegels automatisch nachgeführt. Der laufende Maschinenbetrieb wird dabei nicht unterbrochen und ist auch nicht davon abhängig, ob gerade ein Produkt detektiert wird oder nicht. Dieses Verfahren, das schon bei einem Abfall des Signalpegels von 1 % aktiviert wird, eignet sich daher besonders bei Anwendungen mit hoher Durchsatzleistung, bei denen die Nachregelung auch parallel zum aktuellen Betrieb möglich sein muss, oder die Nachregelung unabhängig von der Produktanwesenheit erfolgen soll.

    Wird der Lichttaster gereinigt, stellt er den ursprünglichen Schwellenwert automatisch wieder ein. Auch bei einer plötzlichen Verschmutzung des Referenzhintergrunds gewährleistet der Transpatect höchste Detektions- und Betriebssicherheit – und damit Verfügbarkeit im laufenden Anlagenbetrieb.

    Der Transpatect bietet ein Höchstmaß an Unempfindlichkeit gegen äußere Einwirkungen. Mit seinem robusten Zink-Druckguss-Gehäuse in Schutzart IP 66 und IP 67 passt der Lichttaster perfekt in das anspruchsvolle Einsatzumfeld der Verpackung von Lebensmitteln und Getränken. Die hohe Materialbeständigkeit gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, wie sie zur Anlagenreinigung eingesetzt werden, wird von Ecolab bestätigt.

    Für darüber hinausgehende Extremfälle empfiehlt sich die Sensorversion mit Teflonbeschichtung. Zusätzliche Vorteile dieser Beschichtung sind sehr gute Oberflächeneigenschaften sowie ein hygienegerechtes Antihaftverhalten.

    Die Zielapplikationen des Transpatect liegen überwiegend in der verpackenden Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie, beispielsweise in Primärverpackungsanlagen. Typische Applikationen sind hier die Überwachung transparenter Trays im Einlauftunnel von Traysealern oder die Detektion von transparenten Lebensmittelverpackungen wie Verpackungsschalen für Fleisch, Käse oder Obst auf Förderbändern. In der Getränkeindustrie wird der Transpatect u. a. zur Flaschenstromkontrolle im Einlauf vor Füllern eingesetzt. Hier erkennt der Sensor falsch positionierte Klarsichtflaschen aus Glas oder PET und stellt so sicher, dass nur korrekt ausgerichtete Flaschen dem Füller zugeführt werden.

    Aber auch in anderen Bereichen müssen transparente Objekte sicher erkannt werden: durchsichtige Verpackungsmaterialien aus Hart- und Weichkunststoff, PET-Preforms im Ein- oder Auslauf von Kunststoffspritzguss- und Streckblasmaschinen, Medikamentenflaschen, Tuben und andere pharmazeutische Verpackungen. In vielen Prozessen müssen Automatisierer für eine zuverlässige Detektion transparenter Gebinde sorgen und sich dabei auf Sensoren wie den Transpatect verlassen können.

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