Nordlaks Produkter AS ist eine voll integrierte Produktionsstätte der 1989 gegründeten Nordlaks-Gruppe. Nordlaks produziert mit insgesamt 430 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten in Norwegen Lachse und Regenbogenforellen von der Eizelle bis zum fertigen Produkt. Damit hat Nordlaks die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette und kann mit höchster Qualität nachvollziehbar produzieren. Insgesamt verfügt Nordlaks über 28 Standorte in Norwegen, dazu kommen drei eigene Aufzuchtstationen für Smolts.
Am Hauptsitz von Nordlaks in Stokmarknes beschäftigt sich die Tochterfirma Nordlaks Oppdrett AS mit der Aufzucht der Lachse in Offshore-Anlagen und beliefert den Verarbeitungsbetrieb Nordlaks Produkter AS am gleichen Standort mit Lebendfisch. Hier werden täglich 200 bis 250 t Lachse von 250 Mitarbeitern verarbeitet. Ein Großteil der Lachse wird nur ausgenommen und geht als Komplettfisch gefroren oder als Frischfisch in den Handel. Der andere Teil der Produktionsmenge wird zu Lachsfilet und -portionen verarbeitet und verpackt. Momentan verlassen täglich 20 t Lachsfilets das Werk. In diesem Jahr soll die Kapazität des Werkes auf insgesamt 300 bis 350 t frisch geschlachteten Lachsen pro Tag ausgebaut werden. Die Hauptabsatzmärkte für die Lachsprodukte sind Russland, Spanien, Italien, Finnland, Asien und die USA.
Die bei Nordlaks Produkter AS verarbeiteten Lachse werden in Offshore-Anlagen vor der norwegischen Küste aufgezogen. Nach dem Erreichen des Schlachtgewichtes werden die Lachse mit dem eigenen Transportschiff von den Offshore-Aufzuchtanlagen mehrmals wöchentlich direkt angeliefert und in Netzgehegen im Meer, unmittelbar vor dem Verarbeitungsbetrieb, maximal ein paar Tage gehalten. Aus diesen Netzgehegen werden die Fische lebend durch eine Rohrleitung in den Verarbeitungsbetrieb befördert, wo sie nach dem Töten ausbluten und maschinell an mehreren Linien ausgenommen werden. Dabei werden die Schlachtabfälle mit Vakuum abgesaugt und einem Zyklonabscheider zugeführt, von dem die Abfälle zur Fischölherstellung gesaugt werden. Nach dem Ausnehmen der Fische verzweigen sich die Produktionslinien. Die einen transportieren die kompletten Fische zur Verpackung, beziehungsweise zur Frostung, die anderen Linien führen in den Filetierbetrieb. Hier werden Schwänze und Köpfe abgetrennt, die Fische in zwei Hälften geteilt, entgrätet, getrimmt und enthäutet. Diese Vorgänge erfolgen vollautomatisch. Danach werden die Fischfilets manuell kontrolliert und nachgetrimmt. Hier teilen sich die Produktionslinien erneut: Ein Teil der Lachsfilets wird als fertiges Produkt der Verpackung zugeführt, der andere Teil wird in Portionsstücke geschnitten und anschließend verpackt. Die Verpackung der Portionsstücke erfolgt über zwei Vakuumverpackungslinien.
Innereien, die beim automatischen Ausnehmen der Fische anfallen, werden über Vakuumdüsen direkt abgesaugt und über ein Rohrleitungssystem einem Zyklonabscheider zugeführt. Auch die Fischköpfe, -schwänze und Trimmabfälle werden abgesaugt und der Fischölproduktion über eine pneumatische Saugförderung zugeführt. Die komplette Anlage zum Absaugen und Abtransportieren der Fischreste wird zentral mit Vakuum versorgt. Die zentrale Vakuumversorgung ist in einem separaten Technikraum aufgestellt und mit einem Rohrleitungsnetz mit den Verarbeitungsmaschinen und Arbeitsplätzen verbunden, an denen die abzusaugenden Fischreste anfallen. Dieses System, bestehend aus der eigentlichen Vakuumzentralanlage, dem Rohrleitungsnetz und der Steuerung, wurde von Busch konzipiert und gebaut. Es sorgt für eine saubere und effektive Entfernung der Fischreste, weil diese durch ein geschlossenes System transportiert werden. Somit wird die Hygiene bei der Verarbeitung massiv erhöht. Die komplette Anlage ist täglich CIP-tauglich und wird auch täglich gereinigt.




