Die Herstellung von Fruchtsäften und Konfitüren ist heute weitestgehend automatisiert. Allerdings gibt es Automatisierungslücken in der Prozesskette, die sich an die Rohfrucht-Verarbeitung anschließt. Dazu zählt beispielsweise die Verpackung der fertigen Marmeladen oder Säfte. Letztere gelangen zwar im Durchlaufverfahren in die entsprechenden Gläser oder Flaschen, doch die Gefäße selbst werden häufig noch manuell bereitgestellt. Aufgrund der unterschiedlich geformten Gläser bzw. Flaschen schrecken viele Unternehmen vor einer Automatisierung dieses Arbeitsschrittes mit Hilfe von Handhabungssystemen zurück. Anders das österreichische Unternehmen Darbo. Dieser bekannte Hersteller von Fruchtsäften und Konfitüren entschied sich für Teilautomatisierung der Gefäßbereitstellung mit Hilfe von Vakuum-Schlauchhebern und Wechselgreifern von Schmalz.
Verwendet werden Konfitüregläser in unterschiedlichen Größen und Formen. Ihre Anlieferung erfolgt in Trays oder Kartonpaletten. Bisher wurden die Gläser manuell entnommen und auf die Stauförderstrecken der Abfüllmaschinen gesetzt. Diese stupide und eintönige Arbeit erledigten pro Abfüllmaschine drei Menschen. Die relativ hohe Zahl an Arbeitskräften ergab sich aus der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Abfüllmaschinen.
Die in Zusammenarbeit mit Schmalz erarbeitete Lösung basiert auf den Vakuum-Schlauchhebern der Baureihe Jumbo, dem modularen Aluprofil-Baukastensystem für Vakuum-Greifersysteme, den leistungsfähigen Gebläsen und Druckluft-Ejektoren zur Vakuumerzeugung und verschiedenem vakuum- und steuerungstechnischen Zubehör. Die auf der Basis der genannten Komponenten realisierte Lösung erhöht die Produktivität der Abfüllanlagen und zeichnet sich zudem durch eine hohe Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Insgesamt schaffte Darbo vier Vakuum-Schlauchheber der Baureihe Jumbo für den flexiblen Einsatz im Umfeld der Konfitüre-Abfüllmaschinen an. Werksseitig waren diese bereits mit Greifer-Schnellwechseladaptern ausgerüstet. Lediglich die Greifersysteme wurden speziell angefertigt und angepasst, wobei verschiedene Greifer auch bei nur halber Belegung voll funktionsfähig sind oder zumindest auch unvollständige Lagen greifen können. Ändern sich im Falle eines Produktwechsels die zu befüllenden Gebinde, muss lediglich über den Schnellwechseladapter der Greifer ausgetauscht werden. Die Vakuum-Schlauchheber sind nahe den Abfüllmaschinen an Säulenschwenkkranen installiert. Die Hubvorgänge werden über ein leistungsfähiges Gebläse realisiert, während für die Greif- und Haltefunktionen jeweils ein eigener Druckluft-Ejektor vorhanden ist, der als Vakuum-Erzeuger direkt im Greifer sitzt. Vorteil dieser Anordnung ist, dass das Vakuum sehr schnell zur Verfügung steht. Um ein Behälter-Handling ohne Einschränkungen hinsichtlich der Beweglichkeit zu ermöglichen, sind der Versorgungsschlauch und die Greifeinheit eines jeden Vakuum-Schlauchhebers so installiert, dass endloses Drehen und uneingeschränktes Hantieren möglich ist.




