Jermi hat eine neue TLM-Verpackungsanlage. Sie verpackt Kunststoffblister mit Schnittkäse in Displaykartons. Dabei hatten sich die Schubert-Experten einer besonderen Herausforderung zu stellen: Durch die unterschiedliche Anzahl von Löchern im Schnittkäse variiert die Blisterhöhe und damit auch die Anzahl der Blister, die in einem Displaykarton untergebracht werden können.
Was bei der Jermi Käsewerk GmbH vor 120 Jahren mit der Herstellung von Käse und Butter für die einheimische Bevölkerung begann, hat sich über vier Generationen zu einem international agierenden Unternehmen mit 370 Mitarbeitern entwickelt. Nach wie vor ansässig in Laupheim-Baustetten bei Ulm, produziert Jermi eigene Schmelz- und Frischkäsespezialitäten und beliefert Verkauf, Gastronomie sowie die Lebensmittelhersteller der Branche.
Kunststoffblister mit Schnittkäse
Ein wichtiger Teil der Produktion ist die Verpackung von Kunststoffblistern mit Schnittkäse in Kartons, die Jermi anschließend an Supermärkte liefert. Bekannte Sorten wie Gouda, Tilsiter, Butterkäse oder Edamer, die bereits in Blistern mit 250 oder 400 g Inhalt bereitstehen, werden in Displaykartons mit Krempellaschen an der Vorderseite verpackt. Discounter nutzen diese zweckmäßigen Packungsgrößen besonders häufig, denn die handlichen Kartons lassen sich schnell in den Lebensmittelregalen platzieren, sodass die Kunden die Frischeboxen einfach entnehmen können.
Um die große Nachfrage besser zu bedienen, plante Jermi, die Produktion auf die doppelte Leistung zu erhöhen. Dazu sollte in eine Verpackungsanlage investiert werden, die die Kunststoffblister vollautomatisch und effizient in die Sekundärverpackung einpackt.
Variierende Produkthöhen
Schnittkäsesorten mit vielen Löchern weisen eine besondere Eigenheit auf: Um in jeder Verpackung das identische Warengewicht zu erreichen, muss die Zahl der Käsescheiben pro Frischebox angepasst werden. Sehr löchrige Scheiben benötigen also für das gleiche Gewicht mehr Volumen. Aus diesem Grund variieren die tiefgezogenen Kunststoffverpackungen in ihrer Höhe. Außerdem wölben sich Blister, die sehr löchrige Käsescheiben enthalten, weil mehr Schutzgas in die Verpackung gelangt und sich dort besser ausdehnen kann. Das hatte bei Jermi zur Folge, dass bei der vorhandenen Anlage mal mehr und mal weniger Käseverpackungen in den Displaykarton passten.
Die Vorgaben an die neue Anlage waren klar definiert: Es sollte immer die gleiche Zahl an Blistern in einem Karton verpackt werden. Parallel dazu sollte sich die Verpackungsleistung deutlich steigern und der gesamte Prozess vollautomatisiert laufen. Aufgrund der technologischen Herausforderungen entschied sich die Geschäftsführung von Jermi zum ersten Mal für die Zusammenarbeit mit Schubert.




