Chocolat Frey produziert in der Schweiz ausschließlich für die Muttergesellschaft Migros Schokoladen, Pralinen, Hohlfiguren, Saisonartikel und Kaugummi. Das Unternehmen stellt mehr als 800 unterschiedliche Produkte her, davon jährlich 150 neue Artikel. 1998 hielt Chocolat Frey in der Schweiz einen Marktanteil von 33%. Mit 773 Beschäftigten wurde ein Umsatz von 285 Mio. CHF erzielt. Wichtigste Auslandsmärkte sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien, seit kurzem wird auch nach Übersee exportiert.
Mit der Neueinführung der Blox-Riegel wurde deutlich, daß die vorhandenen Verpackungskapazitäten nicht mehr ausreichen. Besonders die vier Jahre alte Schlauchpackmaschine erzielte einen ungenügenden Wirkungsgrad. Zudem mußten die Multipackungen noch offline hergestellt, d.h. die Einzelpackungen manuell zugeführt werden. Vor diesem Hintergrund entschloß sich Chocolat Frey, seine Verpackungslinie neu zu planen und zu automatisieren. Mit der Anschaffung der neuen Verpackungslinie verfolgte der Süßwarenhersteller zwei Ziele: die Steigerung der Verpackungskapazität und vor allem auch eine Erhöhung der Flexibilität, speziell in den Bereichen Multipackung und Kartonierung.
Die neue Verpackungsanlage wurde vor rund einem Jahr installiert und verpackt nun die gesamte Riegelpalette. Via Metalldetektor und Stückkontrolle gelangen die Riegel zur Erstverpackungsmaschine HSM. Sie verpackt kleine Riegel mit einer Leistung von 800 Stück pro Minute. Bei Riegeln in Standardgröße liegt die Leistung der HSM-Verpackungsmaschine bei 400 Stück pro Minute.
In Abhängigkeit von den Anforderungen des Marktes können die verpackten Einzelriegel anschließend auf einer HBM-Schlauchpackmaschine in einlagige Multipackungen verpackt werden. Diese können drei, sechs oder zehn Einzelriegel enthalten. Multipackungen mit 12 Riegeln sind ebenfalls möglich. Sowohl die Multipacks als auch die Einzelriegel können direkt der Kartonierung zugeführt werden, wo sie ein Toploader der LTB-Baureihe, abgezählt, in vorgefertigte Kartons legt.
Das Verpackungssystem ist äußerst flexibel in bezug auf die Umrüstbarkeit, den Ausstoß und die Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Kundenbedürfnisse. So liegt die Verpackungskapazität mehr als 50% über der Produktionskapazität. Auf diese Weise kann im Falle eines Verpackungswechsels der der HSM-Verpackungsmaschine vorgeschaltete Speicher schnell geleert werden. Dieser hat eine Speicherkapazität von rund 20 Minuten. Ist der Speicher leer, wird der Verpackungsteil abgeschaltet. Anschließend erfolgt die Umstellung des KA-Kartonaufrichters sowie des Kartonfüllers und -verschließers der TB-Baureihe. Die Umrüstung der Maschinen dauert in der Regel zehn Minuten. Während dieser Zeit läuft die Riegelproduktion weiter und füllt den bereits erwähnten Speicher.




