Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Versorgungskonzepte für technische Gase
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Versorgungskonzepte für technische Gase

    Flasche, Tank, Kryotainer, Onsite-Anlage – die Westfalen AG bietet verschiedene Versorgungskonzepte für technische Gase an. Über die Erzeugung der Gase
    Veröffentlicht
    21. November 2012
    Lesezeit
    6 Minuten
    Rubrik
    Technik

    cav: Herr Erwert, Sauerstoff, Stickstoff und Argon bilden das Fundament für das gesamte Produktprogramm des Geschäftsbereiches Technische Gase. Wie viele Luftzerlegungsan- lagen betreibt die Westfalen AG, um diese technischen Gase zu gewinnen?

    Erwert: Drei Anlagen. Eine steht in Hörstel bei Osnabrück, die zweite in Laichingen bei Ulm und die dritte im französischen Le Creusot. Das ist unser modernster Luftzerleger. Er hat im September 2010 seinen Betrieb aufgenommen. Neben den drei Luftzerlegungsanlagen betreiben wir noch eine Anlage zur Wasserstoffproduktion in Salzbergen und im Werk Münster-Gremmendorf eine Produktionsanlage für Azetylen. Alle anderen Gase, beispielsweise Helium, kaufen wir auf dem Weltmarkt von verschiedenen Lieferanten zu. Außerdem haben wir auch standardisierte und kundenspezifische Gasgemische im Programm, die wir selbst herstellen.

    cav: Die Westfalen AG hat namhafte Wettbewerber, beispielsweise Linde oder Air Liquide. Wie unterscheiden Sie sich von diesen Marktbegleitern?

    Erwert: Durch das Tankstellengeschäft sind wir es gewohnt, uns auf Märkten zu bewegen, die von großen Wettbewerbern dominiert werden. Im Gasegeschäft ist diese Situation noch viel ausgeprägter. Hier beherrschen die zwei größten Unternehmen etwa 70 % des deutschen Marktes. Sich hier zu positionieren, ist für uns als Familien-AG natürlich recht schwierig. Unsere Stärke ist die Flexibilität. Als noch recht überschaubares Unternehmen sind wir in der Lage, sehr schnell auf neue Gegebenheiten oder Anforderungen des Marktes zu reagieren. Hinzu kommt die Nähe zu den Kunden. Wir kennen uns. Und dadurch ist im Vergleich zu unseren multinational agierenden Wettbewerbern eine individuellere Betreuung möglich.

    cav: Neben der Metallbe- und -verarbeitung ist die chemische Industrie einer ihrer wichtigsten Kunden. In dieser Branche kommt man allerdings mit einer einfachen Gasflasche nicht sehr weit. Welche Versorgungskonzepte bieten Sie diesem Großverbraucher an?

    Erwert: In einigen Fällen kann natürlich auch die Gasflasche eine Lösung sein. Ich nenne hier als Beispiel analytische Anwendungen im Labor. Für größere Abnahmemengen bieten wir die Bündelversorgung. Hierbei handelt es sich um Einheiten, die aus mehreren Gasflaschen bestehen. Dann gibt es die Versorgung über stationäre Tankanlagen und die Gaserzeugung vor Ort mit sogenannten Onsite-Anlagen.

    von Kleist: Daneben bieten wir auch Konzepte für eine mobile Gasversorgung. Das ist eine recht aufwendige Lösung, die nur für eine temporäre Gasversorgung u. a. bei der Wartung von Anlagen, dem Molchen und Spülen von Pipelines oder der Inertisierung von Behältern und Tanks sinnvoll ist.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    cav: Sie sprechen über den Einsatz von Trailern, Kryotainern sowie mobilen Vergasern und Verdampfern?

    Ackermann: Richtig. Trailer setzten wir für die Versorgung mit Wasserstoff und Helium ein. Die Bereitstellung von Argon, Sauerstoff und Stickstoff erfolgt in superisolierten Tanks, den Kryotainern. Daneben stellen wir auch Systeme zur Verfügung, bei denen Tank und verschiedene Verdampfer auf einem Wechselpritschensystem fest montiert sind. Diese mobilen Einheiten werden befüllt und betriebsbereit beim Anwender angeliefert. Sie müssen dann nur noch angeschlossen werden.

    cav: Sie erwähnten die Onsite-Anlagen zur Gaserzeugung vor Ort. Wann kommen solche Anlagen zum Einsatz?

    Erwert: Wir realisieren solche Anlagen einzeln oder kombiniert für die Luftgase Sauerstoff und Stickstoff sowie für Wasserstoff. Die Errichtung dieser kontinuierlich produzierenden Anlagen stellt immer dann eine wirtschaftliche Lösung dar, wenn der Anwender einen relativ gleichmäßigen Gasbedarf abdecken muss.

    cav: Gibt es einen Richtwert, ab wann die Installation einer solchen Anlage sinnvoll ist?

    von Kleist: Onsite-Anlagen gibt es in unterschiedlichen Größen. Für ihren wirtschaftlichen Betrieb ist aber nicht die Gasmenge, die bereitgestellt werden muss, ausschlaggebend, sondern die kontinuierliche Gasabnahme. In bestimmten Fällen kann sich also auch eine kleine Onsite-Anlage durchaus rechnen.

    cav: Welche Verfahren zur Gaserzeugung kommen in den Onsite-Anlagen zur Anwendung?

    Dr. Miethe: Das hängt von dem zu erzeugenden Gas ab. Sauerstoff erzeugen wir kryogen oder mit dem VSA-Verfahren. Die Abkürzung VSA steht für Vacuum Swing Adsorption. Bei der Produktion von Stickstoff arbeiten wir mit Membranen, dem PSA- oder LIN-Assist-Verfahren. Beim PSA-Verfahren handelt es sich um eine Druck-Wechsel-Adsorption. In LIN- Assist-Anlagen kommt es zu einer tiefkalten Luftzerlegung.

    cav: Warum nutzen Sie zur Stickstoffgewinnung drei verschiedene Verfahren?

    Dr. Miethe: Um für unterschiedliche Bedarfsmengen und geforderte Gasreinheiten die jeweils beste Lösung anbieten zu können.

    cav: Wie wird Wasserstoff in den Onsite- Anlagen erzeugt?

    Dr. Miethe: Dafür nutzen wir ganz konventionell das Steam Reforming.

    cav: Sie bieten die Onsite-Anlagen als Komplettpaket an. Was beinhaltet dieses Paket?

    Ackermann: Der Anwender muss sich eigentlich um nichts kümmern. Am Anfang stehen die Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie die Anlagenplanung und -auslegung. Im Auftrag des Kunden übernehmen wir auch das gesamte Genehmigungsverfahren. Dann schließt sich die Errichtung des Gaserzeugers an, die von uns beauftragte Unternehmen unter Leitung unserer Spezialisten durchführen. Nach der Inbetriebnahme, liegt die Überwachung und Wartung der laufenden Anlage wieder in unseren Händen.

    cav: Die Onsite-Anlagen werden über Contracting-Verträge realisiert und betrieben. Welche Vertragsmodelle bieten Sie Ihren Kunden an?

    Erwert: Da gibt es drei Modelle. Das einfachste und am häufigsten vorkommende ist eine pauschale Mietvereinbarung, die sämtliche Kosten abdeckt. Die Zahlung erfolgt monatlich und ist verbrauchsunabhängig. Das zweite Vertragsmodell beinhaltet eine Mengenvereinbarung. Der Kunde mietet die Anlage und zahlt für den Gasverbrauch je Kubikmeter, wobei im Vorfeld eine Mindestabnahmemenge und eine mengenabhängige Preisstaffel definiert wurde. Und drittens gibt es jointventure-ähnliche Contracting-Verträge.

    cav: Was ist die Besonderheit an diesem dritten Vertragsmodell?

    Dr. Miethe: Für diese Verträge sollten zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Die Anlage steht an einem Standort, der für uns unter Vertriebsgesichtspunkten interessant ist und es besteht eine langfristige Interessenübereinstimmung zwischen uns und dem Vertragspartner. Denn wir errichten auf dem Gelände des Kunden eine Anlage, die mehr Gas erzeugt als er selbst benötigt. Die verbleibende Gasmenge vermarktet die Westfalen AG. Das heißt, der Kunde bezahlt für das oben erwähnte Komplettpaket und die von ihm abgenommene Gasmenge.

    prozesstechnik-online.de/cav1112400

    …Unsere Stärke ist die Flexibilität. Als noch recht überschaubares Unternehmen sind wir in der Lage, sehr schnell auf neue Gegebenheiten oder Anforderungen zu reagieren.

    Weißes Ross auf rotem Grund

    Ein weißes, springendes Ross auf rotem Grund – so sieht das Firmenemblem der Westfalen AG aus.

    Auf die Frage, wie das Pferd ins Firmenlogo kam, antwortet Erwert: „Wilhelm Albert hat das Unternehmen 1923 in Münster gegründet. Damals war Münster Hauptstadt der Provinz Westfalen. Das Wappentier der Region ist noch heute ein steigendes Ross mit lockiger Mähne und hochgeschlagenem Schweif auf rotem Grund. Ich nehme an, dass der Unternehmensgründer dieses Wappen im Kopf hatte, als er sich sein Firmenemblem überlegt hat. Das weiße Ross stand wohl für eine feste Verwurzelung in der Region und den Anspruch als Unternehmen aus Münster für ganz Westfalen tätig zu sein.“

    Heute ist die Westfalen AG ein international tätiges Unternehmen, das in die Geschäftsbereiche Technische Gase, Westfalengas und Tankstellen gegliedert ist. Im In- und Ausland sind 1291 Mitarbeiter für die Familien-AG tätig. Ihr Hauptsitz ist Münster, Auslandsgesellschaften unterhält sie in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich und Tschechien. Hinzu kommt eine Beteiligungsgesellschaft in Polen.

    Im Jahr 2011 erwirtschafteten die AG und die Auslandsgesellschaften einen Umsatz von knapp 1,836 Mrd. Euro. Davon entfallen 619,4 Mio. Euro auf die Geschäftsbereiche Westfalengas und Technische Gase. Tendenz steigend.

    Das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Technische Gase ist in vier Produktgruppen unterteilt: Industriegase, Schweiß- und Schweißschutzgase, Kältemittel für Kühl- und Klimatechnik sowie die Spezialgase. Zu letzteren zählen Gase und Gasgemische für analytische Anwendungen, für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie für die Medizin.

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.