Gerald Scheffels
Die Maschinen der Remscheider Magurit Gefrierschneider GmbH zerkleinern gefrorene Fleischwaren ebenso wie angefrorene Frischeprodukte. Sie unterscheiden sich durch ihre Leistung und die Schneidwerkzeuge. Gefrierschneider, die nach dem Guillotinenverfahren arbeiten, zerkleinern dabei selbst härteste Materialien. Der Messerkopf wird hier hydraulisch angetrieben. Beim Rotationsverfahren kommen elektromotorisch angetriebene Schneidwalzen zum Einsatz. Frischeprodukte werden schonend mit Sichel- und Rundmessern geschnitten. Neben den Serienmaschinen, die auftragsbezogen produziert werden (Bild 1), entwickelt und fertigt Magurit auch komplette Verarbeitungslinien, die durch die Verkettung mehrerer Einzelmaschinen oder aber durch die Kombination von Funktionen in einer Maschine entstehen. Das Know-how in der Schneidtechnik hat dazu geführt, dass man zunehmend auch Maschinen für andere Einsatzzwecke fertigt. Dazu gehört die Zerkleinerung von kristallinen Bonbonmassen oder von gefrorenem Fruchtsaftkonzentrat.
Da die Maschinen mit großen Kräften und extrem scharfen Schneidwerkzeugen arbeiten ergibt sich ein erhebliches Gefahrenpotenzial, das entsprechend abgesichert werden muss. Daher haben sich die Magurit-Konstrukteure intensiv mit der Sicherheitstechnik und den einschlägigen Richtlinien und Normen befasst. Dipl.-Ing. Dino Vieth, verantwortlich für die Elektrotechnik-Entwicklung: „Die Sicherheit wird frühzeitig in der Konstruktion berücksichtigt und von vorneherein in die Maschine hineinkonstruiert – so fordert es auch die Maschinenrichtlinie.“ Die Absicherung der Maschinen im laufenden Betrieb wird über die in den Normen definierten Mindestabstände erreicht: Der Bediener kann die Schneidwerkzeuge nicht erreichen.
Da Hygiene in der Lebensmittelverarbeitung eine zentrale Rolle spielt, müssen die Maschinen sehr gute Reinigungsmöglichkeiten bieten und entsprechend zugänglich sein. Deshalb hat man für die Reinigung der wesentlichen produktberührenden Maschinenelemente Klappen und groß dimensionierte, schwenkbare Türen vorgesehen. Auch die Stellung dieser Reinigungsklappen muss aus Sicherheitsgründen überwacht werden – sobald der Bediener eine der Klappen öffnet, muss die Gefahr bringende Bewegung zum Stillstand kommen.
Schon aus hygienischen Gründen bieten sich für diese Aufgabe berührungslos wirkende Sicherheitssensoren an (Bild 2). Anders als konventionelle Sicherheitsschalter haben diese Sensoren, ebenso wie ihre Betätiger, eine vollkommen glatte Oberfläche. Noch besser sind die Hygienebedingungen, wenn diese Schalter verdeckt, d. h. hinter Abdeckungen, montiert werden. Das ist überall dort möglich, wo nichtmagnetische Materialien wie Kunststoff oder Edelstahl als Gehäusewerkstoff zum Einsatz kommen.




