Färbende Lebensmittel sind Zutaten, die mithilfe physikalischer Verfahren ausschließlich aus Gemüse, Früchten und essbaren Pflanzen hergestellt werden. Um den hohen Ansprüchen der Lebensmittelproduzenten gerecht zu werden, dürfen sie den chemisch hergestellten Alternativen in Sachen Vielfalt, Stabilität und Farbbrillanz in nichts nachstehen. Dies gewährleistet GNT durch eine lückenlose Kontrolle der Wertschöpfungskette. Durch sie kann nicht nur die ganzjährige Verfügbarkeit der Produkte, sondern auch vollständige Rückverfolgbarkeit und bestmögliche Preisstabilität sichergestellt werden.
Die Auswahl der Rohwaren ist bei der Produktion färbender Lebensmittel der Schlüssel zum Erfolg. Grundsätzlich gilt: Werden Obst- und Gemüsesorten angepflanzt, die von Haus aus sehr farbintensiv sind, erzielt man einen optimalen Farbertrag. Die Vertragslandwirte, mit denen GNT seit Jahren eng zusammenarbeitet, bauen daher nur die Sorten zur Herstellung färbender Lebensmittel an, die sich in den unternehmenseigenen Versuchsreihen bewährt haben. Das gilt sowohl für Rohwaren aus der Region wie Karotte, Kürbis und Rettich, die etwa 80 % der insgesamt verarbeiteten Früchte und Gemüse ausmachen, als auch für Waren aus anderen Teilen der Welt. Produziert wird ausschließlich in den beiden Werken in Heinsberg (Deutschland) und Mierlo (Niederlande).
Die Ernte erfolgt zum besten Reifezeitpunkt, wenn sich die Farbe optimal entwickelt hat. Der gesamte Prozess wird von Agraringenieuren vor Ort gesteuert und überwacht. Zudem werden regelmäßig umfangreiche Kontrollen durchgeführt, um die optimale Qualität der Rohwaren sicherzustellen.
Während der sogenannten Frischkampagne, die von August bis Januar dauert, herrscht auf den Feldern rund um Mierlo und Heinsberg, aber auch in den GNT-Werken Hochbetrieb. Denn die Ware muss innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte verarbeitet werden. Dabei greifen die Mitarbeiter des 1978 gegründeten Familienunternehmens auf haushaltsübliche Verfahren zurück. Beim Herstellen der Frucht- und Gemüsekonzentrate kommen ausschließlich physikalische Verfahren zum Einsatz. In zahlreichen Verarbeitungsstufen wird gehäckselt, gekocht, gepresst und gefiltert. Chemische Zusatzstoffe sucht man hier vergebens. So sind die Konzentrate in jeder Phase der Herstellung ohne jegliche Bedenken verzehrbar. 95 % der Reststoffe werden anschließend für Viehfutter oder in Biogasanlagen verwertet, um Abfall weitmöglich zu vermeiden und die eingesetzten Lebensmittel optimal zu nutzen.
Im letzten Produktionsschritt werden die Konzentrate zu Rezepturen gemischt, die auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kunden genau abgestimmt sind. Das Ergebnis der aufwendigen Prozedur kann sich im wahrsten Sinne sehen lassen: Über 400 Farben, also nahezu alle Nuancen des Regenbogens, umfasst die aktuelle Palette färbender Lebensmittel, die das Unternehmen unter dem Namen Exberry vertreibt. Zudem ist GNT der einzige Hersteller der Branche, der sich ausschließlich der Produktion färbender Lebensmittel widmet.




