Das erfolgreiche Familienunternehmen beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter. Der Inhaber Dr. Klaus Karg hat nicht nur das Filialnetz ausgebaut, sondern seit 1999 auch ein zweites Standbein geschaffen: die Herstellung von hochwertigem Feinschmecker-Knäckebrot. Mit dem Produktionsbeginn war ein Unternehmenswachstum verbunden, das auch Umbrüche in der Organisationsstruktur mit sich brachte. Die bis dahin eingesetzte Bäckerei-Software war einfach strukturiert und berücksichtigte lediglich die Bestellvorschläge für die Filialen. Branchenspezifische Anforderungen wie Rückverfolgung oder wichtige Funktionalitäten wie Lagerwirtschaft und Kommissionierung deckte das Altsystem nicht ab. Vor diesem Hintergrund sollte eine moderne, integrierte ERP-Software eingeführt werden. Man entschied sich für das CSB-System, weil mit diesem leistungsfähigen Warenwirtschaftssystem die Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels detailliert abgebildet werden können. In mehreren Projektphasen wurde es bei Dr. Karg eingeführt. In der Bäckerei und den angeschlossenen Filialen wurde das Absatz-Modul implementiert, um über den Planungsmanager Bestellvorschläge zu generieren, Bestellungen zu erfassen und Kommissionierlisten, Lieferscheine sowie Rechnungen zu erstellen.
In der Knäckebrotproduktion sind die Module Rohstoffeinkauf, Lagerverwaltung, Absatz, MDE-Kommissionierung, M-ERP (Mobile Enterprise Resource Planning) und Rückverfolgung vom Wareneingang zum Warenausgang im Einsatz. „Insbesondere der Absatz wird mit dem CSB-System sehr gut abgebildet“, betont Mark Plüschau, Systemadministrator und Organisationsleiter bei Dr. Karg. „Der in- und ausländische Einzelhandel stellt immer komplexere Anforderungen selbst bei der Ausgestaltung von Lieferscheinen und Rechnungsdruckmustern. Das ist für uns heute problemlos lösbar.“
Schon am Wareneingang zeigt sich, dass die Prozesse innerhalb des Unternehmens optimal miteinander verzahnt sind. Die Warenannahme und die Verbuchung der angelieferten Rohstoffe wie Mehl, Hefe, Käse, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne erfolgen direkt über das CSB-System. Das System ist so konfiguriert, dass, sobald der Mindestbestand im Lager erreicht ist, automatisch eine neue Warenbestellung ausgelöst wird.
Nach der Einbuchung der Rohstoffe in das Lager wird über den Barcode EAN 128 die Chargierung vorgenommen. Zudem werden Etiketten generiert und auf die jeweilige Gebindeeinheit aufgebracht. So können relativ einfach die erforderlichen Lagerbuchungen vorgenommen werden. Die Siloware soll via Schnittstelle ebenso an das CSB-System angebunden werden, um auch hier eine transparente Rückverfolgung sicherzustellen, die sowohl mengen- als auch chargenbezogen realisiert wird.
Nach der Produktion und der Verpackung geht die Ware in ein Zwischenlager, wo die MDE-Kommissionierung erfolgt. Dort erhalten die Kommissionierer ihre Kommissionierlisten für den gesamten Arbeitstag. Zu jedem Auftrag gibt es einen Kommissionierschein, der entweder einzeln bei Kleinaufträgen oder per EAN-128-Etikett der Palette bei Großaufträgen beigefügt ist. Der Ablauf der mobilen Kommissionierung ist einfach: Die gesamten Aufträge werden auf den MDE-Geräten vorgeblendet und durch Scannen der Gebinde abgeglichen. Die Auftragsnummer wird gescannt und der Auftrag sowie die zu bearbeitenden Artikel werden auf dem MDE-Gerät angezeigt. Jede bereits bearbeitete Position verschwindet vom Display.




