Daxner hat eine Anlagenkomplettlösung für einen Hersteller von Gewürzmischungen realisiert, die auf dem Daxner-Container-System DCS basiert. Das Anlagenkonzept erstreckt sich von der Lagerung der Rohstoffe in Außensilos, den Transport zu den Tagessilos und deren Befüllung über die Dosierung und Wägung der Mischungskomponenten bis hin zum Mischprozess und der Abfüllung der fertigen Mischung in Transportgebinde. Alle Abläufe erfolgen weitgehend automatisiert. Die Anlage hat eine Leistung von über 80 t pro Schicht. Angesichts der großen Anzahl von Aufträgen mit geringer Chargengröße und einer hohen Komponentenzahl pro Auftrag stellt dies eine herausragende Leistung dar. Die Lösung schließt einen kontaminationsfreien Rezepturwechsel ein. Die Anlage ist gemäß ISO-9000 zertifiziert, entspricht dem IFS und den Festlegungen der HAACP.
Das Daxner-Container-System DCS ist reinigungsfreundlich gestaltet und so konstruiert, dass das Kontaminationsrisiko auf ein Minimum reduziert wird. Mithilfe mobiler Aufgabestationen, in die Vibrationskontrollsiebe und Rührwerke integriert sind, werden die Groß- und Mittelkomponenten in Tagessilos eingelagert.
Die Vibrationskontrollsiebe und die Rührwerke sorgen für eine schonende Auflösung von Klumpen und Agglomeraten nach dem Vib-&-Press-Verfahren von Daxner. Dabei werden zwei Prozesse kombiniert: Die Klassierung mithilfe der vibrierenden Kontrollsiebe und das sanfte Pressen des Produkts durch das Kontrollsieb durch das langsam drehende Rührwerk. Selbst bei äußerst schwerfließenden Produkten wie Paprika- oder Eipulver hat sich diese Vorgehensweise bewährt.
In der Anlage gibt es automatische und manuelle Dosierbereiche. Durch die von Daxner entwickelte Twin-Screw- und Pick-to-Light-Technologie werden sowohl die Dosierleistung als auch die Dosiergenauigkeit beider Bereiche optimiert. Ein wesentlicher verfahrenstechnischer Vorteil der Anlage liegt in der Vorwägung der Komponenten aus den Tagessilos. Das spart Zeit und macht den Produktionsfluss rationell. Die Großkomponenten kommen direkt aus den Außensilos in die Anlage. Für die Zufuhr der Mittelkomponenten gibt es Sack- bzw. Big-Bag-Aufgabestationen.
Unterhalb der in Edelstahl ausgeführten Tagessilos befinden sich Waagen. Jede von ihnen kann von einem bis zu vier Tagessilos beschickt werden. Vor dem Hintergrund eines effizient gestalteten Wägeprozesses werden Komponenten mit einem Gewicht größer 5 kg generell automatisch gewogen. Komponenten, bei deren Wägung es auf eine sehr hohe Genauigkeit ankommt oder deren Einsatzmenge kleiner 5 kg ist, werden im automatischen Kleinkomponentenlager KKL gelagert und verwaltet. Entsprechend der Auftragssteuerung können die Komponenten automatisch aus dem KKL abgerufen und der Handdosierstation zugeführt werden. Die einzelnen Komponenten werden bedienergeführt in ein Sammelgebinde (Wanne mit Barcode bzw. RFID-Identifikation) eingewogen. Anschließend kehren die eindeutig gekennzeichneten Wannen zur Zwischenlagerung ins KKL zurück. Die Zuführung der gewogenen Mischungskomponenten in die Sammelcontainer DCHD erfolgt über Aufgabestationen. Hier werden auch die auf Paletten vorbereiteten Ganzgebinde (Sackware, Eimer, Kartons) abgerufen und auftragsbezogen aufgegeben. Die Sammelcontainer DCHD sind im Hygienic Design ausgeführt und haben ein Volumen von 850 l.




