Die Interpack in Düsseldorf ist als internationale Leitmesse stets auch Barometer für die aktuelle Wirtschaftslage und die Stimmung in der Verpackungsbranche. Dementsprechend fällt auch das Resümee von Karl Schäuble aus: „Wirtschaftlich hat Illig die letzten drei Jahre sehr erfolgreich und auf hohem Niveau abschließen können. Das gilt für unser gesamtes Maschinenprogramm“, sagt er rückblickend, und fährt fort: „Dies gipfelt im hervorragenden und vielfältigen Auftragseingang im Geschäftsjahr 2016, dem höchsten in der 70-jährigen Firmengeschichte.“ Illig konnte den Umsatz gegenüber 2015 um gut zehn Prozent steigern, was deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt.
„Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Schwung auch 2017 beibehalten“, sagt Schäuble. Dies fußt vor allem auf den in den letzten zwei Jahren vorgestellten Neuentwicklungen. Diese haben außergewöhnlich gute Resonanz bei den langjährigen Kunden gefunden, insbesondere die IML-T-Technologie. Schäuble geht weiterhin davon aus, dass das IML-T-Thermoformen auf nahezu allen Märkten weiter nachgefragt wird. „Wir bieten eine Komplettlösung für Verpackungen mit höchsten Dekorationsansprüchen“, erläutert der Illig-Geschäftsführer. Ergänzend hierzu präsentierte das Unternehmen auf der Interpack auch erstmals sein Dienstleistungsangebot Pactivity. Es umfasst eine maßgeschneiderte Verpackungsentwicklung im Thermoformen, von der Verpackungsidee bis zum Produktionssystem.
Alle gängigen Formate produzieren
Im Mittelpunkt der Interpack-Präsentation standen die Form-, Füll- und Schließmaschine FSL 48 und die IML-T-Produktionseinheit zur flexiblen Dekoration nahezu aller Becherformen. Die FSL 48 ist auf die Anforderungen der Lebensmittel- und insbesondere der Molkereiindustrie ausgerichtet. Der auf CIP (Cleaning in Place) und SIP (Sterilisation in Place) konstruierte mehrspurige Füller kann technisch so ausgestattet werden, dass er den unterschiedlichen Hygieneanforderungen der Lebensmittelindustrie bis hin zur Hygieneklasse V nach VDMA (hygienische Abfüllmaschinen) entspricht. Die Hygienestufen der Maschine reichen vom Formen mit steriler Luft über eine komplett geschlossene Füllstrecke (Tunnel – ebenfalls in CIP/SIP-Ausführung lieferbar) bis hin zum Entkeimen der Deckelfolie mit UVC-Bestrahlung oder H2O2-Behandlung. In der Aseptik-Version werden die geformten Becher (Innenseite) zusätzlich mit H2O2-Dampf besprüht und anschließend mit heißer Sterilluft getrocknet. Alles erfolgt innerhalb des geschlossenen Aseptik-Moduls (Füllstrecke/Füller), ohne Belastung der restlichen Maschine oder der Umgebung.
Die gesteuerten Bewegungsabläufe der durchgängig servomotorisch angetriebenen Anlage führen zu hoher Laufruhe, wodurch selbst sehr flüssige Produkte abgefüllt werden können, ohne dass überschwappendes Produkt die Siegelränder der Packungen verschmutzt. Auf der FSL 48 lassen sich alle gängigen und für FFS-Linien geeigneten Folienmaterialien verarbeiten wie PS, PP, Multilayer-Material (z. B. PS/EVOH/PE), APET und sogar Folien aus dem Biopolymer PLA (Polymilchsäure).




