Das Pflichtenheft regelte den notwendigen Durchmischungsgrad von bis zu vier unterschiedlichen Produkten je Palettenlage. „Bei der Artikelersteinführung kam damals wie heute der Vorschlag der Produktmischung von Spitz. Unsere Kunden beobachten den Absatz und sagen uns dann aufgrund der empirischen Untersuchungen, was wir ändern müssen“, erklärt Günter Heimbuchner, Leiter der Logistik.
Anhand steigender Verkaufszahlen war schnell festzustellen, dass die Mixpaletten vom Verbraucher angenommen werden. In vier Jahren hat sich deren Verkaufszahl auf über 800 Paletten pro Tag gesteigert. Für die manuelle Zusammenstellung dieser 800 Paletten arbeitete man bei Spitz täglich rund um die Uhr. „Dabei ist das Zusammenstellen der Mixpaletten, also das Mischen der verschiedenen Getränkepacks und das Sichern der fertiggestellten Paletten reine Handarbeit“, erläutert Günter Heimbuchner. Heimbuchner weiter: „Da unsere Produkte ins Ausland geliefert werden, ist eine umfangreiche Produktsicherung unerlässlich und eine 20-fache Wicklung von Hand ist keine einfache Geschichte. Deshalb wurde uns klar, dass eine vollständige Automatisierung für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter und die schnelle Umsetzung von Kundeninteressen unerlässlich ist.“
Die Anforderungen an das automatisierte System wurden von den bisherigen Erfahrungen der manuellen Kommissionierung abgeleitet. Neben einer deutlich höheren Leistung, dem schonenden bzw. exakten Handeln der Packs, waren für die Geschäftsleitung von Spitz vor allem folgende Punkte wichtig:
- Flexibilität betreffend der Mischungsverhältnisse
- Anbindung, inkl. Softwareschnittstelle, an das Hochregallager
- Verarbeitung auf Düsseldorf- und Euro-paletten
- Rückverfolgbarkeit
Da eine solche Lösung einer völligen Neuentwicklung bedurfte, wurden die führenden Systemlieferanten aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie nach Lösungskonzepten angefragt. „Dabei wurden sehr viele Varianten ausgearbeitet, die besten Vorschläge sind jedoch von Anfang an von Schaefer gekommen. Da wir das Unternehmen schon bei anderen Projekten als verlässlichen Partner kennen gelernt hatten, stand der Zusammenarbeit und der Realisierung nichts mehr im Weg“, bestätigt Geschäftsleitungsmitglied Lehr.
Das Basiselement der Schaeferlösung ist der PackOrganiser. Mit diesem System werden bis zu vier unterschiedliche Produkte durchmischt. Da Spitz die Möglichkeit für einen höheren Durchmischungsgrad haben wollte, wurden zwei getrennt voneinander arbeitende Linien geplant. Damit ist es möglich, acht verschiedene Produkte je Palettenlage mit einer maximalen Leistung von bis zu 1500 Paletten pro Tag zu mischen.




