Probleme bei der Qualität oder der Lebensmittelsicherheit eines Produktes verbreiten sich im digitalen Zeitalter innerhalb kürzester Zeit. Hieraus kann ein erheblicher finanzieller Schaden durch Vertrauens- und Imageverlust, Kosten für Produktrückruf oder Schadensersatzansprüche entstehen. Die Reinigung der Anlagen ist daher entscheidend für die Produktsicherheit und -qualität. Darüber hinaus beeinflusst sie in erheblichem Maße die Produktionsplanung und -leistung. Über die Reinigung kann jedoch auch erhebliches Einsparpotenzial beim Verbrauch von Energie, Wasser und Reinigungsmitteln realisiert werden.
Für Tetra Pak ist die CIP-Reinigung ein integrierter Teil des Produktionsprozesses und kein separater Schritt. Grundsätzlich sollte die CIP-Reinigung die Produktionszeit so wenig wie möglich beeinträchtigen, denn keine Produktion bedeutet Ertragsausfall. Daher ist es für die Auslegung und Konstruktion von Prozesslinien und Reinigungsanlagen wichtig, die Produktion und Reinigung als gesamten Prozess zu betrachten. Bereits durch die Anwendung der Hygienic-Design-Richtlinien beim Bau der Anlagen wird ein Demontieren von Anlagenteilen für die Reinigung vermieden. Stattdessen kann ein fortschrittliches CIP-Modul wie Tetra Alcip eingesetzt werden, um eine schnelle und effiziente Reinigung sicherzustellen.
Tetra Alcip bietet verschiedene Funktionalitäten, die mehr Kontrolle und Flexibilität ermöglichen und die Stillstandzeit der Produktionsanlage reduzieren, ohne den Reinigungseffekt und die Lebensmittelsicherheit negativ zu beeinflussen. Ein Highlight der Tetra Alcip ist das Leitfähigkeitsmesssystem, das die Reinigungsmittelkonzentration mit sehr hoher Genauigkeit automatisch kalkuliert. Dies reduziert das Risiko des Einsatzes zu niedriger Reinigungsmittelkonzentration, was zu einer unzureichenden Reinigung führen kann. Auch eine unnötige und kostenintensive Reinigungsmittelüberdosierung wird hierdurch vermieden. Tetra Alcip stellt so Lebensmittelsicherheit auf hohem Niveau sicher und minimiert den Reinigungsmittelverlust.
Die Basis des Leitfähigkeitsmesssystems liegt in der Konstruktion der neuen Tetra Alcip. Die Temperatur wird durch einen schnellen, fest zugeordneten Transmitter gemessen, der unabhängig von dem Leitfähigkeitsmessgerät arbeitet. Die Steuersignale von beiden Instrumenten werden an die SPS übertragen und dort in einen genauen temperaturkompensierten Leitfähigkeitswert umgewandelt, aus dem sich dann die Konzentration der jeweiligen Reinigungsflüssigkeit ergibt. Der Einsatz einer SPS für alle Kalkulationen ermöglicht dem Anwender gleichzeitig, neue Daten für die eigenen Reinigungsmittel leicht in das System einzubeziehen.
Das Leitfähigkeitsmesssystem bietet in Kombination mit dem flexiblen Dosiersystem weiteren Nutzen durch die kontinuierliche Kontrolle der Reinigungsmittelkonzentration. Das System dosiert Reinigungsmittel direkt in die Druckleitung anstatt in die Rücklaufleitung. Der Vorteil dieser flexiblen Druckliniendosierung ist, dass man bereits während der Zirkulation abfallende Reinigungsmittelkonzentrationen aufschärfen kann. Weiterhin bietet das System die Möglichkeit, die Konzentration der Reinigungsmittel für besonders schwer reinigbare Objekte anzupassen, ohne den Reinigungsprozess für den Ansatz einer neuen Reinigungsflüssigkeit unterbrechen zu müssen. Darüber hinaus kann durch die flexible Dosierung jeder Reinigungskreislauf individuell hinsichtlich Temperaturen, Konzentrationen und Reinigungsrezepturen für den einmaligen Einsatz oder die Rückgewinnung parametriert werden.




