Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Volllaufen unmöglich
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Volllaufen unmöglich

    Füllstandmessungen mit hydrostatischen Druckaufnehmern sind weit verbreitet. Das gilt allerdings ebenfalls für die Drifterscheinungen und Ausfälle bei
    Veröffentlicht
    07. November 2006
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Kai Löblein, Martin Springmann

    Bei genauerer Analyse fällt auf, dass von Drifterscheinungen und Ausfällen in der Regel Sensoren betroffen sind, die in sehr feuchten Umgebungsbedingungen ein kaltes Produkt messen sollen. Also Einsatzfälle, wie sie in Brauereien oder Molkereien sehr häufig anzutreffen sind. Zur Beantwortung der Frage nach dem Grund dieser Ausfälle ist es notwendig, das Prinzip der hydrostatischen Füllstandsmessung zu verstehen. Im Behälterboden ist ein Sensor eingebaut, auf dessen Membran die über ihr befindliche Flüssigkeitssäule sowie der Luftdruck lastet. Der Luftdruck ändert sich bekanntlich mit der Höhe des Messortes über dem Meeresspiegel, aber auch wetterbedingte Luftdruckschwankungen machen sich stark bemerkbar. Deswegen müssen diese Schwankungen bzw. Unterschiede laufend ausgeglichen werden. Folgendes Beispiel verdeutlicht die Notwendigkeit dieses sogenannten Relativausgleichs: ein atmosphärisch belüfteter, 3 m hoher Milchtank führt zu einer membranseitigen Druckbelastung von 300 mbar. Zwischen hohem und niedrigem meteorologischem Luftdruck können durchaus 50 mbar Differenz herrschen, was hier zu einem Fehler von über 16 % führt. Am Markt sind grundsätzlich zwei Lösungsansätze verbreitet:

    • Relativdruckmesszelle mit Ausgleichskapillare zur Kompensation des Atmosphärendrucks
    • Doppelmembran mit Goretex-Filter als Feuchtigkeitssperre

    Bei den Relativdruckmesszellen mit Ausgleichskapillare leitet ein dünner Schlauch den Atmosphärendruck von der Umgebung auf die Rückseite der Messmembran. Da der Luftdruck nun auf beiden Seiten der Membran ansteht, bleibt als resultierendes Messsignal nur der tatsächlich interessierende hydrostatische Druck des Mediums im Behälter (Bild 1). Bei anderen Verfahren mit einer geschlossenen Relativdruckmesszelle und eingebautem Goretex-Filter steht jeweils eine Druckmembran für hydrostatischen und Atmopshärendruck zur Verfügung. Beide Verfahren haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: das Durchdiffundieren von gasförmigem Wasserdampf kann nicht verhindert werden. Insbesondere bei den bereits angesprochenen Betriebsbedingungen, wie kaltem Medium im Tank und Feuchte außerhalb, entsteht nun ein Problem. Dampf diffundiert durch das Goretex-Filterelement und kondensiert an der kältesten Stelle, sobald der Taupunkt unterschritten wird. Diese kälteste Stelle ist leider die Messzelle selbst. Da der Kondensationsvorgang eine Eigendynamik entwickelt und sich sozusagen selbst am Leben erhält, sammelt sich in der Messzelle eine nicht unerhebliche Menge Wasser an. Die Feuchtigkeit innerhalb der Messzelle führt dann zu Sensordrift, schwankenden Messwerten und in der Folge zur Zerstörung. Der einfachste, jedoch für den Anlagenbetreiber wenig hilfreiche Weg ist, die zulässige Umgebungsfeuchte in der technischen Spezifikation auf den typischen Wert von 80 % r.F. zu begrenzen. Besser, jedoch auch wenig praktikabel, ist der Hinweis, die Kapillarleitung in einem trockenen Raum enden zu lassen.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Bei dem hydrostatischen Füllstandsensor LAR-361 (Bild 2) von Negele ist das interne Messsystem hermetisch verschweißt, so dass ein Eindringen von Gasen unmöglich ist. Dennoch findet auch in dieser Relativdruckmesszelle eine Luftdruckkompensation statt. Möglich wird dies durch einen einfachen Trick: der Luftdruck lastet auf einer zweiten Messzelle. Diese leitet den Luftdruck über ein mit Öl gefülltes Röhrchen auf die Rückseite der Prozessdruckmesszelle. Als Messsignal bleibt, wie bereits vorangehend beschrieben, der reine hydrostatische Druck. Die Besonderheit dabei ist, dass die Luftdruckzelle und die Prozessdruckzelle hermetisch geschlossen sind und hydraulisch gegeneinander laufen. Dies schließt den Eintritt von Feuchtigkeit in diesen sensiblen Bereich aus. Das Problem wird also nicht an der Wirkung, sondern an der Ursache bekämpft. Als hydraulisches Koppelmedium dient FDA-gelistetes Mineralöl. Um die ebenfalls notwendige Temperaturkompensation durchzuführen, sind an den Messzellen entsprechende Temperatursensoren angebracht. Der Füllstandsensor ist folglich bei allen feuchten und nassen Einbauverhältnissen im Innen- wie im Außenbereich einsetzbar, wo herkömmliche Sensoren nur eine sehr eingeschränkte Lebensdauer haben.

    Generell sind die Füllstandsensoren der Baureihe LAR-361 für alle hydrostatischen Füllstandmessungen geeignet, bei denen hohe Standfestigkeit und lange Lebensdauer wichtiger sind als ein möglichst geringer Preis. Ein sehr häufiger Anwendungsbereich findet sich in Molkereien und Brauereien, da die Bedingungen wie kaltes Produkt und feuchtwarme Umgebung ideale Voraussetzungen für Kondensation am Sensor darstellen (Bild 3). Neben der Bevorratung von Medien in Puffer-, Speicher- und Lagertanks, gelten die gleichen Gründe für Kondensatbildung auch für Tanks in Außenbereichen wie man sie z. B. in Brauereien, Molkereien und Mineralbrunnen vorfindet. Nicht zuletzt in Gebieten mit feuchtheißem Klima ist die Standfestigkeit des LAR ein Vorteil. Selbstverständlich kann auch der Inhalt in druckbeaufschlagten Behältern gemessen werden. Mit nachgeschalteten Tankinhaltsanzeigen wie dem pem-dd lassen sich auf diese Weise ohne SPS Tankinhalte bestimmen sowie nichtlineare Tankgeometrien linearisieren.

    Völlig andere Applikationen, für die der Füllstandsensor LAR-361 gut geeignet ist, sind die Tankinhaltsmessungen bei sehr heißen Produkten, beispielsweise bei der Herstellung von Konfitüren, die ja bekanntlich gekocht werden, oder auch in der Würzepfanne beim Brauprozess. Gewöhnliche Sensoren sind bis ungefähr 80 °C Messstofftemperatur temperaturkompensiert, bei höheren Temperaturen wird die Genauigkeit drastisch schlechter. Der hier vorgestellte Sensor ist bis 120 °C kompensiert und für Prozesstemperaturen bis 130 °C dauerhaft einsetzbar. Eine Sterilisationstemperatur von 140 °C über 30 min ist auch kein Problem. Weitere Vorteile sind:

    • produktberührende Metallmembran mit Ra < 0,4 μm erfüllt hohe aseptische Ansprüche
    • Schutzart IP 69K; somit geschützt gegen Wasser bei Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung
    • variabel an jeden Prozess adaptierbar durch umfangreiches Prozessanschlusskonzept

    Der komplett aus Edelstahl gefertigte Füllstandsensor deckt alle relevanten Bereiche der Tankinhaltsmessung von 0,1 bis 4,0 bar ab und kann auch im Feld skaliert werden. Die Konstruktion ist in vollem Umfang CIP/SIP-fähig. Dies bestätigen Gutachten bzw. Zertifikate der EHEDG und 3A.

    Halle 5, Stand 104

    dei 442

    Informationen zu Füllstandmessern

    Sensorportal

    Brau Beviale 2006

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.