Die Eröffnung der neuen Stuttgarter Messe kam genau zur rechten Zeit: Die in diesem Jahr noch einmal kräftig gewachsene Logimat passt in ihrer Dimension gut zu den großzügigen Hallen des weitläufigen Geländes an der A8. Mit inzwischen über 560 Ausstellern aus 14 Ländern und einer Brutto-Ausstellungsfläche von 32 000 m2 erreicht die Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss in diesem Jahr wieder einen neuen Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr legt sie ein Wachstum bei den Ausstellern von 20 % und bei der Ausstellungsfläche von 32 % hin. Die Erstausstellerquote liegt diesmal bei 30 %. Die Beliebtheit der Messe hängt stark mit ihrem eigenständigen Profil zusammen: „Die Logimat ist eine Arbeitsmesse mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und vielen nützlichen Praxis-Vorführungen“, sagt Peter Kazander, Messechef vom Veranstalter EuroExpo GmbH.
In 14 Foren, dem traditionellen Aussteller-Aktionsforum sowie während der Live-Vorführungen werden aktuelle Logistikthemen referiert und diskutiert. Der Besucher kann unverbindlich reinhören oder aktiv mitdiskutieren. Zu den Themen gehören die Integration der RFID-Technologie in Verpackungen und Ladungsträger, Methoden zur Realisierung komplexer Logistikzentren oder Logistikcontrolling. Interessant dürfte auch das Forum Outsourcing von internationalen Logistikprojekten sein oder das Betrachten von Logistik-Mobilien und Strategien für deren Finanzierung. Abgerundet wird das Programm durch technologische Neuentwicklungen bei Gabelstaplern.
Darüber hinaus können Messebesucher an zahlreichen Live-Events teilnehmen, wie zum Beispiel an der Präsentation des Virtual-Reality-Kransimulators zur Gefahrenprävention oder an Vorführungen zum Thema Lagermodernisierung. Im Rahmen der eigentlichen Ausstellung werden in den Hallen 4, 6 und 8 Lösungen zur Rationalisierung der innerbetrieblichen logistischen Prozesse gezeigt. Zu den wichtigsten der insgesamt 20 Ausstellungsbereiche der Logimat 2008 zählen Lager- und Betriebseinrichtungen, Verpackung, Lager- und Produktionssteuerung, Robotics, Flurförderzeuge, Ladungssicherung, Software und Beratung. Unter den Exponanten gibt es auch zahlreiche Neuvorstellungen, von denen einige für die Getränke- und Lebensmittelbranche interessant sein dürften.
Im Bereich Lager- und Produktionssteuerung präsentiert zum Beispiel die Aberle Automation GmbH & Co. KG Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Robotersteuerung sowie das erweiterte Lagerverwaltungssystem PMS-W. Eine besondere Entwicklung ist ein Palettierroboter auf einer 16 m langen Verfahrachse, der unterschiedliche Kartongrößen automatisch erkennt und mit einer Saugspinne greift. Im Bereich Kennzeichnung und Identifikation steht nach wie vor die RFID-Technologie im Vordergrund. Der Drucker-Hersteller Carl Valentin hat zum Beispiel die RFID-Druckerlösung für Hochfrequenz- und Ultrahochfrequenzanwendungen weiterentwickelt. Seit Januar sind Druckerprototypen für den Bereich HF und UHF verfügbar. Mit der integrierten Schreibeinheit werden sowohl Tags für den Bereich HF (13,56 MHz) als auch UHF (868 MHz) programmiert werden können. (Halle 6, Stand 438). Im Ausstellungsbereich Verpacken, Wiegen, Vermessen und Frankieren zeigt die Haiterbacher Durotherm Kunststoffverarbeitung GmbH das Faltbehältersystem Robupac. Die Transportverpackung aus Kunststoff besteht aus einem tiefgezogenen, hochschlagfesten Boden mit integrierter Palette, einem Deckel, sowie einer sehr leichten und dennoch extrem auflastfähigen faltbaren Kunststoffummantelung (Halle 8, Stand 126). Die Treyer GmbH präsentiert neue Einsatzmöglichkeiten für Holzpaletten. Das Schwarzwälder Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Systempaletten für den Einsatz im automatisierten Lager herzustellen. Dies sind Inhouse-Paletten, die aufgrund maximaler Genauigkeit einen störungsfreien Betrieb im Lager ermöglichen und deutlich günstiger sind als vergleichbare Lösungen aus Kunststoff (Halle 6, Stand 436). Auch die Anton Hurtz GmbH & Co. KG wird in Stuttgart sein. Das Unternehmen präsentiert ein vollständiges Programm aus Paletten sowie passenden Aufsätzen und Containern aus Aluminium für die Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelindustrie (Halle 4, Stand 204). Mit der Kunststoffpalette K 6000 hat die Kiga Kunststofftechnik GmbH ihr Portfolio um eine Palette mit geschlossenem Oberdeck im Euro-Maß erweitert, die auch im Hygienebereich einsetzbar ist. Die Oberfläche ist rutschhemmend und mit oder ohne Rand lieferbar. Hergestellt aus grauem PE-RE-Material, zeichnet sich die Palette durch hohe Wirtschaftlichkeit und lange Lebensdauer aus (Halle 4, Stand 103).




