Neuer Claim, neue Struktur, neue Ambitionen: Die Crespel & Deiters Group, seit über 160 Jahren in der Weizenverarbeitung tätig, hat sich neu aufgestellt, um die Unternehmensgruppe fit für die Zukunft zu machen. Was sich verändert hat und was nicht erklärt Philipp Deiters, CSO Food und Mitglied der sechsten Generation.
Herr Deiters, Crespel & Deiters präsentiert sich mit neuem Claim, neuem Logo, neuer Website. War das ein großen Schritt?
Philipp Deiters: Strategisch ja. Operativ ist er eher eine Konsequenz aus dem, was wir ohnehin schon tun. Wir verarbeiten heute verschiedene pflanzliche Rohstoffe – von Weizen über Mais, Reis, Ackerbohne und jetzt ganz neu auch Erbse. Dabei haben wir festgestellt, dass unser Know-how nicht ausschließlich rohstoffbasiert ist, sondern sehr stark auch technologiebasiert. Was wir mit Weizen können, können wir auf viele Ausgangsmaterialien anwenden und haben dies in den letzten Jahren konsequent ausgebaut. Diese Entwicklung haben wir jetzt sichtbar gemacht.
Was war der Auslöser für die Veränderung?
Deiters: Der Generationenwechsel war der konkrete Auslöser, aber der eigentliche Impuls war ein Blick in den Spiegel: Wir haben in den letzten Jahren so viel Kompetenz aufgebaut, weit über Weizen hinaus, dass die alte Selbstbeschreibung schlicht nicht mehr passte. Ein Unternehmen, das Erbsenprotein funktionalisiert und Reismehl extrudiert, sollte sich nicht länger als Weizenverarbeiter vorstellen.
Der neue Claim lautet „Nature. Refined. Since 1858“. Was bedeutet Refinement für Crespel & Deiters?
Deiters: Refinement bedeutet für uns einen Rohstoff gezielt so zu verändern, dass er in einer bestimmten Anwendung deutlich besser funktioniert und einen Mehrwert hat gegenüber seiner ursprünglichen Form. Messbarer, reproduzierbarer, effizienter. Das ist eine konkrete Aussage. Wir reden nicht von „naturnah“ oder „schonend verarbeitet“. Wir reden von Funktionalisierung durch Extrusion, Modifizierung oder Proteinhydrolyse. Wer Technologie versteht, weiß genau, was gemeint ist. Aber Refinement ist für uns nicht nur ein technischer Vorgang. Es ist auch eine Haltung: mit jeder Lösung etwas besser zu machen – für den Kunden, für den Markt. Und, wo es geht, für eine Industrie, die ressourcenschonender wirtschaftet als heute. Das ist kein Zusatzversprechen. Das ist die Richtung, in die wir seit Jahren arbeiten.
Was unterscheidet diesen Ansatz von dem, was Wettbewerber tun?




