Friedrich Adams
Hygiene und Sicherheit – das sind zwei zentrale Themen bei der Entwicklung und Anwendung von Maschinen der Lebensmittel- und Pharmatechnik, die spätestens seit der Veröffentlichung der Maschinenrichtlinie (MRL; heute EU 98/37/EG) im Jahre 1993 auch auf normativer Ebene zusammengehören. So sind in der MRL, die EU-weit die grundlegenden Anforderungen an die Sicherheit von Maschinen und Anlagen festlegt und auf der eine Vielzahl von Normen aufbaut, beispielsweise „grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen für Nahrungsmittelmaschinen” beschrieben (Anhang 2, Ziffer 2,1). Dazu gehört unter anderem, dass die Oberflächen der Maschinen und ihre Übergänge glatt sein müssen und keine Vertiefungen aufweisen dürfen, in denen sich organische Stoffe festsetzen können. Die Innenflächen der Maschine müssen mit Rundungen von ausreichendem Durchmesser ausgestattet sein, damit eine gründliche Reinigung ermöglicht wird. Zudem muss der Konstrukteur ausschließen, dass Flüssigkeiten und andere organische Stoffe in unzugängliche Bereiche der Maschine oder Teilen davon dringen können.
Die genannten Merkmale gelten selbstverständlich auch für die Bedienelemente. Mit konventionellen Befehls- und Meldegeräten lassen sich diese Anforderungen jedoch nicht ohne Weiteres erreichen, denn sie weisen oft Ecken und Kanten auf, die schlecht zu reinigen sind und in denen sich Schmutz anlagern kann. Außerdem sind diese Bauelemente häufig unzureichend abgedichtet, so dass Prozess- oder Reinigungsflüssigkeiten sowie andere Verunreinigungen ins Maschineninnere dringen können und einer Reinigung unzugänglich werden.
Die Hersteller von Maschinen für die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie sind sich dieser Tatsache natürlich bewusst. Sie umgehen dieses Problem unter anderem, indem sie die Bedienelemente in externen Panels unterbringen oder relativ aufwändige kundenspezifische Folientastaturen oder Touchpanals einsetzen und dabei Kompromisse eingehen, da sich hiermit nur Drucktaster-Funktionalitäten realisieren lassen. Auch aus ergonomischen Gründen werden oftmals keine optimalen Lösungen erzielt. Deshalb hat Elan Schaltelemente, ein Unternehmen der Schmersal-Gruppe, jetzt Befehls- und Meldegeräte entwickelt, die von Anfang an hygienegerecht konstruiert wurden.
Die Befehls- und Meldegeräte der Baureihe N passen in Standard-Einbaubohrungen mit 22,3 mm Durchmesser; alternativ steht ein Adapterring für 30,5-mm-Bohrungen zur Verfügung. Das Programm umfasst Drucktaster, Leuchttaster und Leuchtmelder mit LEDs, Pilztaster, Not-Aus-Befehlsgeräte gemäß EN 418, mehrere Baureihen von Wahlschaltern sowie – mittels eines Rahmens – abschließbare Wahlschalter als Schlüsselwahlschalter-Substitut. Damit kann der Konstrukteur alle wesentlichen Bedienfunktionen mit diesem einheitlich gestalteten Befehls- und Meldegeräteprogramm abdecken. Das Kontakt- und Leuchtelementesystem der Baureihe N stammt aus dem bewährten EF-/EL-Programm von Elan. Beim Anschluss der Geräte kann der Anwender zwischen Schraubklemmen, Flachsteckern sowie Käfigzugfederklemmen wählen.




