Sieben junge bayerische Landwirte haben sich vor gut 25 Jahren Gedanken gemacht, wie sie ihre Wertschöpfung steigern können. Seit diesem Zeitpunkt bauen sie Gewürz- und Arzneimittelpflanzen an und verarbeiten sie in Eigenregie. „Wir haben damals in einen entsprechenden Maschinenpark investiert“, blickt Richard Bachl von der Geschäftsleitung der Gäuboden Kräuter GbR in Straubing zurück. „Mit diesen Maschinen arbeiten wir noch heute. Wir haben sie allerdings ständig verbessert und im Laufe der Jahre immer besser auf unsere Bedürfnisse angepasst.“ Bis auf eine zweiwöchige Pause im Frühsommer sind die Verarbeitungsmaschinen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche bis Ende Oktober im Einsatz. Geliefert wird sowohl an die Lebensmittelindustrie, die die Kräuter ihren Produkten beimischen, als auch an führende Unternehmen in der Gewürzbranche.
Die Kräuter werden auf einer Grundfläche von rund 120 ha angepflanzt, dazu kommt ein Zweitanbau von um die 40 ha. Sind die Kräuter erst einmal geschnitten, müssen sie schnell weiterverarbeitet werden, sonst steigt die Gefahr, dass sie verderben. Nach dem Anliefern mit Gemeinschaftsmaschinen, den Schneidladern, wird die jeweilige Ernte geschnitten, entstielt, gereinigt, gehäckselt, sortiert, gerebelt und bis auf eine Restfeuchte von 4 bis 5 % über einen Zeitraum von 60 bis 90 min bei ungefähr 100 °C getrocknet und in Homogenisierungsbehältern zwischengelagert, ehe sie in den Nachtstunden verpackt wird. Der Transport erfolgt grundsätzlich über Förderbänder. Zwischen Anliefern und Trocknen vergehen in der Regel maximal vier Stunden.
„Kommt es zum außerplanmäßigen Anlagenstillstand, da einzelne Maschinenteile nicht funktionieren, gären die Kräuter innerhalb kürzester Zeit“, macht der selbstständige Maschinenbaumeister Willi Neumayer, der die Stärken und Schwächen der einzelnen Maschinen genau kennt, noch einmal die Ausgangslage klar. „Aus diesem Grund haben wir vor drei Jahren angefangen, in allen Bereichen auf schmiermittelfreie Kunststoffgleitlager von Igus zu setzen, um die Laufleistung zu verbessern und Wartungsintervalle zu minimieren. Die Kunststofflager substituieren Kugellager, die sich im Alltag auf Dauer nicht bewährt haben.“
Seit diesem Zeitpunkt beweisen die tribo-optimierten Iglidur-Gleitlager von Igus in der Anlage zum Verarbeiten der Kräuter ihre Leistungsfähigkeit. Sie werden den Anforderungen an Lebensmittelhygiene und Lebensmittelsicherheit in allen Prozessstufen der Produktion gerecht. Temperatur- und chemikalienbeständig, korrosions- und wartungsfrei sowie verschleißfest sind nur einige ihrer technischen Vorteile. Dazu kommt die geringe Feuchtigkeitsaufnahme, die bei den Reinigungszyklen der einzelnen Anlagenteile in dieser Anwendung von großer Bedeutung ist.
Es kommen sowohl Standardgleitlager aus dem Katalog als auch Sonderlagerschalen in großen Abmessungen, individuell in kleinen Serien aus extrudierten Iglidur-Halbzeugen gefertigt, aus dem universellen Werkstoff Iglidur J in der Paarung mit Edelstahl, zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um eine gute Kombination aus verschleißfestem Gleitlager bei niedrigen bis mittleren Belastungen und sehr guten Reibwerten. Auch in feuchten Anwendungen bleibt das Lager dimensionsstabil. Dazu kommen Gleitlager aus Iglidur A350. Sie sind FDA-konform und bei hohen Temperaturen verschleißfest. Der Werkstoff kann überall dort eingesetzt werden, wo mit unverpackten Lebensmitteln gearbeitet wird.




