Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Back- & Teigwaren/Artikel
    Vorteile von Kakaobutter beachten
    Bildquelle nicht angegeben
    Back- & Teigwaren

    Vorteile von Kakaobutter beachten

    Ein wichtiger Bestandteil von Schokoladenprodukten ist Kakaobutter. Ihr Schmelzpunkt liegt leicht unterhalb der Körpertemperatur. Deshalb schmilzt die
    Veröffentlicht
    01. Dezember 2000
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Back- & Teigwaren

    Seit den 50er Jahren setzen britische Schokoladenhersteller verschiedene pflanzliche Fette als Ersatz für Kakaobutter ein. Dies war möglich, da es dort keine gesetzlichen Vorschriften gab, die den Mindestgehalt von Kakaofeststoffen in Schokoladenprodukten regelten. Anders stellte sich die Situation damals in der Europäischen Gemeinschaft dar: Die Schokoladenverordnung der EG von 1973 verbot die Verwendung von anderen Fetten als Kakaobutter und schrieb für Milchschokolade einen Mindestgehalt für Milchfeststoffe von 14% vor. Letzter Punkt ist bis heute als Standard allgemein anerkannt. Als 1973 Großbritannien, Irland und Dänemark der Europäischen Gemeinschaft beitraten, wurden in Hinblick auf den Einsatz von Kakaobutter-ersatzstoffen (CBEs) zeitlich und auf den nationalen Markt begrenzte Ausnahmeregelungen erlassen. Hiernach mussten Rezepturen für Schokoladenprodukte mindestens 20% Gesamtkakaotrockenmasse und mehr als 20% Milchfeststoffe enthalten.

    Vor diesem Hintergrund wird klar, warum ausgerechnet britische Schokoladenhersteller sehr an einer EU-weiten Novellierung der Schokoladenverordnung interessiert waren.

    Die neue EU-Gesetzgebung kommt den britischen Bedürfnissen sehr entgegen. Sie erlaubt die Verwendung von anderen pflanzlichen Fetten in Schokoladenprodukten bis zu einem Anteil von maximal 5%. Voraussetzung ist, dass der Mindestgehalt der anderen Zutaten wie Kakaobutter, Gesamtkakao-trockenmasse und Milchfett bei mindestens 25% liegt. Weiterhin ist für alle Produkte, die als Schokolade in den Handel gelangen, eine eindeutige Kennzeichnung der Zutaten vorgeschrieben.

    Das gemeinsame Positionspapier (EC Nr. 1/2000) erlaubt nicht die Verwendung aller pflanzlichen Fette in Schokolade. Die Direktive enthält eine Positiv-Liste der möglichen Fette. Dazu gehören Palmöl und verschiedene exotische Fette wie Illipé- und Sheabutter, Sal, Kokumbutter und Mango. CBEs, die aus gehärtetem Sojaöl, Baumwollsaaten- und Palmkernöl hergestellt werden, sind nicht zugelassen. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Kokosnussöl. Es darf in Schokoladeüberzügen für gekühlte Produkte wie Speiseeis oder gefrorene Jogurts eingesetzt werden.

    Ausschlaggebend für den Geschmack von Schokolade ist die Kakaobutter. Die belgische Verbraucherorganisation Test Achat ist der Meinung, dass der Zusatz von CBEs den Geschmack von Schokolade beeinträchtigen würde. Im Unterschied dazu, geht der Bericht der Select Commission on European Communities des britischen Parlaments davon aus, dass die erlaubten Kakaobutterersatzstoffe keinen negativen Einfluss auf den Geschmack haben. Vielmehr kann man mit den CBEs die Schmelztemperatur und -geschwindigkeit der Kakaobutter steuern und auf diesem Weg die Geschmacksentwicklung verbessern.

    Mehr aus Back- & Teigwaren

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Back- & Teigwaren.

    Alle Back- & Teigwaren-Artikel
    Fraunhofer IVV: Zukunftstage Schokoladentechnologie 2026
    Back- & Teigwaren

    Fraunhofer IVV: Zukunftstage Schokoladentechnologie 2026

    21. September 2026

    Das Fraunhofer IVV veranstaltet gemeinsam mit dem IVLV e. V. am 23. und 24. Juni 2026 in Freising die Zukunftstage Schokoladentechnologie. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen für steigende Kakaopreise und schwankende…

    ZDS und Vikan: Seminar zu Listerien und Biofilmen in der Süßwarenproduktion
    Back- & Teigwaren

    ZDS und Vikan: Seminar zu Listerien und Biofilmen in der Süßwarenproduktion

    21. September 2026

    Die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) veranstaltet gemeinsam mit dem Hygieneexperten Vikan ein Seminar zu Listerien und Biofilmen in Lebensmittelbetrieben. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe…

    ← Zurück zu Back- & TeigwarenZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Kakaobutter ist aber nicht nur wichtig für den Geschmack. Der Gehalt dieses Fettes bestimmt auch die Textur, das Mundgefühl, den Schmelzpunkt und den Glanz von Schokolade und Schokoladenprodukten.

    Textur und Mundgefühl von Schokoladenprodukten werden durch das Temperieren bestimmt. Bei diesem Prozess wird das Erstarren der polymorphen Fettkristalle gesteuert und damit in letzter Konsequenz die Menge der gebildeten stabilen Kristalle bestimmt. Letztere sind für die Struktur verantwortlich, die sich während des Abkühlens ausbildet. Die Struktur bestimmt die Feinheit der Schokolade. Die Polymorphie der Kakaobutter sowie der Temperaturverlauf und die Geschwindigkeit beim Abkühlen der flüssigen Schokolade bestimmen die Textur. Kakaobutter bildet sehr kleine Kristalle aus. Sie geben der Schokolade eine glatte, glänzende Oberfläche, die das Licht gut reflektiert.

    Unabhängig davon, ob Schokolade aus-schließlich Kakaobutter oder auch CBEs enthält, ist in gewissen Grenzen eine Fettreifbildung nicht auszuschließen. Manche Experten vertreten allerdings die Meinung, dass pflanzliche Kakaobutterersatzstoffe die Schokolade weniger anfällig für Fettreifbildung machen würden. In den vergangenen Jahren entwickelte man eine Reihe von Produkten, die die Bildung von Fettreif verhindern. Dazu zählen beispielsweise Chocoseed B, Ertina ABF 100, Illexao BR-96 und Prestine 55 CM. Diese Produkte enthalten jedoch keine der in der Positivliste aufgeführten Fette. Ausnahme sind die Produkte, die auf reinem Shea-Stearin basieren.

    Die Haltbarkeit der Schokolade hängt von der Polymorphie des eingesetzten Fettes ab. Die verschiedenen Kristallformen des Fettes haben unterschiedliche Schmelzpunkte. Diejenigen Kristallformen mit einem höheren Schmelzpunkt sind auch am stabilsten. Einerseits erhöhen CBEs den Schmelzpunkt der Kakaobutter. Andrerseits machen sie die Schokolade auch härter.

    Milchfett verhindert ebenfalls die Bildung von Fettreif. Deshalb ist Milchschokolade weniger anfällig für Fettreifbildung als dunk-le Schokolade.

    Temperiert man flüssige Schokolade, die Kakaobutter enthält, ordnungsgemäß, entstehen stabile Kristalle in der gewünschten Anordnung. Das so erzeugte Produkt zeichnet sich durch eine sehr gute Haltbarkeit aus.

    Kakaobutterersatzstoffe wurden als preiswerte Alternative zur Kakaobutter entwickelt. Sie ahmen die Glyceridzusammensetzung der Kakaobutter nach. Diese Fette sind ihr daher physikalisch und chemisch sehr ähnlich.

    Die CBEs haben einen spezifischen Einfluss auf die Sensorik der Schokolade, insbesondere auf deren Sprödigkeit und Schmelzverhalten im Mund.

    In der Regel sind Kakaobutterersatzstoffe Mischungen aus verschiedenen Fetten. Hauptbestandteil ist eine relativ preisgüns-tige Palmölmittel-fraktion, die mit einer Stearinfraktion exotischer Fette, beispielsweise Sheabutter, gemischt wird. Von Nachteil ist, dass diese Mischungen einen großen Anteil von POP-Triglyceriden aufweisen. Deshalb bilden die CBEs und Kakaobutter ein eutektisches Gemisch. Die Kristallisation der Kakaobutter wird verzögert. Setzt man Kakaobutterersatzstoffe in den erlaubten Grenzen ein, wird das Endprodukt deutlich weicher; die Schokolade enthält weniger festes Fett.

    Ein weiterer Nachteil ist, dass bei der Fraktionierung der Fette für die Kakaobutterersatzstoffe die natürlichen Antioxidanzien entfernt werden. Deshalb altern sie schneller, neigen zum Ranzigwerden und sind anfälliger für Fettreifbildung.

    Es gibt auch Kakaobutter-Ersatzstoffe, die gehärtete Fette enthalten. Sie erhöhen den Schmelzpunkt der Kakaobutter in der Schokolade und haben dadurch einen positiven Einfluss auf die Haltbarkeit. Dennoch ist ihr Einsatz nicht zu empfehlen, denn gehärtete Fette sind reich an Transfettsäuren.

    Viele führende Kakao- und Schokoladenhersteller sind gegen die Verwendung von ka-kaofremden Fetten in Schokolade oder Schokoladenprodukten. Diese ablehnende Haltung hat folgende Gründe: Sie befürchten, dass der Einsatz von Kakaobutterersatzstoffen zu qualitativ minderwertigen Endprodukten führt. Des weiteren müssen Produkte, die kakaofremde Fette enthalten, eindeutig gekennzeichnet sein. Das könnte Verbraucher vom Kauf dieser Produkte abschrecken.

    Aber auch betriebswirtschaftliche und verfahrenstechnische Gründe sind zu beachten: Die Preise von Kakaobutter und Kakaobutter-Ersatzstoffen sind zur Zeit vergleichbar. Deshalb macht es aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn, auf das Original zu verzichten. Bei der Verwendung von Kakaobutter kann der Hersteller zudem alle wichtigen Schokoladenzutaten von einem Lieferanten beziehen. Außerdem bleiben die Herstellungsverfahren bei optimaler Produktqualität einfach. Fasst man alle diese Punkte zusammen, wird deutlich, dass es keine sinnvolle Alternative zur Kakaobutter und deren Einsatz in Schokolade und Schokoladenprodukten gibt.

    Weitere Informationen dei 246

    Fritsch investiert 75 Millionen Euro in neuen Hauptsitz in Iphofen
    Back- & Teigwaren

    Fritsch investiert 75 Millionen Euro in neuen Hauptsitz in Iphofen

    17. September 2026

    Der zur Multivac Group gehörende Bäckereimaschinenhersteller Fritsch hat am 18. Juli 2026 den ersten Spatenstich für seine neue Unternehmenszentrale im Gewerbegebiet Iphofen gesetzt. Das Investitionsvolumen beträgt rund…

    Rovema rüstet polnische Bäckerei mit Blockbodenbeutel-Maschine SBS 250 aus
    Back- & Teigwaren

    Rovema rüstet polnische Bäckerei mit Blockbodenbeutel-Maschine SBS 250 aus

    15. September 2026

    Der Verpackungsmaschinenhersteller Rovema hat bei der Bäckerei MAMUT POLSKA S.A. in Wroclaw eine Schlauchbeutelmaschine vom Typ SBS 250 installiert. Die Anlage formt Blockbodenbeutel aus heißsiegelfähigem,…