Ungewöhnliche Designs werden bei Verkaufsverpackungen immer beliebter. Im Lebensmittelbereich setzen vor allem vorgefertigte Tray-Verpackungen mit einer ausgefallenen Form Kaufanreize. Manche von ihnen sind zylinderförmig, andere bauchig. Einige von ihnen – wie die dreieckigen Sandwich-Packungen – entsprechen der Form ihres Inhalts. Andere wiederum – wie Mehrkammer-Trays für Fertiggerichte oder anwenderfreundliche Verpackungen mit Öffnungshilfe – bieten spezielle Funktionen.
Was aus Marketingsicht erwünscht ist, ist aus Produktionssicht mitunter problematisch. Denn die Zu- und Abführung von ausgefallenen beziehungsweise nicht standardisierten Tray-Formaten in automatische Traysealerlinien kann die Leistung und Prozesssicherheit dieser Linien deutlich verlangsamen.
Das gilt beispielsweise für nicht selbststehende oder zylindrische Trays, Trays mit schmalen Siegelflanschen, Trays mit einem hohen Füllstand sowie Trays, die flüssige oder ölige Produkte enthalten. „Die Gefahr besteht darin, dass die Trays bei höheren Transportgeschwindigkeiten kippen, sich drehen oder verhaken, verkanten oder generell überhaupt nicht transportfähig sind“, veranschaulicht Alexander Kult, der bei Multivac als Produktmanager für Traysealer verantwortlich ist.
Der Verpackungsspezialist aus dem Allgäu verfügt über ein vollständiges Portfolio an Traysealern, das von halbautomatischen Systemen bis hin zu Hochleistungsmaschinen reicht.
Beim Transport von Trays in automatisierten Traysealerlinien gibt es unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören die Konsistenz und Zusammensetzung des Produkts, die geforderte Leistung der Maschine sowie Form, Abmessungen und Gewicht der Trays.
Beim Verpacken von Fertiggerichten in runden Mehrkammertrays muss zum Beispiel gewährleistet werden, dass die einzelnen Menükomponenten in die hierfür vorgesehenen Kammern gefüllt werden. Voraussetzung hierfür ist die richtige Positionierung und Orientierung der Trays auf der Zuführstrecke. Diese wird durch den Einsatz des Tray Carrier Systems von Multivac gewährleistet. Auch bei anderen Anwendungen, die eine exakte Orientierung und Positionierung der Trays im Siegelwerkzeug erfordern, wie zum Beispiel Trays mit asymmetrischen Öffnungshilfen, bietet dieses Trägersystem Vorteile.
Sollen entsprechend ausgefallene Tray-Formate verarbeitet werden, setzen Verpacker heute üblicherweise auf Sonderlösungen wie zum Beispiel den Walking Beam. Für den Einsatz dieses Zuführsystems muss die Verpackungslinie individuell auf das Tray und das Produkt ausgelegt werden. „Ist dies nicht der Fall, können entweder der Transport, die Befüllung oder die Positionierung in der Maschine zu einem Leistungsverlust führen“, ergänzt Kult.




