Wird der Leistungs- oder Druckabfall einer Reinigungsdüse zu spät bemerkt, kann es im ungünstigsten Falle dazu kommen, dass ein Behälter nicht mehr rückstandsfrei gereinigt wird und in der Folge Keimbildung auftritt. Ist das Produkt kostbar oder der Tank respektive die Füllmenge groß, summiert sich der durch Verunreinigung verursachte Schaden, den Stillstand mit einberechnet, schnell auf mehrere Tausend Euro. Strenge Hygienevorschriften sowie die zunehmende Rationalisierung verlangen effiziente und umweltschonende Reinigungsverfahren, die sich weder auf die Produktivität noch auf die Produktquali- tät negativ niederschlagen dürfen. Anwender wollen und müssen sich darauf verlassen können, dass die überwiegend automatisierten Reinigungsprozesse zuverlässig funktionieren und Stillstände oder ein Vorfall wie der geschilderte die absolute Ausnahme bleiben.
Dass die Faktoren Mechanik, Chemie, Zeit und Temperatur den Prozess maßgeblich bestimmen, zeigt anschaulich der Sinnersche Kreis. Am nachdrücklichsten lässt sich die Qualität des Reinigungsergebnisses mit der Wahl der richtigen Düsentechnik bestimmen. Richtig bedeutet hier, eine der Aufgabe und der Behältergeometrie entsprechende Düse zu wählen, die ein optimales Verhältnis von Druck, Volumenstrom und Strahlform realisiert. Damit lassen sich die Anteile der Segmente Chemie, Zeit und Temperatur auf das absolut notwendige Maß reduzieren und Kosten einsparen.
Bei der Düsenwahl spielt die Aufprallkraft eines Flüssigkeitsstrahls auf eine Fläche die entscheidende Rolle. Der sogenannte Impact lässt sich mit geeigneter Düsentechnik über die Parameter Druck, Volumenstrom sowie Aufprallfläche und Strahlform (Tropfengröße) gezielt steuern. Bei größeren Behältern oder Kesseln greift man in aller Regel auf Rotationsreiniger zurück, die ein zuverlässiges Reinigungsergebnis sicherstellen. Rotationsreiniger eignen sich deshalb besser, weil sie die Wände fächerartig abstrahlen und eine höhere Reinigungskraft als statische Systeme entfalten. Der schwäbische Düsenspezialist Lechler bietet ein breites Portfolio an frei drehenden, kontrolliert rotierenden und getriebegesteuerten Düsensystemen. Welche Düse im Detail zum Zuge kommt, hängt von der jeweiligen Aufgabe ab.
Bei den frei drehenden Systemen treibt die Reinigungsflüssigkeit den Sprühkopf über speziell ausgerichtete Düsen an, die wiederholt aufschlagenden Tropfen lösen den Schmutz. Frei drehende Rotationsreiniger kommen bevorzugt in Behältern, Anlagen oder Maschinen mit einem Durchmesser bis ca. 3 m zum Einsatz. Bei den kontrolliert rotierenden Systemen ist ebenfalls die Flüssigkeit das Antriebsmedium. Hier kontrolliert ein Turbinenrad mit Untersetzungsgetriebe oder eine hydraulische Bremse die Rotation, dies führt zu einem optimalen Reinigungsergebnis selbst bei hohem Druck. Die Strahlkraft dieser Tankreinigungsdüsen ist hoch, die erzeugten Tropfen sind größer und treffen mit höherer Geschwindigkeit auf die Behälterwand. Daher sind die Modelle der Xactclean- und Accu-Clean-Reihe in Anlagen, Behältern und Maschinen bis zu 9 m Durchmesser die richtige Wahl.




