Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Wechselwirkung mit den Wasserdipolen
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Wechselwirkung mit den Wasserdipolen

    Das kontinuierlich arbeitende Online-Feuchtemesssystem PMD325PA arbeitet auf Basis der Mikrowellen-Resonanz-Technologie, kurz MWR. Dabei treten die im zu
    Veröffentlicht
    14. April 2010
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Dr. Jochen Scholz

    Ob bei Kaffee, Getreide, Backwaren oder Parboiled Reis – die Kenntnis des Feuchtegehalts von Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten ist für die Produktion und den Handel von Nahrungsmitteln entscheidend. So bestimmt die Materialfeuchte eines Zwischen- oder Endprodukts seine Verarbeitbarkeit und Lagerfähigkeit und wirkt sich oft auf die Qualität der Produkte aus.

    Die Liste der möglichen Anwendungen der Feuchtemesstechnik ist so vielfältig wie die Diversität industrieller Produkte. Spätestens seit der PAT-Richtlinie der FDA nimmt die Bedeutung von onlinefähigen Feuchtemessmethoden, also von Systemen, die den Feuchtegehalt kontinuierlich während des laufenden Prozesses ermitteln, stetig zu. Dies gilt auch für die Lebensmittelindustrie.

    In den meisten Qualitätssicherungslaboren werden nach wie vor die klassischen direkten Feuchtemessmethoden wie die Karl-Fischer-Titration oder die Trockenschrankmethode eingesetzt. Da sich diese nicht für die Online-Feuchtemesstechnik eignen, muss auf indirekte Methoden zurückgegriffen werden. Hier gibt es bereits ein breites Spektrum an messtechnischen Ansätzen. Als erfolgreich haben sich vor allem zerstörungsfreie Methoden herausgestellt, die die Wechselwirkung von feuchtem Messgut mit elektromagnetischen Wellen und Feldern nutzen. Soll dabei nicht nur die Oberfläche analysiert, sondern das Messgut komplett erfasst also sozusagen durchleuchtet werden, müssen langwellige elektromagnetische Strahlungen bzw. elektromagnetische Wechselfelder verwendet werden.

    Das Mikrowellen-Resonanz-Verfahren, kurz MWR, ist eine solche Methode. Im Unterschied zu anderen artverwandten Verfahren, wie die Mikrowellen-Transmission oder kapazitive Verfahren, funktioniert MWR unabhängig von der Schüttdichte. Der Grund: Die durch den Wassergehalt des zu prüfenden Gutes hervorgerufene Dämpfung und Verstimmung der Resonanzkurve eines Mikrowellen-Resonators wird simultan gemessen. Dabei werden elektromagnetische Wellen im Bereich von 1 bis 3 GHz verwendet, dem selben Frequenzbereich, der von Mobil-Telefonen verwendet wird. Vergleicht man die Sendeleistung eines Handys mit der 100-fach geringeren Leistung eines MWR-Sensors, wird klar, dass die MWR-Messung keinen schädlichen Einfluss auf Messgut und Umgebung hat.

    Das MWR-Prinzip beruht auf der Wechselwirkung der Wasserdipole mit dem elektromagnetischen Feld. Es ist also ein weitestgehend wasserselektives Messverfahren. Der Einfluss des Messgutes wird nur durch die Bindung des Wassers an die Hauptbestandteile des zu analysierenden Materials dominiert. Das bedeutet, dass Matrixeffekte wie Rezepturänderungen oder Rohstoffschwankungen nur wenig Einfluss auf die Kalibration des Verfahrens haben. Der Nutzen für den Anwender: Der Kalibrationsaufwand ist gering und die einmal angelegte Kalibration langzeitstabil.

    Das kontinuierlich arbeitende Online-Feuchtemesssystem PMD325PA von Sartorius basiert auf der MWR-Technologie. Es ist in der Lage, bis zu 800 Einzelmessungen pro Sekunde zu verarbeiten, was den Einsatz des Systems auch bei hohen Produktgeschwindigkeiten erlaubt. Dank der kontinuierlichen und präzisen Ermittlung des Feuchtegehalts und der sich daraus ergebenden Steigerung der Prozesssicherheit und Senkung der Prozesskosten amortisieren sich Online-Feuchtemessgeräte in kürzester Zeit.

    Die MWR-Technologie hat sich bereits in verschiedenen Anwendungen bewährt. So wird in verschiedenen Prozessschritten der Kaffeeproduktion – von der grünen Bohne bis zum fertigen Röstkaffee – die Fähigkeit der MWR-Technik zur Gesamtfeuchtebestimmung (Kern- und Oberflächenfeuchte) ausgenutzt. Auch bei der Produktion von Frühstückscerealien ist es wichtig, nicht nur die Oberflächenfeuchte zu messen. Hier nutzt man außerdem den Vorteil aus, dass die MWR-Technologie auch bei inhomogenen Gemischen erfolgreich eingesetzt werden kann. Bei der Feuchtebestimmung in Pulvern am Auslass von Mischern mit hohen Durchsätzen im Batchbetrieb zeigt die Unabhängigkeit von der Schüttdichte ihre Stärken, denn die Schüttdichte im Produktstrom ändert sich an dieser Stelle permanent.

    Von Bypass-Lösungen in Rohrsystemen bis zur 100-%-Kontrolle mitten im Produktstrom – die MWR-Technologie lässt sich in fast jeder Einbausituation nutzen. Die Sensoren sind so aufgebaut, dass auch der Einsatz in Gas- und Staub-Ex-Zonen möglich ist, wie das Beispiel einer erfolgreichen Installation in einer Rapsölmühle zeigt.

    Online-Info www.dei.de/0410447

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →