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    Weniger Stress durch Schallschlucker
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    Technik

    Weniger Stress durch Schallschlucker

    Lärm ist die Ursache für viele Krankheiten. Bereits ab 50 dB(A) können psychische und vegetative Beschwerden auftreten. Im Hygienebereich wird aufgrund
    Veröffentlicht
    19. März 2012
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Nach wie vor ist Lärm am Arbeitsplatz ein großes Problem in vielen produzierenden Industriezweigen. Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2012 in Deutschland ca. 5,5 Mio. Menschen in Lärmbereichen arbeiten. Europaweit nimmt man an, dass jeder fünfte Arbeitnehmer in einem Lärmbereich, zumindest zeitweise, tätig ist.

    Das schweizerische Bundesamt für Umwelt BAFU schätzt, dass alleine in der Alpenrepublik jährlich Gesundheitskosten von 100 Mio. Euro pro Jahr durch Lärmbelastung verursacht werden. Der Grund: Der Körper reagiert auf störende Geräusche automatisch mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Die Folgen sind eine erhöhte Herzfrequenz und erhöhte Blutdruckwerte. Untersuchungen weisen darauf hin, dass durch Lärm bluthochdruckbedingte Krankheiten, aber auch Herzkrankheiten bis hin zum Herzinfarkt zunehmen. Ein anderes Problem: In Räumen mit schlechter Akustik werden Maschinengeräusche zu wahren Kommunikationskillern. Sie erfordern eine erhöhte Konzentration bei der Verständigung und führen zwangsläufig zu Missverständnissen und Fehlern. Viele dieser Arbeitsplätze haben eine Gemeinsamkeit: Sie befinden sich in Hygiene- und Reinraumbereichen.

    In der Fleischwarenindustrie, der Getränkeindustrie, Molkereien, Schlachthöfen etc. sind die Räumlichkeiten aufgrund der hohen Anforderungen an die Hygiene meist mit glatten Wänden und Decken ausgestattet. Auf der einen Seite sind die Rauminnenflächen leicht zu reinigen. Aber aus Sicht der Akustik sind die glatten Oberflächen ungünstig. So liegt das Absorptionsvermögen von Fliesen beispielsweise bei unter 5 %. Ca. 95 % der von Maschinen abgestrahlten Schallenergie wird an den Rauminnenflächen reflektiert und führt durch die fortlaufenden Überlagerungen der Schallwellen zu höheren Schallpegeln im Raum und zu längeren Nachhallzeiten. Für einen Arbeitsplatz eine sehr ungünstige Umgebung.

    Die Voraussetzungen für den Einbau von Schallschluckern sind dabei eigentlich ideal, da Nachhallzeiten und Schallpegel relativ leicht gesenkt werden können. Doch die Vielzahl der Lärmschutzprodukte für den Hygienebereich scheitert an der Reinigung bzw. Pflege.

    Bei der Verwendung von Schallschluckern kommt es in erster Linie darauf an, dass sie leicht und vollständig gereinigt werden können. Häufig arbeiten externe Reinigungsfirmen in den Unternehmen und müssen in einem vorgegebenen Zeitrahmen die Reinigung durchführen. Lassen sich die Absorber nur schlecht reinigen und es bleiben Rückstände, können sich Keime ansiedeln.

    Häufig kommen Akustikdeckenplatten oder Baffeln zum Einsatz. Je nach Produkt besteht der Kern z. B. aus Glas- oder Steinwolle. Damit keine Mikroorganismen eindringen können, wird der Absorberkern mit einer speziellen Folie umhüllt. Der Nachteil: Die leicht demontierbaren Absorber dürfen nur mit einem feuchten Tuch gesäubert werden und sind für die Reinigung mit Hochdruck oder in der Waschanlage nicht geeignet. Auch halten die meisten Absorber der täglichen Reinigung mit Laugen und Säuren – zur Entfernung von Fetten und Eiweißen – auf längere Zeit nicht stand. Ein weiterer Nachteil der folienüberzogenen Schallabsorber: Sie sind zwar wasserabweisend und dampfundurchlässig, aber die Folien können mechanisch verletzt werden oder sich mit der Zeit lösen und somit Schimmel und Bakterien Einlass gewähren. Deshalb müssen die Akustikelemente nach einigen Jahren ausgewechselt werden. Auch wenn die Folienüberzüge nicht sauber geschnitten wurden, können sich Schmutzkanten bilden. Ein weiteres Problem kann bei den Metallrahmen gewisser Absorber entstehen: An den Kanten kann sich Schmutz festsetzen, der ebenfalls die Bildung von Keimen und Schimmel begünstigt.

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    Anders ist die Situation bei den mikrogeschlitzten, absorbierenden Akustikblechen Sono-perf A von Akustik & Innovation, die es in den Ausführungen Edelstahl oder Aluminium gibt.

    Der Abbau der Schallenergie findet unmittelbar beim Durchtritt der Schallwellen durch das absorbierende Akustikblech statt. Andritz Fiedler aus Regensburg produziert die Metallplatten mit Mikroschlitzen, wobei Größe und Form der Schlitze so entwickelt wurden, dass eine größtmögliche Energieumwandlung von Schallenergie in Wärme (Absorption) erfolgt. Beim Einbau von Sonoperf A muss lediglich darauf geachtet werden, dass die Elemente jederzeit gereinigt werden können. Dazu müssen die Bleche leicht demontierbar sein, um sie in Spülmaschinen bzw. Kistenwaschanlagen reinigen zu können, oder sie sind klappbar und können beidseitig mit Hochdruckreinigern gesäubert werden. Sonoperf A erfüllt sämtliche Anforderungen an einen hygienisch einwandfreien Schallabsorber. Das Produkt ist hitze-, feuchtigkeits- und chemikalienbeständig und daher für alle Reinraum- und Hygienebereiche geeignet. In der Ausführung Edelstahl passt sich das absorbierende Akustikblech hervorragend an die bestehende Maschinenumgebung an. Viele Produktvarianten sind herstellbar, wie z. B. Baffeln, Zylinder, Kantenabsorber usw. Es gibt keine Schmutzkanten oder Hohlräume, in denen sich Keime oder Bakterien sammeln und vermehren können.

    In Baffelform werden die mikrogeschlitzten Akustikbleche bereits in einem Lebensmittelkonzern in der Produktion erfolgreich eingesetzt. Der Lärmpegel am Arbeitsplatz eines Mitarbeiters lag vor der Maßnahme bei ca. 86 bis 87 dB(A). Ziel und Vorgabe des Konzerns war eine Halbierung des Lärms mit einer Reduzierung um 3 dB(A). Mit der Verdoppelung der schallabsorbierenden Fläche wird diese Reduzierung erreicht. Sonoperf A wurde im Deckenbereich vollflächig installiert. Im praktischen Anwendungsfall ist der Wert von 84 dB(A) erzielt und die Vorgaben des Konzerns zur vollsten Zufriedenheit erfüllt worden.

    Halle 5.2, Stand A79

    prozesstechnik-online.de/dei0312409

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