K. Bake
Heute werden vom Verbraucher qualitativ hochwertige Milch- und Lebensmittelprodukte erwartet, die schonend hergestellt sowie lange haltbar sind und einen hohen ernährungsphysiologischen Wert haben. Neben dem ursprünglichen Ziel, Milchprodukte lange haltbar zu machen und ausschließlich Mikroorganismen sowie Enzyme zu inaktivieren, müssen deshalb auch andere Kriterien wie Produktqualität, Geschmack, Geruch, Farbe, Viskosität und Lagerungsstabilität berücksichtigt werden.
Milch- und andere lebensmittelverarbeitende Unternehmen können dabei folgende strategische Ausrichtungen wählen:
l Kostenführerschaft für ausgewählte Handelssegmente. d.h. Effektivitätssteigerung,
l Preisführerschaft durch Premiummilchprodukte oder
l Erweiterung der Produktpalette mit Spezialprodukten.
Durch die ständig anwachsende Produktpalette mit erhöhten Anforderungen an die Produktqualität und die Einführung neuer Hygienerichtlinien mit strengen bakteriologischen Maßstäben, haben sich auch die Anforderungen an UHT-Anlagen grundlegend geändert. Die Entwicklung der Tetra-Therm-Aseptic-Plus-Two-Anlage sollte diesen neuen Anforderungen Rechnung tragen (Abb. 1). Zielsetzung war dabei die Optimierung von Sterilisierung, Produktqualität, Wirtschaftlichkeit, Bedienungs- und Servicefreundlichkeit sowie größtmögliche Flexibilität für verschiedene Erhitzungsprozesse und eine Multi-Produktpalette. Mit diesem UHT-Prozeßsystem kann zwischen drei unterschiedlichen UHT-Verfahren für Milch und flüssige Lebensmittel gewählt und damit das Produktionspotential gesteigert werden. Die Produktplatte läßt sich durch einfaches Umschalten zwischen den Systemen flexibel erweitern.Es sind folgende drei Verfahren durchführbar:
l TA VTIS mit direkter Dampfinjektion für Premiumprodukte (Verfahren 1),
l TA Flex mit indirekter Erhitzung für hohe Wirtschaftlichkeit (Verfahren 2),
l TA Plus (Verfahren 3), eine Kombination von Verfahren 1 und 2.
Durch die Kombination von zwei bewährten Systemen – indirekte Erhitzung mit effizienter Wärmerückgewinnung im Röhrenwärmeaustauscher und direkte Dampfinjektion – können UHT-Produkte in Premiumqualität bei gleichzeitig reduzierten Betriebskosten hergestellt werden(Abb.2).




