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    Wirtschaftliche Abwasserreinigung
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    Technik

    Wirtschaftliche Abwasserreinigung

    Für die Entsorgung hochbelasteter Abwässer stehen spezielle Entsorgungsunternehmungen zur Verfügung. Eine Abwasseranlage auf dem Betriebsgelände
    Veröffentlicht
    01. September 1999
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Dipl.-Ing. Johann Bucek

    Abwasserreinigung verursacht Kosten die an das Endprodukt weitergegeben werden und es damit verteuern. Eine Abwasseranlage läßt sich erst dann wirtschaftlich betreiben, wenn die Kosten für Anschaffung und Betrieb der Anlage, Personal, Wartung und Instandhaltung geringer als die Aufwendungen für eine externe Entsorgung sind. Die Tatsache, daß Investitionen in sehr kurzer Zeit amortisiert sein müssen, führt jedoch häufig zu einer Entscheidung gegen die Abwasseranlage auf dem Betriebsgelände.

    Der Tabelle läßt sich entnehmen, daß Vorbehandlungsanlagen auf der Basis thermo-katalytischer Oxidation mit Peroxid in kurzer Zeit amortisiert sind. Für die Berechnung der Amortisationszeit wurden alle Kosten für innerbetriebliche Abschreibung, Kapitalverzinsung, Personal, Betriebsstoffe und eine Vollwartung mit. Katalysatoraustausch berücksichtigt. Die kontinuierlich oder chargenweise zu betreibende Abwasser-Reinigungs- und -Vorbehandlungsanlage arbeitet nach einem energieautonomen, exothermen Mitteldruck- und Mitteltemperaturverfahren. Bei diesem Verfahren wird ein Festbettkatalysator unter Peroxid verwendet. Es fallen keine weiteren Abfallstoffe an. Die Lebensdauer des Katalysators beträgt mehr als ein Jahr. In Langzeitversuchen wurde nach 16 000 Betriebsstunden ein Katalysatorwirkungsgrad von rund 68% ermittelt.

    Die Standardbaureihe der Vorbehandlungsanlage ermöglicht Durchsatzmengen bis 80 000 m3/Jahr. Ein wirtschaftlicher Betrieb rechnet sich erst für größere Mengen organisch-toxischer Komponenten, ab etwa 400 mg/l TOC oder 1000 mgO2/l CSB. Die Anlagen sind emulsionsspaltend, bis 0,5 mm Partikelgröße suspensions- und feststofftauglich und unempfindlich gegen Schwermetalle und hohe Salzfrachten. Die Abwasserfarbe hat keinen Einfluß auf die Wirksamkeit des Reduktionsverfahrens. Anlagekomponenten die einem Korrosionsrisiko ausgesetzt sind, werden unter anderem aus Hoch-Nickellegierungen und Emaille gefertigt.

    Die modular aufgebauten Abwasseranlagen sind leicht transportierbar und lassen sich innerhalb eines Fabrikationsareals auch als Batchentsorger zum jeweiligen Einsatzort bringen. Dadurch wird ein riskantes Hantieren mit dem Abwasser vermieden und das Verlegen von Rohrleitungen überflüssig. Die Anlage ist einfach in der Bedienung und je nach Bedarf mit einer kontinuierlichen Überwachung oder Ex-Schutz ausgeführt. Das Unternehmen bietet als Dienstleistung auch die Entsorgung oder Vorbehandlung der Abwässer durch eigenes Personal und entsprechender Anlagen am Ort des Entstehens an (Abwasser-Contracting).

    Weitere Informationen cav-204

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