Dipl.-Ing. (FH) Denise Fröhlich *
Chloridhaltige Medien, Säuren, aufwendige Instanthaltung oder hoher Energieverbrauch sollen für den Anwender von Pumpen kein Problem mehr sein. Um immer neue Anwendungsgebiete zu erschließen, forscht der dänische Hersteller nach Möglichkeiten, mit speziellen Modifikationen, Zubehör und Aufbau seine Aggragate zu optimieren.
Die Mühe hat sich gelohnt. Die vertikalen, mehrstufigen Hochdruck-Kreiselpumpen der Baureihe CR sind technisch komplett überarbeitet und um zwei Baugrößen (CR 45 und CR 90) sowie neue Anschlußvarianten erweitert worden. Dadurch bieten die Aggregate ein erweitertes Leistungsspektrum (Förderstrom bis 120 m3/h und Motorleistung maximal 45 kW). Die acht Grundmodelle sind in 130 Baugrößen erhältlich und bieten mit PJE- oder Clampkupplungen, Schweiß-, Gewinde- oder Verschraubungsanschlüssen sowie DIN-Flanschen unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten. Außerdem steht jetzt als Werkstoff auch Titan zur Verfügung, und der Wirkungsgrad konnte um 10 auf etwa 80 Prozentpunkte gesteigert werden.
„Um das zu erreichen, haben wir dreißig Verbesserungen einfließen lassen“, erklärt Thies Ehlers, Produktmanager für Industrieprodukte bei der Grundfos GmbH, Wahlstedt. Für den Anwender bedeutet das:
• Energieeinsparung,
• geringe Betriebskosten und
• optimierte Auswahl durch breiteres Programm.
Weitere Konsequenz ist, daß die erforderliche Zulaufhöhe durch den niedrigen NPSH-Wert reduziert werden konnte.
Die durchgängig lasergeschweißten Lauf- und Leiträder leisten einen großen Beitrag zur Verbesserung des Wirkungsgrades. Die Kammern sind mit einem fixen Niro-Spaltring und einem schwimmenden PTFE-Ring ausgestattet, was für geringe Spaltverluste sorgt. Der Halter der Spaltringe ist zugleich die Fördereinrichtung der Feststoffe. Dadurch rotieren die Feststoffe nicht mehr in der Kammer, und der Spaltring läßt sich einfach auswechseln. Dies gilt auch für den Schleißring am Laufradeintritt. „Der Anwender muß jetzt nicht mehr das ganze Laufrad austauschen“, unterstreicht Ehlers das Ergebnis. Außerdem bauen die Pumpen bei gleicher hydraulischer Leistung um etwa 20% kürzer.
„Die Vorgaben der Kunden wie gute Dokumentation, Trockenlaufeigenschaften, Selbstentlüftung sowie einfacher Service mit Standardwerkzeugen konnten wir erfüllen“, freut sich der Produktmanager. Cartridge-Dichtungen machen es möglich, deren Einstellung und Belastung durch Distanzgabeln gesichert wird. Dadurch bleiben die CR-Pumpen auch nach der Montage handlingfreundlich. Die Gleitringdichtung läßt sich ohne Demontage der Pumpe und bei montiertem Motor ersetzen und anschließend justieren, Spezialwerkzeuge sind nicht erforderlich. Und aufgrund ihrer modularen Inline-Bauweise lassen sich die Kreiselpumpen in vorhandene Leitungsnetze einbauen.




