Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Zentrifuge wäscht Kluntjes
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Zentrifuge wäscht Kluntjes

    Die Hauptaufgabe der Zentrifuge V 1250 BC von Heinkel besteht im Waschen von Kandiskristallen, dem Abschleudern von anhaftender Zuckerlösung sowie dem anschließenden Trocknen der bernsteinfarbenen Kluntjes.
    Veröffentlicht
    13. Februar 2019
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Für die belgische Zuckerraffinerie Tirlemontoise hat Heinkel eine neue Zentrifuge geliefert. Ihre Hauptaufgabe besteht im Waschen von Kandiskristallen, dem Abschleudern von anhaftender Zuckerlösung sowie dem anschließenden Trocknen der bernsteinfarbenen Kluntjes.

    Mit über 500 Jahren Erfahrung in der Zuckerproduktion zählt die Raffinerie Tirlemontoise zu den traditionsreichsten Unternehmen der Branche. Nahe der belgischen Stadt Antwerpen entstehen qualitativ hochwertige Produkte, von Rohrohrzucker über Zuckersirup bis hin zum großkristallinen Kandiszucker.

    Ersatz der veralteten Technik

    Für die Herstellung der bernsteinfarbenen „Kluntjes“ waren zuvor zwei Zentrifugen im Einsatz, die gleich aus mehreren Gründen eines Ersatzes bedurften: Installiert auf engstem Raum, waren die beiden Maschinen nur manuell zu bedienen, sowohl was die Beschickung, das Starten und Überwachen des Waschzyklus als auch das Entleeren anging. Die Befüllung erfolgte aus einem gemeinsamen Trog heraus, der lediglich die Menge Kandis für je eine der beiden Zentrifugen fasste. Zudem stand dem Bediener für beide Trommeln nur eine einzige, nicht optimal geeignete Füllvorrichtung zur Verfügung. Aufgrund des produkttypischen breiten Korngrößenspektrums von 0,5 bis 35 mm bestand stets die Gefahr der Unwucht bei ungünstiger Trommelbefüllung. Das Entleeren erfolgte manuell über ein Bodenventil in einen unterhalb der Maschine platzierten Auffangbehälter. Verbleibende Kristalle kehrte der Bediener von Hand aus der Trommel heraus. Kurzum: Der gesamte Prozessablauf war nicht mehr zeitgemäß.

    Effiziente Zentrifuge gesucht

    Gesucht wurde eine Lösung für das Zentrifugieren der Kandiszuckerkristalle, die die aktuellen Ansprüche an Effizienz, Qualität und Zuverlässigkeit erfüllt und dabei die Gegebenheiten vor Ort sowie die spezifischen Verfahrensanforderungen der Raffinerie Tirlemontoise berücksichtigt. Die Hauptaufgabe der Zentrifuge besteht im Waschen der Kandiskristalle bzw. dem Abschleudern der anhaftenden Zuckerlösung sowie dem anschließenden Trockenschleudern nach Abschluss des mehrere Tage bis Wochen dauernden Kristallisationsprozesses.

    Für die Umsetzung dieses anspruchsvollen Projekts kam für die Raffinerie Tirlemontoise schließlich nur Heinkel Process Technology aus Besigheim bei Stuttgart in Frage. Denn der Spezialist für die industrielle Fest-Flüssig-Trennung war der einzige, der nicht nur mit langjähriger Erfahrung und breitem Know-how in Sachen Sondermaschinenbau überzeugte, sondern auch in der Lage war, die erforderliche Flexibilität bei der Planung und Umsetzung zu leisten und zugleich den engen Zeitplan einzuhalten.

    Realisierung in rund sieben Monaten

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    In nur rund sieben Monaten Projektlaufzeit gelang es Heinkel, die ausgedienten Zentrifugen mit ihrer veralteten Technik durch eine einzige speziell auf die Kundenwünsche zugeschnittene, effiziente und vollautomatisch arbeitende Untenentleerzentrifuge der Baureihe V 1250 BC mit Vollflächenausräumer zu ersetzen. Sie erfüllt sämtliche Anforderungen hinsichtlich Durchsatzleistung, Waschergebnis und Kandisqualität. Die Beschickung erfolgt nun nicht mehr über den Fülltrog, sondern mittels einer geschlossenen Füllvorrichtung.

    Bei der Installation der neuen Zentrifuge tauschte Heinkel bestehende Rohrleitungen unter Beachtung der geltenden Vorgaben der Lebensmittelindustrie durch neue aus. Zudem berücksichtigten die Ingenieure die räumlichen Gegebenheiten und führten das Gehäuse in kleinerer Bauweise aus, sodass auch bei einer Deckenhöhe von nur 2,60 m Wartungsarbeiten durchgeführt werden können.

    Automatische Betriebsweise

    Eingebunden in den Prozessablauf der Kandisproduktion, gewährleistet die automatische Betriebsweise der Zentrifuge nun konstante Betriebsbedingungen. Auch die Anpassung der Fahrweise an wechselnde Produkteigenschaften stellt kein Problem mehr dar. Vollautomatisch erfolgt zudem der Reinigungsprozess mittels CIP-System, um nach voreingestellten Chargen eine vollständige Reinigung von Gehäuse und Zentrifugentrommel durchzuführen.

    Enge Abstimmung im Projektteam

    Um die Anforderungen und Wünsche der Raffinerie Tirlemontoise optimal umsetzen zu können, verschafften sich die Ingenieure von Heinkel zunächst ein Bild von der Ausgangssituation vor Ort. Im gemeinsamen Projektteam mit den zuständigen Ingenieuren des Zuckerherstellers erfolgten eine Bestandsaufnahme und die Analyse von Gebäudestruktur, Rohrleitungsbau und der Anforderungen von Peripherie und Herstellungsverfahren bezüglich Baugröße, Teilung des Gehäuses, Füll- und Austragsvorrichtung, Antrieb, Steuerung und Wartung sowie der speziellen Hygienevorschriften der Lebensmittelindustrie. Auf Basis dieser Daten erarbeitete Heinkel eine maßgeschneiderte Sonderlösung. Innerhalb des Projektteams erfolgte die enge Abstimmung von Bauphase im Werk sowie Konstruktion und Fertigung der Zentrifuge in Besigheim. Auf diese Weise waren Kunde und Lieferant ständig über den Projektfortschritt informiert, was nicht zuletzt zur erfolgreichen Umsetzung innerhalb des eng gesteckten Zeitplans beigetragen hat.

    www.prozesstechnik-online.de

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.