Mit dem Palettierroboter Velopack hat Greif-Velox die hohen Anforderungen eines belgischen Zuckerproduzenten erfüllt. Das System ist zuverlässig, wartungsarm, verfügt über eine hohe Leistung und sorgt für ein sauberes Pallettenbild. Das Besondere: Beliebig viele Lagenbilder, Lagengewichte, Paletten und Sackgrößen sind im Programm hinterlegt und lassen sich einfach und schnell abrufen.
Jährlich produziert ein großes belgisches Unternehmen rund 486 235 t Zucker. Den wertvollen weißen Rohstoff lagert er zunächst in Silos, anschließend wird er in loser Schüttung automatisch abgepackt. 10 % der Produktionsmenge gehen schließlich an Endverbraucher, 90 % werden in der Industrie weiterverarbeitet.
Für den Zuckerproduzenten besteht die Herausforderung darin, die riesige Rohstoffmenge so effizient wie möglich zu portionieren und für den Abtransport vorzubereiten, denn im Durchschnitt muss er rund 1330 t Zucker pro Tag absacken und palettieren. Um dieser anspruchsvollen Aufgabe gerecht zu werden, hat sich das belgische Unternehmen nach einer hochleistungsfähigen Palettierlösung umgesehen und ist dabei auf den Palettierroboter Velopack des Lübecker Maschinenbauers Greif-Velox gestoßen.
Hohe Leistung auf kleinem Raum
Der Velopack stellt ein offenes, flexibles Palettiersystem dar, das selbst auf kleinem Raum eine hohe Leistung vollbringen kann. Um die Stellfläche so gering wie möglich zu halten, entschied sich der Zuckerproduzent für die Anschaffung eines Roboters. Damit trotzdem die Palettierung von bis zu 1200 Säcken/h realisiert werden konnte, mussten zunächst jedoch verschiedene Faktoren untersucht werden. So musste geklärt werden, ob der Palettierroboter in Verbindung mit der Fullline als Neuanwendung aufgestellt oder in vorhandene Strukturen eingepasst werden sollte. Beim belgischen Zuckerhersteller war letzteres der Fall. Der Roboter ließ sich ohne größere Umbaumaßnahmen in die bestehende Anlage integrieren. Allerdings war für die Anpassung der einzelnen Aggregate aufeinander besonderes Know-how gefragt. Nur so konnte die geforderte Höchstleistung von bis zu 1200 Säcken/h erbracht werden.
Insbesondere die Winkel, die der Roboter abfahren muss, spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Je größer der Schwenkbereich, desto langsamer kann palettiert werden, da die Wege zu lang sind. Im Hochleistungsbereich sollte der Schwenkwinkel also kleiner als 45° betragen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Beschleunigungskräfte zu hoch sind, der Sack im Greifer verrutscht und schief auf der Palette landet. Darüber hinaus müssen beim Leerpalettenhandling, also der Bereitstellung einer neuen Palette, die Wechselzeiten so kurz wie möglich gehalten werden, um keinen negativen Einfluss auf die Leistung der Palettierung zu nehmen. Diese Anordnungen werden vorweg am Computer simuliert, um alles optimal aufeinander anzupassen.




