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    Technik

    Zwischenkreislauf nicht notwendig

    In Abhängigkeit vom Anwendungsfall bestehen die ThermoLine-Apparate aus einer unterschiedlichen Anzahl von Platten, die entweder verschraubt oder Laser
    Veröffentlicht
    14. Juni 2004
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Wolfgang Dietrich

    Die Plattenwärmeübertrager der ThermoLine-Baureihe eignen sich bauartbedingt für verschiedenste Anwendungen in der Lebensmittelindustrie. Sie bestehen entweder aus aneinander gereihten Platten oder aus mehreren Modulen, die aus jeweils zwei profilierten Edelstahlblechen bestehen. Für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassene Elastomerdichtungen dichten die Platten bzw. Module gegeneinander ab. Dadurch entstehen zwei enge Strömungskanäle für die zu temperierenden Medien. Deren Höhe liegt zwischen 3 und 7 mm. Außerdem befinden sich in diesen Kanälen zahlreiche Auflagepunkte der Wärmeübertragerplatten, die für hohe Turbulenzen in den Fließspalten sorgen und somit sehr hohe Wärmeübergangskoeffizienten gewährleisten. Standardmäßig haben die Apparate lackierte Gestelle und sind bei der Verwendung von Kältemitteln mit den in der Kältetechnik üblichen Nut-Feder-Sicherheitsanschlüssen ausgestattet. Auf Wunsch des Anwenders stehen die Apparate auch mit dem hygienischen F-Type-Edelstahlgestell und Anschlüssen nach DIN11851 (Produktseite) zur Verfügung.

    Neben der konventionellen Ausführung, bei der die Edelstahlplatten unter Einsatz geeigneter Dichtungen im Gestell verschraubt sind, gibt es die ThermoLine-Plattenwärmeübertrager auch mit verschweißten Modulen. Letztere ermöglichen eine energetische Optimierung der Verarbeitungsprozesse – ein Umstand, dem bei ständig steigenden Primärenergiekosten große Bedeutung zukommt.

    Mit den voll verschraubten, elastomergedichteten ThermoLine-Plattenwärmeübertragern lässt sich eine hohe Wärmerückgewinnung aus heißen Medien realisieren. Bei der Kombination von Erhitzen und Abkühlen kann durch die Auswahl geeigneter Platten und Abteilungen eine Wärmerückgewinnungsrate von 98 % erreicht werden. Das heißt: ThermoLine-Apparate mit einer entsprechenden Anzahl von verschraubten und mit Elastomeren abgedichteten Apparatesegmenten sind optimal für kombinierte Erhitzungs-und Abkühlungsprozesse geeignet. Anders stellt sich die Situation bei einfachen und direkten Abkühlungsprozessen dar. Hier bieten die ThermoLine-Anlagen mit Laser verschweißten Platten besondere energetische Vorteile.

    Die ThermoLine-Anlagen mit verschweißten Platten sind ebenfalls modular aufgebaut, lassen sich flexibel einsetzen und zeichnen sich darüber hinaus durch einen hohen Sicherheitsstandard aus.

    Ein Modul des Plattenwärmeübertragers besteht aus zwei, mit einem Laser verschweißten Platten. Zusatzwerkstoffe für die Schweißnaht werden nicht benötigt. Die verschweißten Module weisen eine hohe Druckfestigkeit auf, sind korrosionsfest und äußerst temperaturbeständig. Schnelle Temperaturwechsel stellen für sie kein Problem dar. Die zum Einsatz kommenden Werkstoffe hängen vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Das Spektrum reicht hier von verschiedenen Edelstählen über Nickelbasislegierungen bis hin zu Titan, das für den Einsatz in stark gesalzenen und damit korrosiven Produkten prädestiniert ist.

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    Im Innern jedes Moduls entsteht ein druckbeständiger und dichter Fließspalt. Der Ringspalt zwischen den Modulen wird mit einer EPDM- oder NBR-Dichtung, die gegebenenfalls auch mit einem PTFE-Mantel ausgestattet sein kann, abgedichtet. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der Umstand, dass die Ringdichtung nach außen gekammert ist. Auf diese Weise kann sie Druckänderungen im Modulinneren gut aufnehmen. Des Weiteren wird sie von einem nach außen offenen Sicherheitsraum umschlossen, der eine sichere Trennung des Modulinneren von der Produktseite garantiert.

    Die ThermoLine-Plattenwärmeübertrager mit verschweißten Plattenmodulen eignen sich sehr gut für den direkten Einsatz eines Kältemittels, beispielsweise NH3. Die dem Produkt entzogene Wärme führt zu einer Verdampfung des Kältemittels im Raum zwischen den verschweißten Platten. Dabei herrscht üblicherweise der höhere Betriebsdruck auf der Produktseite (Verdampfungsdruck von NH3 beträgt 2,83 bar bei T0 von -3 °C). Das heißt: Im Falle eines Plattenbruchs ist das Risiko einer Kontamination des Produktes mit dem Kältemittel sehr gering. Durch den Einsatz entsprechender Sensoren auf der Produktseite, kann zudem eine schnelle Alarmierung bei einem Plattenbruch erreicht werden.

    Durch die direkte Abkühlung des Produktes entfällt ein energieaufwändiger und kostenintensiver Zwischenschritt über ein Servicemedium.

    In punkto Wartungsfreundlichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen den ThermoLine-Anlagen mit verschraubten und verschweißten Platten: Nachdem das Kältemittel abgesaugt wurde, können die Plattenmodule problemlos voneinander getrennt und anschließend gereinigt werden. Ebenso einfach ist ein Dichtungswechsel oder eine Erweiterung der Anlage durch zusätzliche Plattenmodule.

    ThermoLine-Anlagen mit Laser verschweißten Platten werden bereits bei der Herstellung von alkoholfreien Getränken, Bier und Bierwürze sowie Spirituosen wie Wodka erfolgreich eingesetzt.

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    www.thermowave.de

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