Eine Zeilenkamera erfasst pro Belichtungszyklus lediglich eine einzelne Pixelzeile des Bildfeldes. Durch die kontinuierliche Relativbewegung zwischen Kamera und Objekt – etwa auf einem Förderband oder einer Rollenanlage – werden die aufeinanderfolgenden Zeilen zu einem vollständigen Flächenbild zusammengesetzt. Dieses Prinzip ermöglicht eine theoretisch unbegrenzte Bildlänge in Transportrichtung bei gleichzeitig hoher Auflösung quer zur Bewegungsrichtung. Zeilenkameras arbeiten mit sehr kurzen Belichtungszeiten und hohen Zeilenraten, wodurch Bewegungsunschärfe vermieden wird. Die Synchronisation mit der Objektbewegung erfolgt typischerweise über einen Encoder, der die Vorschubgeschwindigkeit erfasst und den Kameratakt entsprechend anpasst. Verbreitet sind monochrome und Farb-Zeilenkameras, letztere häufig im Tri-Linear- oder Prismenprinzip zur simultanen RGB-Erfassung. Zeilenkameras werden bevorzugt in der Druckbildinspektion, Textilfehlerprüfung, Holzindustrie, Folienkontrolle sowie bei der Inspektion von Bahnen- und Rollenmaterial eingesetzt. Gegenüber Flächenkameras erfordern sie eine präzise Ausrichtung und eine stabile, gleichmäßige Objektgeschwindigkeit.
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Zeilenkamera
BildverarbeitungQuelle: wirautomatisierer-Redaktion