Auf Paletten, in Jute- und Sisalsäcken verpackt, erreichen die Kakaobohnen die Lagerhallen im Amsterdamer Hafen. Ein Gabelstapler transportiert die Paletten zu einer Rollenbahn der Baureihe RB-3 und stellt sie seitlich auf der Bahn ab. Letztere fördert die Paletten zu einer DP-2-Depalettiermaschine. Sie ist mit einer speziellen Hub- und Schwenkeinrichtung ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Säcke lagenweise abgetragen werden. Die Säcke fallen auf ein Fördersystem mit integrierter Sackvereinzelung. Diese stellt sicher, dass die Kakaosäcke gleichmäßig und vereinzelt die Sackentleermaschine Dima-1200 erreichen, denn nur so ist ein störungsfreier Betrieb der Anlage möglich. Die Leerpaletten werden in einem Magazin gesammelt. Es ist neben der Hub- und Schwenkeinrichtung angeordnet und bietet Platz für 14 Paletten.
Die vollautomatische Sackentleermaschine Dima-1200 besteht im Wesentlichen aus einer Messerkammer und einem Trommelsieb. In der Messerkammer befinden sich zwei parallele Wellen auf denen mithilfe von Klemmbuchsen jeweils fünf Messer aus gehärtetem Chromstahl montiert sind. Die rotierenden Messer schneiden die Säcke an der Ober- und Unterseite. Die Drehrichtung der Messer entspricht der Fallrichtung der Säcke. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Säcke zuverlässig zerkleinert werden und samt Inhalt in die Maschine gezogen werden. Die geöffneten Säcke gelangen über eine Gleitrinne direkt in das große rotierende Trommelsieb. Dort werden sie mehrfach umgewälzt. Dadurch kommt es zu einer gründlichen Trennung des Sackmaterials vom Schüttgut, in diesem Fall von den Kakaobohnen. Das Ergebnis ist ein Entleerungsgrad von fast 100 %. Während die Kakaobohnen durch die Sieböffnung nach unten fallen, wandern die Sackreste durch die Neigung der Trommel zum Ausgang der Maschine.
Die Dima-1200 ist wartungsfreundlich konstruiert. Die Messer lassen sich bequem über eine große seitliche Öffnung in der Messerkammer warten und montieren. Das Gehäuse des Trommelsieb hat für Wartungszwecke große Inspektionstüren mit Schnellverschlüssen. Sämtliche Türen und Klappen der Maschine sind mit Sicherheitsschaltern ausgestattet, die einen Betrieb der Sackentleermaschine im geöffneten Zustand verhindern. Um die Lärmbelastung für das Anlagenpersonal so gering wie möglich zu halten, haben die Laufräder zum Antrieb der Trommel mit Gummi beschichtete Laufflächen. Sämtliche produktberührten Teile der Sackentleermaschine Dima-1200 – sie kann neben Jute- und Sisalsäcken auch solche aus Papier und Kunststoff verarbeiten – sind aus Normalstahl gefertigt. Auf alle produktberührten Teile ist eine für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie zugelassene Lackschicht aufgebracht.
Über einen Flansch oberhalb der Messerkammer ist die Sackentleermaschine mit einer Entstaubungseinheit verbunden. Das am Polypropylen-Filter zurückgehaltene Produkt wird über ein Pressluftreinigungssystem abgeblasen und zurück in die Sackentleermaschine geführt.




