Herr Niermann, Nord Drivesystems ist zum ersten Mal auf der Drinktec. Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Jörg Niermann: Wir legen einen besonderen Fokus auf die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Daher ist es uns wichtig, uns als Produkt- und Lösungsanbieter auf den Branchenmessen zu präsentieren. Den Anfang haben wir bereits auf der Brau 2016 gemacht.
Welche Produkthighlights erwarten die Besucher im September auf Ihrem Messestand?
Jörg Niermann: Zum Beispiel unsere zweistufige Kegelradgetriebebaureihe Nordbloc.1 – erst kürzlich haben wir sie um eine kleine Einheit für Abtriebsdrehmomente bis 50 Nm erweitert.
Welche Varianten umfasst die Serie?
Jörg Niermann: Erhältlich sind sechs Baugrößen mit Abtriebsdrehmomenten zwischen
50 bis 660 Nm, Leistungen von 0,12 bis 9,2 kW und einem breiten Übersetzungsverhältnis von 3,58:1 bis 70:1. Die Getriebe dieser Serie zeichnen sich durch ihre glatten Oberflächen in Washdown-Ausführung aus und machen sie insbesondere für hygienisch sensible Bereiche und die Getränkeindustrie interessant. Unsere optional verfügbare Oberflächenveredelung NSD TupH bietet zudem einen besonders hohen Schutz gegen Korrosion und aggressive Reinigungsmittel.
Wofür steht das Kürzel NSD TupH?
Jörg Niermann: NSD steht für „Nord Severe Duty“ und das Wort TupH ist unsere Wortneuschöpfung aus dem englischen Wort „tough“ und dem Kürzel „pH“. Die Kennzeichnung verdeutlicht, dass alle Produkte mit dieser Spezialoberfläche unter härtesten Bedingungen zum Einsatz kommen können und über eine breite Widerstandsfähigkeit gegen Säuren und Laugen verfügen – diese derzeit einzigartige Oberfläche ist ein weiteres Highlight von uns auf der Drinktec.
Wie funktioniert das Oberflächenveredelungsverfahren genau?
Jörg Niermann: NSD TupH können wir auf alle Aluminiumoberflächen applizieren. Dazu nehmen wir fertig bearbeitete Werkstücke aus dem Lager und überarbeiten im ersten Schritt die Oberflächenschicht elektrolytisch. So wird sie rauer, härter und unempfindlich gegen chemische Reaktionen. Im zweiten Schritt tragen wir noch eine glatte Schutzschicht auf. Sie ist ebenfalls chemisch unempfindlich und verbindet sich sehr stark mit der ersten Schicht. Am Schluss lassen sich die veredelten Bauteile fertig montieren.




