Günter Unkrig, Wolfgang Augel
Lange agierte Rhodius ausschließlich als Abfüller des Pepsi-Markenspektrums. Erst im Jahr 1974 begann das im Vulkanpark Brohltal/Laacher gelegene Unternehmen mit der Abfüllung und Vermarktung von selbst erzeugten Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. „Das war die richtige Entscheidung“, erläutert Stefan Tönnesmann, Geschäftsführer der Rhodius Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG. „Heute verfügen wir somit über zwei Standbeine – das Eigenmarkengeschäft und die Lizenz- und Lohnabfüllung.“
Etwa 30 % aller Füllungen gehen momentan auf das Konto der Getränkeeigenmarken. 70 % betreffen die Lohnabfüllung. Bei ca. 60 % der im Auftrag gefüllten Produkte handelt es sich um Getränke aus dem Pepsi-Markenspektrum.
Gerade im Bereich der Lohnabfüllung kommt Rhodius die schon sprichwörtliche hohe Flexibilität des Mineralbrunnens entgegen. So managt Rhodius neben der Abfüllung von unterschiedlichsten alkoholfreien Getränken beispielsweise auch die Abfüllung von alkoholhaltigen Getränken wie Bier, Wein, Weinmischgetränken oder Prosecco in verschiedenartige Gebinde. Das Spektrum reicht hier von Dosen und PET-Flaschen über Glasflaschen bis hin zu Kegs. Auch die Eigenmarken stehen dem Verbraucher in unterschiedlichsten Gebinden zur Verfügung.
Unter den Rhodius-Eigenmarken erzielt Rhodius Mineralwasser mit etwa 80 % den Löwenanteil am Absatz. In puncto Qualität konnte es mehrfach punkten. Die DLG beispielsweise verlieh für das besonders magnesiumreiche Rhodius Mineralwasser in den Kategorien Classic, Medium und Naturell drei goldene Medaillen. Die Zeitschrift Öko Test gab dem Mineralwasser von Rhodius das Prädikat „sehr gut“.
Als Zielgruppe für die Rhodius-Eigenmarken gelten sportlich aktive Menschen sämtlicher Altersklassen. Beliebtheit sind Rhodius-Markenprodukte aber nicht nur im Handel, sondern auch in der Gastronomie.
In der Vergangenheit erhielten Gastronomen die Rhodius-Produkte vor allem in Großbehältern. Das hat sich nun geändert. Seit der Inbetriebnahme der neuen KHS-Keglinie werden die Gastronomiebetriebe hauptsächlich mit 10- und 20-l-Schlankkegs beliefert. „Bisher erhielten wir ausschließlich positive Resonanzen auf die Umstellung“, freut sich Tönnesmann. „Vor allem das einfachere Handling sowie die hohe hygienische Sicherheit dieser Gebinde überzeugen.“ Hinzu kommt, dass sie sowohl in der Brauindustrie als auch in der Gastronomie gut eingeführt sind. Die Anwender schätzen den geringen Platzbedarf. Außerdem verhindern diese speziellen Edelstahlfässer bei der Abfüllung und Lagerung einen Kontakt des abzufüllenden Guts mit der Umwelt, da es sich sowohl während als auch nach dem Füllvorgang ständig in einem geschlossenen Druckbehälter befindet. Außerdem sind Kegs lichtundurchlässig, geschmacksneutral, korrosions- und stoßfest. Weiterer Pluspunkt: Sie erlauben eine Lagerung des Produkts über einen sehr langen Zeitraum, ohne dass es zu Qualitätseinbußen kommt. Vorteile über Vorteile, die auch die PepsiCo Deutschland sieht. „Der Einsatz der neuen KHS-Keglinie“, erläutert Tönnesmann, „wird auch von unserem wichtigsten Lizenzpartner sehr positiv gesehen. Ein Großteil unserer Keg-Abfüllaktivitäten betrifft derzeit Pepsi-Markenprodukte.“




