Die in der Region Altai, in einem kleinen Ort in Südsibirien, ansässige Brauerei Bochkari verfügt über die höchste Keg-Anlagenkapazität im russischen Markt. Das Unternehmen setzt dabei seit Mitte des Jahres 2000 auf Anlagen von KHS. „Mit der Investition in unsere neue Innokeg Till Contikeg verdeutlichen wir, wie stark wir mit einem umfassenden weiteren Wachstum unserer Biere, unserer alkoholfreien Getränke und unserer Kwass-Produkte im Keg rechnen“, führt Vadim Petrovich Smagin, Generaldirektor der Brauerei Bochkari, aus. Gegründet wurde Bochkari vom Großvater des heutigen Inhabers im Jahr 1989 mit einer Produktionskapazität von 30 000 hl Bier/Jahr. Die Absatzzahlen betrugen bis Mitte der 1990er-Jahre etwa 10 000 hl Bier jährlich. 2011 waren es 500 000 hl Bier, 200 000 hl Kwass und 100 000 hl alkoholfreie Getränke. Gebinde Nummer eins ist bei der Brauerei bis zum heutigen Tag das Keg geblieben. 2012 wird ein Zuwachs von 30 % erwartet. Smagin: „2013 peilen wir die 1,2-Mio.-Hektoliter-Marke an. Als Haupt-wachstumsträger sehen wir künftig vor allem Kwass, Wasser und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.“
Eine hohe Popularität verzeichnen Bochkari-Produkte schon lange nicht mehr ausschließlich im Heimatmarkt Sibirien, sondern in ganz Russland. Für die Brauerei muss die Produktqualität ebenso stimmen wie die Qualität der Zusammenarbeit mit ihren Partnern. Smagin: „KHS-Technik und -Service sind mit beteiligt an unseren bisherigen Erfolgen. Daher haben wir uns bei der anstehenden Investition für die Innokeg Till Contikeg-Rundläufer-Kegtechnik entschieden.“
Die Kegs werden zunächst einer gründlichen Außenreinigung unterzogen. Häufig kommen sie verschmutzt in die Brauerei zurück. Nicht selten findet der Rücktransport auf ungeteerten Straßen statt. Um den groben Schmutz zu entfernen, werden die Kegs zunächst mit Heißwasser gespült. Es folgt die Laugereinigung, das Entfernen der Lauge mit Heißwasser und schließlich die Nachbehandlung mit Frischwasser.
Im Anschluss gelangen die Kegs über einen Einlaufstern in den Innenreinigungskreisel der Innokeg Till Contikeg. Jedes Keg wird einer Station zugewiesen, dort exakt positioniert und mittels Anpresszylinder auf dem Reinigungskopf fixiert. Erster Schritt im Innenreiniger: die Dichtigkeitsprüfung. Sterilluft gelangt hierfür in den Reinigungskopf. Hält sich der Druck im Kopfraum bei geschlossenem Zu- und Ablaufventil über eine gewisse Zeitspanne hinweg, ist das Keg zur Innenreinigung bereit. Im Fall eines Druckabfalls ist eine Undichtigkeit der Kopfdichtung gegeben. Das Keg wird nicht weiter behandelt und direkt bei Auslauf aus dem Reinigungskarussell automatisch ausgewiesen.
Für „gut“ befundene Kegs erfahren den Innenreinigungsprozess, der mit einer Restdruckprüfung startet, mit deren Hilfe feststellbar ist, ob das Keg beschädigt ist oder manipuliert wurde. Dann beginnt die Resteausblasung durch Sterilluft. Bei Beschädigung wird der Innenreinigungsprozess abgebrochen und das Keg nach Verlassen der Maschine ausgewiesen. Es folgen die Reinigung mit Mischwasser, um Bierreste auszutragen, und schließlich die Lauge- und Säurereinigung. Das hierbei eingesetzte Verfahren der pulsierenden Spritzung steht sowohl für die äußerst zuverlässige Reinigung der Keg-Innenwand als auch des Steigrohrs. Die Reinigungsflüssigkeit wird abwechselnd mit unterschiedlicher Durchflussintensität gespritzt. Hoher Durchfluss sichert die optimale Reinigung der Innenwand, niedriger Durchfluss steht für die intensive Reinigung des Steigrohrs. Über den Ringkanal werden die Reinigungsflüssigkeiten dann in die Reinigungsmitteltanks abgeführt. Der Reinigungsmittelkreislauf ist geschlossen. Eine finale Heißwasserspülung sorgt dafür, dass an Keg-Innenwand und Steigrohr haftende Reinigungsmittelreste zuverlässig abgespült werden. Letzte Flüssigkeits- und Wasserrückstände gelangen durch ein Ausblasen mit 130-grädigem Dampf aus dem Keg. Die finale Ausblasung und Druckbeaufschlagung mit Dampf tötet noch vorhandene Keime zuverlässig ab, das Keg ist steril. Zudem minimiert Dampf den Sauerstoffgehalt im Keg.




