Studien ergaben, dass der Geschmack von einigen sehr gut löslichen anorganischen Magnesiumsalzen wie Magnesiumchlorid oder Magnesiumsulfat bitter und adstringierend ist [1]. Folglich ist es nur begrenzt möglich, diese Salze zur Mineralstoffanreicherung von Lebensmittel- oder Getränkeformulierungen zu verwenden, obwohl ihre hohe Löslichkeit oft auch mit einer hohen Bioverfügbarkeit einhergeht [2].
Die Dr. Paul Lohmann GmbH KG bietet über 400 verschiedene Mineralstoffe in unterschiedlichen Qualitäten und Reinheiten an, die unter anderem speziell für die Anreicherung von Lebensmitteln und zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln konzipiert wurden. Dazu gehören neben Pulvern und kristallinen Produkten auch mikronisierte und mikroverkapselte Mineralstoffe. Außerdem umfasst das Produktportfolio auch direkt verpressbare Granulate zur Verarbeitung in Tabletten.
Als Alternative zu Magnesiumsalzen mit anorganischen Anionen sind lösliche organische Magnesiumsalze, wie Citrate, aber auch Lactate, Gluconate und Bisglycinate, für ein breites Anwendungsspektrum geeignet. Vor diesem Hintergrund hat der Mineralstoff-Spezialist aus Emmerthal ein neues, hochlösliches Magnesiumcitrat mit einem angenehm säuerlich-fruchtigen Geschmack entwickelt. Seine Löslichkeit beträgt mehr als 200 g/l. Damit ist es gut für die Verwendung in flüssigen Nahrungsergänzungsmitteln mit hoher Konzentration, beispielsweise Trinkampullen, geeignet. Aufgrund der hohen Löslichkeit und der damit einhergehenden geringen benötigten Wassermenge können so sehr einfach die gewünschten Magnesiumgehalte in einem geringen Volumen erzielt werden.
Im Gegensatz zu anderen Magnesiumcitraten entsteht bei diesem Produkt kein Wärmeeffekt während des Auflösens.
Brausetabletten oder lösliche Instantgetränkepulver sind eine häufige Darreichungsform für mineralstoffhaltige Nahrungsergänzungsmittel. Bei einer geringen Löslichkeit der Inhaltsstoffe oder einem sehr langsamen Auflösungsverhalten können Pulverrückstände im Glas verbleiben, die oftmals ein unangenehmes, sandiges Mundgefühl hinterlassen. Mit dem neuen Magnesiumcitrat ist jetzt ein organisches Salz verfügbar, das sich rückstandsfrei auflöst.
Neben der Löslichkeit sind auch andere Produkteigenschaften für den Einsatz verschiedener Magnesiumpräparate in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ausschlaggebend. Wichtige Parameter sind der pH-Wert der Lösung sowie der Magnesiumgehalt des Magnesiumsalzes. Bild 1 gibt einen Überblick über unterschiedliche Magnesiumcitrate anhand der vier wichtigen Parameter Metallgehalt, pH-Wert der Lösung (oder Suspension), Geschmack und Löslichkeit.
Das gustatorische System des Menschen reagiert auf mehrere Geschmacksimpulse, die miteinander interagieren [3]. Breslin et al. haben das Zusammenspiel von salzigem und bitterem Geschmack untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der bittere Geschmack von Magnesiumsulfat durch die Salzigkeit von Natriumchlorid nur geringfügig unterdrückt werden kann. Im Gegensatz dazu wurde festgestellt, dass die Intensität der Wahrnehmung anderer gängiger Bitter-Reize, die beispielsweise von Koffein, Chinin oder Harnstoff ausgelöst werden, weitaus geringer ist, wenn sie in Kombination mit Natriumchlorid aufgenommen werden [4].




