Das robotergestützte Abfüllsystem Microrobot 50 wurde speziell für die Abfüllung von hochpotenten und zytostatischen Arzneimitteln entwickelt, die beispielsweise zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden. Damit passt das System sehr gut in die Produktpalette von Romaco Macofar. Das Unternehmen mit Sitz in Bologna ist auf die Primärverpackung von Pulvern und Flüssigkeiten für pharmazeutische Produkte spezialisiert.
Abfüllen von Krebsmedikamenten
Die Initiative zur Entwicklung des Microrobot 50 ging von einem Unternehmen aus, das hochpotente und zytostatische Medikamente u. a. für die Onkologie herstellt. Das Unternehmen benötigte eine Maschine, die diese Medikamente aseptisch und unter Isolatorschutz mit einer Geschwindigkeit von 50 Fläschchen pro Minute und einem Inhalt von 20 mg bis 2 g pro Fläschchen in Injektionsfläschchen abfüllt. Die Isolierung war in diesem Fall aus zwei Gründen wichtig: Erstens muss die Sterilität während des Abfüllprozesses gewährleistet sein, um das Eindringen von Kontaminationen zu verhindern. Zweitens dient sie der Sicherheit des Bedienpersonals, da hochpotente Medikamente wie Wirkstoffe gegen Krebs gehandhabt werden. Unter diesen Bedingungen ist eine manuelle Handhabung nicht möglich. Deshalb kommen beim Abfüllsystem Microrobot 50 drei Roboter zum Einsatz.
Im Kern des Prozesses: drei Roboter
Der erste Roboter entnimmt sterile Fläschchen (Vials), die aus einem Depyrogenisierungstunnel kommen, und transportiert sie – jeweils zwei auf einmal – zur Dosierstation. Hier wird das Pulver eindosiert. Anschließend greift der zweite Roboter die Vials und übergibt sie der Verschließstation. Hier nimmt zunächst ein Vakuumgreifer die Bördelkappen von einem Vibrationsförderer auf und setzt sie auf die vom Roboter gehaltenen Fläschchen.
Ein Bildverarbeitungssystem überprüft, ob der Sitz korrekt ist. Der dritte Roboter befindet sich an einer Doppelstation, die die Verschlüsse mit kontrollierter Crimpkraft verschließt. Eine rotierende Klinge, angetrieben von einem geregelten Servomotor, übernimmt das Falzen des Crimps. Der Verschließprozess ist damit beendet. Die verschlossenen Fläschchen werden anschließend aus der Maschine gefördert. Als fehlerhaft erkannte Vials legt der dritte Roboter in speziellen Trays ab.
Roboter für sterile Umgebungen
Die eingesetzten Roboter müssen sehr präzise sein und mit hoher Reproduzierbarkeit arbeiten, da sie bei 50 Vials pro Minute 72 000 Zyklen an einem Tag erreichen. Zudem müssen sie in der Lage sein, in einer sterilen und isolierten Umgebung zu arbeiten. Das schließt die Fähigkeit ein, anspruchsvolle und häufige Reinigungsprozesse zu überstehen.




