Der Ursprung von Baltika liegt in St. Petersburg. Hier wurde 1990 die erste Braustätte eröffnet. Mittlerweile hat die Baltika Brauerei, die zu BBH (Baltic Beverage Holding) gehört, weitere Brauereien übernommen. Diese sind Baltika-Don, größte Brauerei im Süden Russlands und seit 1998 Mitglied der Baltika-Gruppe sowie die Tulskoje pivo Brewery, sechstgrößte Brauerei Russlands und seit 2000 Mitglied der Baltika-Gruppe. Ein Neubau weiterer Braustätten ist an den Standorten Samara, Zentralrussland, und Chabarowsk im östlichen Teil Russlands geplant. Beide Brauereien sollen nach Aufbau eine Kapazität von jeweils einer Million hl halten. Zur optimalen Betreuung des russischen Marktes verfügt Baltika zudem über 21 Vertriebsorganisationen, die in den größten Städten Russlands angesiedelt sind.
Das Biersortiment der Baltika umfasst heute 11 „Zahlenbiere”, von der Nummer 0 beginnend bis hin zur Nummer 10. Nummer 0 ist beispielsweise die Bezeichnung für das erst kürzlich ins Sortiment aufgenommene alkoholfreie Bier, Nummer 3 für „Classic”, Nummer 9 für ein spezielles Jubiläumsbier. Hinzu kommen weitere Bierspezialitäten wie die noch junge Marke Parnas und das berühmte Honigbier, das ausschließlich in der 1,5-l-PET-Flasche angeboten wird. In der Braustätte Tula setzt man auf regionale Biere der Marke Arsenalnoye, in Rostov am Don auf die Marke Baltika-Don.
Neben Bierspezialitäten produziert die Baltika-Gruppe auch alkoholfreie Getränke, allerdings in geringem Maße und vor allem, weil der Handel die Sortimentsergänzung wünscht.
Die Baltika-Gruppe nahm in 2000 unter den großen internationalen Brauereigruppen den zehn-ten Platz im Hinblick auf Absatzzahlen ein und stand damit im Ranking noch vor Holsten, Guin-ness, Efes, Brau und Brunnen sowie der Warsteiner Brauerei.
Bis 1998 arbeitete Baltika ausschließlich mit drei Abfülllinien für Glas, von denen zwei mit KHS-Füllern, KHS-Reinigungsmaschinen und KHS-Transporteuren ausgestattet sind. Prozentuale Absatzsteigerun-gen machten die Investition in neue technische Lösungen größeren Ausmaßes erforderlich. Baltika orderte daher Ende 1998, als die Ausstoßzahlen bereits bei 4,88 Millionen hl lagen, eine 120 000er-Glaslinie bei Partner KHS. Diese Anlage stellte zum damaligen Zeitpunkt die größte je gebaute Abfüll- und Verpackungsanlage für Flaschenbier im gesamten osteuropäischen Raum dar.
In der 120 000er-Glasanlage zur Abfüllung der 0,5-l-Bierflasche übernehmen zwei Säulenroboter Innopal sowohl Entpalettierung der Leergutkästen als auch die Bepalettierung der Vollgutkästen. Die mehrachsigen Geräte sind durch einen drehbaren Kombigreifkopf flexibel für unterschiedlichste Aufgabenbereiche einsetzbar und arbeiten vollautomatisch. Kastenaus- und -einpacker ist jeweils der kontinuierlich arbeitende vollautomatische Rundlaufpacker Innopack CR. Der Kastenwascher Innoclean KW säubert das Kastenmaterial zuverlässig. Für die Reinigung der Flaschen kommt die Doppelendreinigungsmaschine Innoclean DM zum Einsatz. Sie ist ausgelegt für höchste Reinigungsansprüche mit konsequenter Trennung von Schmutzgut und Reinflaschenabgabe. Herzstück der Anlage sind zwei rechnergesteuerte, pneumatische Druckfüllsysteme Innofill DRF. Durch das Füllrohr mit integrierter Füllhöhensonde wird die präzise Befüllung der Glasflaschen gewährleis-tet. Der unterschichtende Füllprozess steht für hohe Produktqualität durch niedrige Sauerstoffaufnahme. Ein hohes Maß an mikrobiologischer Sicherheit bietet der mikrobiologische Füllervortisch. Er gewährleistet einen optimalen, gezielten und schnellen Abfluss von Produktresten, Schaum, Wasser und Scherben aus dem biologisch kritischen Bereich des Füllers zum Boden. Moderne Inspektionstechnik bietet Sicherheit durch stete Prüfung von Leerflaschenmaterial und befüllten Glasflaschen.




