Viele Konsumentinnen und Konsumenten möchten sich pflanzlicher ernähren und trotzdem nicht ganz auf Fleisch und Fisch verzichten. Mit Hybridprodukten können Hersteller einen guten Kompromiss schaffen, denn sie bleiben geschmacklich nahe am Original und haben gleichzeitig einen geringeren Fleischgehalt. Beneos pflanzliche Texturate verleihen diesen Produkten den richtigen Biss und können gleichzeitig das Mundgefühl und die Saftigkeit verbessern.
Die Deutschen essen immer weniger Fleisch. Laut jüngsten Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist der Pro-Kopf-Verzehr im vergangenen Jahr erstmals auf unter 52 kg gesunken. Fünf Jahre zuvor lag der Wert noch bei fast 61 kg. Die Lebensmittelbranche reagiert auf diesen anhaltenden Rückgang mit einer wachsenden Zahl pflanzlicher Alternativen. Auch wenn der Trend in Richtung plant-based zeigt, sollten Hersteller sich nicht täuschen lassen: Der Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher greift nach wie vor zu Steak, Wurst oder Fisch – wenn auch seltener als früher.
Genau an diese Konsumenten richten sich sogenannte Hybridprodukte, in denen ein Teil des Fleisch- oder Fischgehalts durch pflanzliche Zutaten ersetzt wird. Für den pflanzlichen Anteil kommen in der Regel Proteinquellen zum Einsatz, die sich auch in veganen und vegetarischen Alternativen finden, wie zum Beispiel Weizen, Ackerbohne oder Erbse. Werden nur geringe Teile der tierischen Komponente ersetzt, bleibt die typisch fleischige Textur nahezu erhalten. Das Endprodukt kann dank pflanzlicher Zutaten sogar eine höhere Saftigkeit und ein verbessertes Nährwertprofil erhalten. Soll dagegen ein höherer Fisch- oder Fleischanteil ersetzt werden, können natürliche Texturgeber, Geschmacks- und Farbstoffe das vertraute Geschmackserlebnis erzeugen. Alternativ können Hersteller auch auf innovative eigenständige Hybridprodukte setzen.
Großes Marktpotenzial
Die erste Welle an Hybridprodukten spülte bereits 2021 in die deutschen Supermärkte. Zutatenhersteller wie Beneo gehen davon aus, dass die eigentliche Stunde solcher Produkte noch schlagen wird und sie das Potenzial haben, eine wesentliche Rolle in der globalen Ernährungsweise einzunehmen. Hybridvarianten haben im direkten Vergleich mit dem tierischen Original starke Argumente auf ihrer Seite: Sie besitzen eine fleischähnliche Textur und die gewohnte Saftigkeit, bieten aber gleichzeitig ernährungsphysiologische Vorteile wie einen geringeren Fettgehalt. Je nach lokalen Preisen für Fleisch und Fisch ermöglichen sie oft auch niedrigere Rezepturkosten. Zudem sind hybride Konzepte eine interessante Option für all jene, die (noch) nicht vollständig vegetarisch oder vegan leben möchten.
Hybride Produkte stoßen deshalb auf eine potenziell breite Zielgruppe: Weltweit verstehen sich ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher als Flexitarier. Rund 80 % haben ihren Fleischkonsum bereits reduziert oder sind dabei, ihre Ernährung entsprechend umzustellen. Diese Zahlen stammen aus einer weltweiten Verbraucherumfrage im Auftrag von Beneo, die auch das konkrete Potenzial von Hybridfleischprodukten untersuchte: Die Hälfte der europäischen Befragten gaben darin an, Interesse an Hybridprodukten zu haben. Weltweit fand sich das größte Kaufinteresse unter Flexitariern. Von ihnen gaben 71 % an, dass sie Hybridfleisch kaufen würden. Die Befragten sahen die Produkte hauptsächlich als Möglichkeit, ihren Fleischkonsum zu reduzieren (49 %) oder sich nachhaltig und innovativ zu ernähren (jeweils 43 %). Die Umfrage ergab allerdings auch, dass manche Verbraucherinnen und Verbraucher noch Bedenken hinsichtlich des Geschmacks dieser neuen Produkte haben.




