Die Vielfalt der oft in schnellem Wechsel herzustellenden Getränke stellt besondere Anforderungen an die Dosiereinrichtungen. Nur solche Pumpen sind geeignet, bei denen die Oberflächen aller metallischen Bauteile, die mit den sensiblen Fördermedien in Kontakt kommen, in Edelstahl so glatt (und porenfrei) ausgeführt sind, dass sich keine Reste des Fördermediums absetzen. Sind die Pumpen dann noch so konstruiert, dass es keine Toträume im Pumpengehäuse gibt, sind Ansatzpunkte für Verunreinigungen weitestgehend konstruktiv ausgeschlossen. Eine weitere Voraussetzung ist die rückstandsfreie Reinigung (Cleaning in Place), ohne dass die Anlage dazu demontiert werden muss. Grundsätzlich eignen sich Exzenterschnecken- und Kreiselkolbenpumpen für die beschriebenen Förderaufgaben.
Diese Pumpen fördern gleichmäßig, pulsationsarm und schonend. Auch Faser- und Feststoffanteile stören den Betrieb nicht. Ohne Leistungsabfall und Einschränkungen tolerieren sie Medien mit größeren Körnern und längeren Fasern. Über die Drehzahl lässt sich die Fördermenge stufenlos und exakt regeln. Typische Anwendungsfälle sind etwa dosierte Zugaben im Chargen- und Dauerbetrieb, in Abfüllanlagen, wenn Zusatzstoffe eingebracht werden, wenn Produktmischungen erstellt werden oder genaue Portionierungen nötig sind.
Ein Beispiel hierfür sind Pumpen der Baureihe Allclean-ESP von Allweiler. Sämtliche metallischen Bauteile mit Medienkontakt sind aus Edelstahl gefertigt. Dies gilt auch für die Lagergehäuse und die Laterne. Die hydrodynamische Gestaltung des Pumpeninnenraums garantiert, dass es keine Toträume ohne Produktströmung gibt. Dadurch können sich auch keine Ablagerungen innerhalb des Förderraums bilden. Diese Exzenterschneckenpumpen sind selbstansaugend und über CIP rückstandsfrei zu reinigen. Sie sind in verschiedenen Größen lieferbar. Ihre maximale Fördermenge liegt bei 480 l min-1 bei 400 min-1, sie sind für Förderdrücke bis zu 20 bar und Mediumtemperaturen von bis zu 130 °C ausgelegt. Die Viskosität des Mediums kann bis 150 000 mPa s betragen.
Je nach Bauart sind die Statoren der Exzenterschneckenpumpen mit gleichmäßiger oder ungleichmäßiger Elastomerwandstärke ausgeführt. Gleichmäßige Elastomerwandstärke führt zu besonders niedrigen Anfahr- und Betriebsmomenten und damit zu einem kontinuierlich geringen Leistungsbedarf. Ungleichmäßige Wandstärken sind in der Anschaffung günstiger, jedoch im Betrieb teurer und weniger schonend bei der Förderung.
Optionale Anpassungen wie mehrstufige Bauweise für höheren Förderdruck, Beheizung oder Kühlung und individuelle, auf das Fördermedium optimierte Werkstoffe bei den Statoren mit FDA-Zulassung, Wellendichtungen und Gehäuseteilen sind die Kennzeichen ausgereifter Konstruktionen.




