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    Folienetiketten von der Rolle für PET-Flaschen
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    Getränkeindustrie

    Folienetiketten von der Rolle für PET-Flaschen

    Sechs TetraPak-Linien, drei Abfülllinien für PET-Flaschen und zwei für Glas hat Linea Nivnice, der tschechische Marktführer für Fruchtsäfte und -sirups,
    Veröffentlicht
    04. November 2012
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Getränkeindustrie

    Unweit der slovakischen Grenze, ganz im Osten der Tschechischen Republik liegt Nivnice, der Stammsitz von Linea. 1946 hatte sich Jarislav Hromcik dort einen Bauernhof gekauft und noch im gleichen Jahr unter dem Namen „Hromciks Geheimnisse“ mit der Produktion von Spirituosen sowie Obst- und Kräuterlikören begonnen. Bald darauf wurde der Betrieb verstaatlicht. Erst 1989, nach der „Samtenen Revolution“, wurde auch der Getränkebetrieb in Nivnice, in dem man inzwischen auch Sirupe und Fruchtweine herstellte, wieder unabhängig und privat. Am 1. Januar 1991 gründete sich Linea Nivnice, 1994 wurde die Familie Hromcik wieder Mehrheitseigner. Seit 2007 gehört das Unternehmen sechs ehemaligen Angestellten und Managern. Heute produzieren 245 Mitarbeitern jedes Jahr rund 80 000 t flüssige Produkte. Von den 300 unterschiedlichen Getränken (nur noch 1 % alkoholische) fließen 48 % in Kartons, 37 % in PET-Gebinde und 15 % in Glasflaschen. Der Umsatz des größten tschechischen Saft- und Sirupproduzenten belief sich 2011 auf über 40 Mio. Euro. Vor allem in Tschechien und der Slovakei, aber auch nach Deutschland, Osteuropa oder Neuseeland wird die Hauptmarke Hello verkauft. „Wir haben große Pressen und Produktionsanlagen für die Verarbeitung von Äpfeln (20 000 t im Jahr), Kirschen und Johannisbeeren, die aus der Region um Nivnice stammen und aus denen wir frische Säfte herstellen. Die meisten unserer Säfte, Sirupe und Spirituosen stellen wir aber aus Konzentrat her“, erläutert Petr Malik, technischer Vorstand und einer der Anteilseigner von Linea Nivnice. Der Anteil der PET-Gebinde wächst seit einigen Jahren stark, ebenso die verschiedenen Volumina (330, 500, 70, 1000, 1500 und 2000 ml) sowie Formen auf den beiden PET-Linien. Daher hat sich das Unternehmen entschieden, die beiden alten Etikettierer zu ersetzen und gleichzeitig von Papier- auf Folienetiketten von der Rolle umzustellen. „Gernep hat seit Jahren sehr gute Referenzen in der Tschechischen Republik. Da der menschliche Kontakt auch von Anfang an stimmte und die Ersatzteile in der Nähe von Regensburg kommen und somit nicht so weit von uns entfernt, haben wir uns für zwei Rollfed-Maschinen von Gernep entschieden – und sind damit absolut zufrieden“, betont Malik.

    Wichtigstes Merkmal der Rollfed-Ausstattungsmaschine ist die unkomplizierte, patentierte Heißleim-Technologie für die Rundum-etikettierung von Behältern unterschiedlichster Formen. Zusammen mit dem Preisvorteil der Folienetiketten von der Rolle, dem geringeren Leimverbrauch und den minimierten Reinigungszeiten durch die berührungslose Anfangsbeleimung bietet die Maschine eine preiswerte und wirtschaftliche Alternative und entspricht damit den steigenden Ausstattungsanforderungen der Getränkeindustrie. Übersichtliche, leicht erreichbare Bedienelemente ermöglichen ein problemloses Arbeiten. Umrüst- und Reinigungszeiten sind auf ein Minimum reduziert. Die Rollfed ist als kompakter Rundläufer konzipiert, automatisch passt sie sich dem Behälterzu- und -abfluss an. Die ankommenden Flaschen werden zunächst in der Einlaufschnecke auf Teilung gebracht, an den Einlaufstern und weiter an den Rundlauftisch übergeben. Fest fixiert zwischen Teller und Zentrierglocke werden die Flaschen mechanisch in die richtige Etikettierposition gedreht. Die Dosierung des erhitzten Heißleims erfolgt durch ein separates Leimmanagement-Aggregat mit eigener elektronischer Steuerung. Dabei werden die Etiketten auf der Vakuumtransfertrommel berührungslos aus beheizten Düsen punktuell mit Heißleim besprüht. Das von der Rolle exakt abgeschnittene PE-Etikett wird nur am Anfang und Ende mit kleinen Heißleim-punkten fixiert, dies gewährleistet einen sparsamen Leimverbrauch bei festem Etikettensitz.

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    Das Etikett wird dazu von der Abrollstation für die Etikettenrollen über mehrere gefederte Spannrollen an die elektronische Abtastung herangeführt. Gefederte Spannwalzen sorgen für einen kontinuierlichen Abzug.

    Eine elektronische Abtastung positioniert das Etikett mittels Unterdruck und Servomotor exakt auf der Schneidtrommel. Die Schnittposition wird über Farbkontrastsensoren sicher erkannt, präzise geschliffene Messer sorgen für eine sehr genaue Trennung der Etiketten. Ein spezielles Verstellgetriebe erleichtert die Etikettenpositionierung auf der Vakuumtrommel und den exakten Übergang auf den Flaschentisch, reduziert so den komplizierten elektronischen Synchronisierungsaufwand enorm. Nach dem Schnitt erfolgt die Übergabe auf die Vakuumtransfertrommel. Diese übergibt das Etikett gezielt mit der Anfangsbeleimung auf die im Karussell rotierenden Flaschen. In der Bürststrecke wird das Ende des Etiketts unverrückbar angepresst. Der Auslaufstern übergibt die etikettierten Flaschen auf das Transportband zurück, nun werden sie entweder zu Mehrstückpackungen in Folie geschrumpft, in Trays gesetzt und palettiert oder direkt in Karton-Trays ohne Folie gesetzt.

    Durch das spezielle Gernep-Verfahren erfolgt sowohl die Anfangs- als auch die Endbeleimung berührungslos direkt auf dem Etikett auf der Transfertrommel oder die Anfangs- und Endbeleimung des Etiketts erfolgt punktuell auf der Vakuumtrommel. Soll das Etikett am Etikettenende bis zum äußersten Rand verklebt sein, kann die Endbeleimung des bereits geschnittenen Etiketts auch über eine höhenverstellbare Endbeleimungsleiste erfolgen. Durch das geschlossene Leimsystem gibt es keinen Rückfluss von unverbrauchtem Leim, sondern immer frischen Leim für die Etikettierung. Folglich entstehen auch kaum Heißleimdämpfe, wird deutlich weniger Energie verbraucht und es treten keine Heißleimverun- reinigungen auf.

    Der Antrieb der Rollfed-Etikettiermaschine erfolgt über einen frequenzgeregelten Drehstrommotor. Die Einbindung einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) gewährleistet nicht nur einen zuverlässigen Funktionsablauf, sondern eröffnet zudem die Erweiterung um vielfältige Zusatzeinrichtungen sowie den Signalaustausch mit anderen Linienkomponenten. Die Steuerung der Rollfed ist zur einfachen Bedienung der Maschine in Maschinen-, Etikettieraggregat- und Leim-Managementsteuerung gesplittet. Dadurch erhöht sich die Betriebssicherheit gegenüber einer Gesamtsteuerung wesentlich. Für die Elektronik werden nur bewährte Markenkomponenten verwendet. Unterschiedliche Behälterformate sind vorprogrammierbar und können im Maschinenmenü einzeln aufgerufen werden. Die Menüführung in vielen gewünschten Sprachen ist selbsterklärend. Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen und der drastisch reduzierten Wartungs- und Reinigungsaufwand sind weitere Vorteile. Steuerpult ist ein in Blick- und Griffweite am Maschinenoberteil integrierter Touchscreen. Dort sind alle Funktionen, Kontrollanzeigen und Leistungsanzeige übersichtlich visualisiert.

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