Unweit der slovakischen Grenze, ganz im Osten der Tschechischen Republik liegt Nivnice, der Stammsitz von Linea. 1946 hatte sich Jarislav Hromcik dort einen Bauernhof gekauft und noch im gleichen Jahr unter dem Namen „Hromciks Geheimnisse“ mit der Produktion von Spirituosen sowie Obst- und Kräuterlikören begonnen. Bald darauf wurde der Betrieb verstaatlicht. Erst 1989, nach der „Samtenen Revolution“, wurde auch der Getränkebetrieb in Nivnice, in dem man inzwischen auch Sirupe und Fruchtweine herstellte, wieder unabhängig und privat. Am 1. Januar 1991 gründete sich Linea Nivnice, 1994 wurde die Familie Hromcik wieder Mehrheitseigner. Seit 2007 gehört das Unternehmen sechs ehemaligen Angestellten und Managern. Heute produzieren 245 Mitarbeitern jedes Jahr rund 80 000 t flüssige Produkte. Von den 300 unterschiedlichen Getränken (nur noch 1 % alkoholische) fließen 48 % in Kartons, 37 % in PET-Gebinde und 15 % in Glasflaschen. Der Umsatz des größten tschechischen Saft- und Sirupproduzenten belief sich 2011 auf über 40 Mio. Euro. Vor allem in Tschechien und der Slovakei, aber auch nach Deutschland, Osteuropa oder Neuseeland wird die Hauptmarke Hello verkauft. „Wir haben große Pressen und Produktionsanlagen für die Verarbeitung von Äpfeln (20 000 t im Jahr), Kirschen und Johannisbeeren, die aus der Region um Nivnice stammen und aus denen wir frische Säfte herstellen. Die meisten unserer Säfte, Sirupe und Spirituosen stellen wir aber aus Konzentrat her“, erläutert Petr Malik, technischer Vorstand und einer der Anteilseigner von Linea Nivnice. Der Anteil der PET-Gebinde wächst seit einigen Jahren stark, ebenso die verschiedenen Volumina (330, 500, 70, 1000, 1500 und 2000 ml) sowie Formen auf den beiden PET-Linien. Daher hat sich das Unternehmen entschieden, die beiden alten Etikettierer zu ersetzen und gleichzeitig von Papier- auf Folienetiketten von der Rolle umzustellen. „Gernep hat seit Jahren sehr gute Referenzen in der Tschechischen Republik. Da der menschliche Kontakt auch von Anfang an stimmte und die Ersatzteile in der Nähe von Regensburg kommen und somit nicht so weit von uns entfernt, haben wir uns für zwei Rollfed-Maschinen von Gernep entschieden – und sind damit absolut zufrieden“, betont Malik.
Wichtigstes Merkmal der Rollfed-Ausstattungsmaschine ist die unkomplizierte, patentierte Heißleim-Technologie für die Rundum-etikettierung von Behältern unterschiedlichster Formen. Zusammen mit dem Preisvorteil der Folienetiketten von der Rolle, dem geringeren Leimverbrauch und den minimierten Reinigungszeiten durch die berührungslose Anfangsbeleimung bietet die Maschine eine preiswerte und wirtschaftliche Alternative und entspricht damit den steigenden Ausstattungsanforderungen der Getränkeindustrie. Übersichtliche, leicht erreichbare Bedienelemente ermöglichen ein problemloses Arbeiten. Umrüst- und Reinigungszeiten sind auf ein Minimum reduziert. Die Rollfed ist als kompakter Rundläufer konzipiert, automatisch passt sie sich dem Behälterzu- und -abfluss an. Die ankommenden Flaschen werden zunächst in der Einlaufschnecke auf Teilung gebracht, an den Einlaufstern und weiter an den Rundlauftisch übergeben. Fest fixiert zwischen Teller und Zentrierglocke werden die Flaschen mechanisch in die richtige Etikettierposition gedreht. Die Dosierung des erhitzten Heißleims erfolgt durch ein separates Leimmanagement-Aggregat mit eigener elektronischer Steuerung. Dabei werden die Etiketten auf der Vakuumtransfertrommel berührungslos aus beheizten Düsen punktuell mit Heißleim besprüht. Das von der Rolle exakt abgeschnittene PE-Etikett wird nur am Anfang und Ende mit kleinen Heißleim-punkten fixiert, dies gewährleistet einen sparsamen Leimverbrauch bei festem Etikettensitz.




